Athen/München - Die griechische Verkehrsgesellschaft Attiko Metro hat Siemens einen Millionenauftrag zur Verbesserung der Athener U-Bahn erteilt. Das Unternehmen soll für rund 41 Millionen Euro die 16 Kilometer lange Erweiterungsstrecke der U-Bahnlinien 2 und 3 in der griechischen Hauptstadt technisch ausrüsten, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Siemens liefere die Signaltechnik und Komponenten für die elektronische Steuerung der Züge.
Mit der Teilautomatisierung der Metro könne das Streckennetz optimiert werden. Dank höherer Fahrtakte könnten künftig pro Tag bis zu 160.000 Reisende zusätzlich transportiert werden. Athen will durch den Streckenausbau der U-Bahn die Zahl der Autos, die täglich auf den Straßen Athens fahren, um 30.000 reduzieren.
Der Bau soll im Herbst 2013 beginnen. Den schuldengeplagten Griechen kommt das Projekt günstig, für Siemens
ist die Bezahlung weitgehend gesichert: Rund 70 Prozent der Finanzierung stammten aus EU-Subventionen, hieß es.
Griechenland und Siemens hatten erst vor wenigen Wochen ihren jahrelangen Streit um Bestechungszahlungen im vergangenen Jahrzehnt beigelegt. Der Vergleich kostet den Konzern 270 Millionen Euro. Dafür stellt Griechenland keine neuen Ansprüche mehr. Siemens hatte nach der Einigung angekündigt, wieder in dem schuldengeplagten Euro-Land zu investieren.
stk/dapd/Reuters
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