New York - Es geht um einen möglichen Schaden von mindestens 500 Millionen Dollar: Der mexikanische Ölkonzern Pemex hat Siemens und dessen südkoreanischen Partner wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen verklagt. Die Unternehmen sollen so an Verträge zur Modernisierung einer mexikanischen Ölraffinerie gekommen sein, wie aus einer am Donnerstag bei einem Bundesbezirksgericht in New York eingereichten Klage hervorgeht.
Aufgrund des Anti-Korruptions-Gesetzes könnte sich aus den angegebenen 500 Millionen Dollar ein dreimal so hoher Betrag ergeben. Beschuldigt sind Siemens und SK Engineering & Construction sowie deren Gemeinschaftsunternehmen Conproca, das gegründet wurde, um sich um den Auftrag für die mexikanische Ölraffinerie zu bemühen. Ein Siemens-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. SK Engineering & Construction war nicht erreichbar.
Nachdem Siemens im Jahr 2008 wegen Bestechungsvorwürfen hohe Strafen an Aufsichtsbehörden in den USA und Europa gezahlt hatte, habe Pemex seine Geschäftsbeziehungen zu Siemens genauer untersucht, erläuterte der mexikanische Konzern. Siemens war jahrelang von einem milliardenschweren Bestechungsskandal erschüttert worden.
yes/Reuters
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