Großauftrag aus London Siemens liefert U-Bahn-Züge für Piccadilly-Linie

Mitten im Brexit-Chaos ergattert Siemens einen milliardenschweren Auftrag in London. Die Münchner liefern 94 Züge für die Londoner U-Bahn.

Londoner U-Bahn (Im Bild: die Central Line)
AFP

Londoner U-Bahn (Im Bild: die Central Line)


Die Londoner U-Bahn bekommt von 2023 an neue Züge für die vielfrequentierte Piccadilly Line. Geliefert werden die 94 Triebwagen von Siemens Mobility, wie ein Sprecher des Konzerns am Dienstag in München mitteilte. Sie sollen die derzeit eingesetzte Flotte aus den Siebzigerjahren ersetzen. London Underground zahle umgerechnet knapp 1,7 Milliarden Euro für die Züge, die Versorgung mit Ersatzteilen in den folgenden 40 Jahren sowie technische Unterstützung.

1,54 Milliarden Euro könne Siemens sofort als Auftragsvolumen buchen, den Rest über die Laufzeit des Servicevertrags. Die Züge basieren auf der Inspiro-Plattform, die unter anderem schon in München und Warschau im Einsatz ist.

London Underground will die Kapazität auf der 73 Kilometer langen Strecke der Piccadilly Line erhöhen, die unter anderem den Flughafen Heathrow mit der Innenstadt verbindet und täglich von 700.000 Passagieren benutzt wird. Von 2026 an sollen dort zur Hauptverkehrszeit 27 Züge pro Stunde fahren. Bisher sind es 24.

Wo die Züge produziert werden, ist offen. Siemens Mobility und Transport for London, die Muttergesellschaft der London Underground, prüften eine Fertigung in Großbritannien, hieß es in der Mitteilung. Im März hatte Siemens Mobility Pläne für eine Zugproduktion in Goole in East Yorkshire vorgestellt, wo bis zu 700 Arbeitsplätze entstehen sollen.

mik/Reuters



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scoopx 20.11.2018
1. British Immobility
Ja, GB ist eben kein Industrieland mehr und produziert keine U-Bahn-Züge. Die britische Wirtschaft lebt eben von "Dienstleistungen", gelle? Nur hat Siemens mit dem Auftrag den "Sörwis" gleich mit ergattert. Produktion und Dienstleistung läßt sich oft nicht trennen. Und man sieht: der Begriff "Dienstleistungsökonomie" erweist sich einmal mehr als Etikettenschwindel.
Mr T 20.11.2018
2.
Zitat von scoopxJa, GB ist eben kein Industrieland mehr und produziert keine U-Bahn-Züge. Die britische Wirtschaft lebt eben von "Dienstleistungen", gelle? Nur hat Siemens mit dem Auftrag den "Sörwis" gleich mit ergattert. Produktion und Dienstleistung läßt sich oft nicht trennen. Und man sieht: der Begriff "Dienstleistungsökonomie" erweist sich einmal mehr als Etikettenschwindel.
Gelle, den Text nicht gelesen, denn Siemens hat Pläne "für eine Zugproduktion in Goole in East Yorkshire vorgestellt, wo bis zu 700 Arbeitsplätze entstehen sollen."
471148 20.11.2018
3.
Zitat von scoopxJa, GB ist eben kein Industrieland mehr und produziert keine U-Bahn-Züge. Die britische Wirtschaft lebt eben von "Dienstleistungen", gelle? Nur hat Siemens mit dem Auftrag den "Sörwis" gleich mit ergattert. Produktion und Dienstleistung läßt sich oft nicht trennen. Und man sieht: der Begriff "Dienstleistungsökonomie" erweist sich einmal mehr als Etikettenschwindel.
Erklären Sie doch bitte dem Forum den Begriff "Dienstleistungsökonomie". Im Gabler Wirtschaftslexikon konnte ich keine Erklärung finden.
hm2013_3 20.11.2018
4. mit Graffiti
oder ohne? Wie wurden die Züge bestellt?
scoopx 20.11.2018
5. Echt nicht?
Zitat von 471148Erklären Sie doch bitte dem Forum den Begriff "Dienstleistungsökonomie". Im Gabler Wirtschaftslexikon konnte ich keine Erklärung finden.
"Dienstleistungsgesellschaft" ist doch in aller Munde, es gibt auch einen Wiki-Artikel darüber, und auf englisch heißt er "service economy", also "Dienstleistungsökonomie". Das ist ohnehin präziser als "Dienstleistungsgesellschaft", also habe ich den Sachverhalt auch so bezeichnet.
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