Peter Löscher: Siemens-Chef überwacht Milliarden-Imperium von Thyssen-Erben

Siemens-Chef Löscher: Zusammenarbeit mit TBG zur "Differenzierung des wirtschaftlichen Gesamtbildes" Zur Großansicht
dapd

Siemens-Chef Löscher: Zusammenarbeit mit TBG zur "Differenzierung des wirtschaftlichen Gesamtbildes"

Siemens-Chef Peter Löscher berät den Milliardär Heinrich Baron Thyssen-Bornemisza. Nach SPIEGEL-Informationen steuert der Thyssen-Erbe sein Firmenkonglomerat unter anderem vom Steuerparadies Monaco aus. Löscher verteidigt den Job, er diene "dem gedanklichen Austausch über Branchengrenzen hinweg".

Hamburg - Die jüngste Siemens-Hauptversammlung hat einen bislang wenig bekannten Nebenjob von Konzernchef Peter Löscher bekannt gemacht: seine Tätigkeit als Kontrolleur bei der TBG Limited auf Malta. Eine Sprecherin der Belegschaftsaktionäre wollte wissen, ob Löscher dafür neben seinem Hauptjob sowie Aufsichtsratsmandaten bei der Deutschen Bank und der Munich Re überhaupt Zeit habe und wer sich hinter der Gesellschaft verberge. "Es handelt sich um eine private mittelständische Industriebeteiligung", teilte Oberaufseher Gerhard Cromme mit. Das war wohl leicht untertrieben.

Das Firmenkonglomerat gehört nach SPIEGEL-Informationen zum Nachlass des 2002 verstorbenen Industrieerben und Kunstmäzens Hans Heinrich ("Heini") von Thyssen-Bornemisza und wird von seinem ältesten Sohn Georg Heinrich Baron Thyssen-Bornemisza unter anderem vom Steuerparadies Monaco aus gesteuert. Branchenkenner schätzen den Umsatz des Gemischtwarenladens mit Beteiligungen an Unternehmen in Europa und den USA sowie einem Marktforschungsinstitut auf über zwei Milliarden Euro.

Löscher verteidigt seinen Einsatz für den reichen Erben aus der deutschen Thyssen-Dynastie: Die Zusammenarbeit mit TBG diene "dem gedanklichen Austausch über Branchengrenzen hinweg" und der "Differenzierung des wirtschaftlichen Gesamtbildes".

cte

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Wie peinlich ist das denn?
max hollister 03.02.2013
Hr.Löscher sollte sich lieber mal gedanklich mit seinen Mitarbeitern bei Siemens und dem Produktportfolio seiner Firma auseinandersetzen, den ICE Zügen z.B. Es ist schon traurig, wenn ein so großer Konzern mit riesigem Potenzial von so einem müden Vorstand so nebenbei betreut, statt geleitet wird.
2. Kleine Krupp übernimmt Thyssen... Wunder der 90'er
sltgroove 03.02.2013
.... und wer hat's gemacht ? Rüschtisch - TBG ...
3. xxx
Schleswig 03.02.2013
Zitat von sysopdapdSiemens-Chef Peter Löscher berät den Milliardär Heinrich Baron Thyssen-Bornemisza. Nach SPIEGEL-Informationen steuert der Thyssen-Erbe sein Firmenkonglomerat unter anderem vom Steuerparadies Monaco aus. Löscher verteidigt den Job, er diene "dem gedanklichen Austausch über Branchengrenzen hinweg". http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/siemens-chef-ueberwacht-milliarden-imperium-von-thyssen-erben-a-881193.html
Ja wenn da so ist - mit den Branchengrenzen. Dann ist alles in Ordnung.
4.
Dr. Süß 03.02.2013
Man fragt sich nur, ob der Austausch mit Entlohnung wirklich so fruchtbar sein kann...
5. Multitask- Meister oder Multieinkommen und Machtgier?
raber 03.02.2013
Wenn Herr Löscher den "gedanklichen Austausch über Branchengrenzen hinweg" nebenbei mitmachen kann und auch noch andere Posten hat, warum nicht? Allerdings würde ich als Siemens Aktionär bestimmt nicht erfreut sein, dass er bei dem Siemens- Einkommen seine Gedanken nicht 100% dieser Firma widmet.
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