30. April 2013, 13:21 Uhr

App für Musikerkennung

Shazam peilt Milliarden-Börsengang an

Mit der App Shazam wird das Handy zum mobilen Musikladen: Die Software erkennt unbekannte Lieder an jedem Ort und bietet sie gleich zum Kauf an. Nun drängt das Londoner Start-up an die Börse - und will dort rund eine Milliarde Dollar einnehmen.

Berlin/London - Bei Shazam stehen die Zeichen auf Wachstum: Der britische App-Entwickler will an die Börse und erhofft sich große Einnahmen. "Wir erwarten eine Milliarde Dollar und mehr", sagte Andrew Fischer, der bisherige Geschäftsführer des Start-ups, der "Financial Times" ("FT").

Das Unternehmen gab zudem einen Chefwechsel bekannt. Mit dem Ex-Yahoo-Manager Rich Riley an der Spitze will das Start-up zu einem führenden Multimedia-Unternehmen werden. Fisher wird Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Shazam hat nach eigenen Angaben rund 300 Millionen Nutzer in 200 Ländern weltweit. Mit der mobilen App können Nutzer einen unbekannten Song erkennen lassen und bekommen in wenigen Sekunden den Titel und den Interpreten angezeigt.

Mit dem Chefwechsel und der jüngsten Anwerbung von Daniel Danker vom britischen Sender BBC als Produkt-Manager (Chief Product Officer) will Shazam sich neue Märkte erschließen. Riley legt über die sogenannten Second Screens den Fokus auf den TV-Markt. In den USA brachte Shazam bereits 2011 eine Anwendung für Werbung, Bonusmaterial und Programmauswahl auf Tablets an den Start. 2012 haben laut Unternehmen mehr als zehn Millionen Menschen in den USA Shazam als ergänzende TV-App genutzt.

ssu/dpa


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