Sparmaßnahmen Siemens prüft weiteren Stellenabbau in Deutschland

Siemens-Chef Joe Kaeser verschärft offenbar seinen Sparkurs. Laut einem Zeitungsbericht könnte erneut eine vierstellige Zahl von Arbeitsplätzen in Deutschland verloren gehen.

Siemens-Chef Joe Kaeser: Harter Sparkurs
DPA

Siemens-Chef Joe Kaeser: Harter Sparkurs


Bei Siemens droht laut "Handelsblatt" ein weiterer Stellenabbau. Im Geschäftsbereich Prozessindustrie und Antriebe werde voraussichtlich eine vierstellige Zahl von Arbeitsplätzen in Deutschland gestrichen oder ins Ausland verlagert, berichtete die Zeitung am Sonntagabend unter Berufung auf Industriekreise. Schuld seien der Ölpreis und hausgemachte Probleme.

"Das ist ein Bereich, der massiv unterausgelastet ist über viele Werke in der Welt", wurde ein Insider zitiert. In dem lahmenden Geschäftsfeld hatte Siemens im vergangenen Jahr den Chef ausgetauscht. Es stellt Antriebe für Branchen her, die Rohstoffe gewinnen und verarbeiten.

Das Unternehmen wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte dem Konzern einen Sparkurs verordnet, der die Streichung von weltweit 13.000 Stellen zur Folge hat. Ende September beschäftigte das deutsche Industrieflaggschiff 348.000 Mitarbeiter, davon 114.000 in Deutschland.

ssu/Reuters

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heavenstown 07.02.2016
1. Hausgemachte Probleme....
... da sollte er auch mal in den Spiegel schauen. Die Leittragenden sind dann aber wie immer die unteren Chargen! Na ja, ich bin seit 35 Jahren bei Siemens, die letzten Jahre schaffe ich auch noch!
wibo2 07.02.2016
2. Der glücklose Herr Kaeser
Siemens-CEO Joe Kaeser schmiss vor einem Jahr seine Kritiker aus dem Vorstand raus, Nachfolger wurden Vertraute. Das Unternehmen meldet nun aber schlechte Zahlen. Die Entwicklung des Ölpreises scheinen die Siemens Strategen wohl nicht richtig antizipiert haben. Denn sonst hätten sie es besser anders gemacht. Siemens braucht einen neuen Gewinnbringer.
Phoenix2006 08.02.2016
3. Wirtschaft
Sehr geehrte Foristen/in, wenn sie Interesse an dieser Thematik haben empfehle ich einen nahen Blick in die Zukunft! Am 11.02.2016 wird auf dem Kulturkanal Arte die Serie "Stadt ohne Namen" ausgestrahlt. Sie beschäftigt sich mit der Thematik "gerechte Verteilung von Arbeit u. wer überhaupt noch arbeiten darf". Das führt nazu zwangsläufig zu der Frage wie man bei einer momentanen Bevölkerungszahl 7,3 Milliarden Menschen 3,65 Milliarden in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bringen will und wie die Systemantwort des Ökosystems Erde dann aussieht? Phoenix2006, die Unbestechlichen
bernd.brauer 08.02.2016
4. Selbst Schuld
Wenn ich die Bereiche immer kleiner mache und die Bereiche ausschließlich für sich selbst verantwortlich sind und nicht das " Große Ganze" mehr verantwortlich sind, geht es schnell dem Ende entgegen. AEG läßt grüßen.
SPONU 08.02.2016
5. Wenn er bloss mal...
...an der richtigen Stelle ansetzen würde. Mir fallen spontan eine ganze Reihe Rumsitzer in Erlangen und anderswo ein, die ausschliesslich mit sich selbst beschäftigt sind. Deren immense Kosten margenwirksam aber auf operative Einheiten umgelegt werden. Einheiten die erst selbst mit viel Aufwand neue Prozesse und Komplexität entwickeln um sie später mit ebenso hohem Aufwand wieder zu optimieren. Alles selbstverständlich mit schicken Powerpoint Zahlen vorstandsgerecht begründet.
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