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Start-Up-Finanzierung: Siemens gründet "Innovations AG"

Siemens will am Start-up-Boom teilhaben: Der Konzern plant dazu nach SPIEGEL-Informationen eine interne "Innovations AG". Ein Beirat soll zudem neue Trends erkennen, auch aus Sorge vor feindlichen Übernahmeversuchen.

Siemens-Schriftzug in Duisburg: "Irgendwann werden sie kommen" Zur Großansicht
DPA

Siemens-Schriftzug in Duisburg: "Irgendwann werden sie kommen"

Siemens Chart zeigen reagiert auf den technologischen Wandel: Nach SPIEGEL-Informationen will der Münchner Konzern unter dem Arbeitstitel "Innovations AG" eine Firma in der Firma gründen, die als Risikokapitalgeber für Start-up-Unternehmen fungieren soll. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Nach den Plänen des Unternehmens sollen auch Siemens-Mitarbeiter mit einer Geschäfts- oder Projektidee unter das Dach der neuen, hauseigenen Venture-Capital-Gesellschaft schlüpfen können. Sie sollen in diesem Fall ein Mindestgehalt und eine Kapitalbeteiligung an ihrer Firma bekommen. Haben sie Erfolg, sollen sie ihre Beteiligung nach einem vorher festgelegten Bewertungssystem an ihren Ex-Arbeitgeber verkaufen können. Sollten sie scheitern, müssen sie den Konzern wohl verlassen.

Zusätzliches Know-how will sich der Konzern durch einen eigens gegründeten Beirat sichern. In dem Gremium, das als eine Art Frühwarnsystem für technologische Systembrüche dienen soll, sitzen hochkarätige Fachleute wie der Physiknobelpreisträger und ehemalige US-Energieminister Steven Chu oder der Ex-Chef des indischen Softwarekonzerns Infosys Chart zeigen, Kris Gopalakrishnan.

Sie sollen dem Unternehmen helfen, rechtzeitig auf Veränderungen in seinen Geschäftsfeldern zu reagieren und es so vor möglichen Angriffen durch neuartige, aggressive Investoren schützen. "Wenn unsere Performance nicht stimmt", sagte Siemens-Chef Joe Kaeser dem SPIEGEL, "werden sie irgendwann kommen, da bin ich mir ganz sicher."

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