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Wirtschaftsminister: Gabriel setzt sich für Kooperation Air Berlin-Etihad ein

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Fluglinien Air Berlin und Etihad: Umstrittene Routen Zur Großansicht
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Fluglinien Air Berlin und Etihad: Umstrittene Routen

Neue Runde im Streit um Gemeinschaftsflüge von Air Berlin und Etihad: Jetzt springt Wirtschaftsminister Gabriel für diese Allianz in die Bresche - und holt sich Unterstützung: bei Angela Merkel.

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat offenbar gute Chancen, einen Großteil ihrer umstrittenen Gemeinschaftsflüge mit dem Partner und Großaktionär Etihad doch noch genehmigt zu bekommen. Denn der Streit darum ist nun auf höchster politischer Ebene angekommen - bei der Kanzlerin.

Auslöser ist nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ein Brief, den Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) an seinen Kollegen, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), geschrieben hat - und der in Kopie auch an Angela Merkel ging. In dem Schreiben macht er sich massiv für die Fluglinie stark. Ohne eine Genehmigung der Auftragsflüge für Etihad sei die wirtschaftliche Zukunft von Air Berlin gefährdet, warnt Gabriel. Deshalb wirbt er für einen Kompromiss.

Das Luftfahrtbundesamt könne die umstrittenen Routen ein letztes Mal absegnen, im Gegenzug müssten sich die Araber zu umfassenden, weitergehenden Verhandlungen mit der deutschen Seite verpflichten und den Verkauf von Tickets für die Code-Share-Verbindungen im kommenden Jahr einstellen. Alternativ könne auch das vorhandene Luftfahrtabkommen zwischen beiden Ländern um eine Klausel erweitert werden, welche die Partnerflüge zumindest befristet erlaubt. Anderenfalls, fürchtet Gabriel, könnten sich die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den Emiraten empfindlich abkühlen.

Die Bundeskanzlerin wird die Position ihres Wirtschaftsministers wohl unterstützen. Die Regierung, hatte sie schon vor knapp einem Jahr gewarnt, dürfe auf keinen Fall "der Totengräber von Air Berlin sein".

Dobrindt wollte die sogenannten Code-Share-Verbindungen, die der finanziell klammen Air Berlin pro Jahr immerhin rund 140 Millionen Euro einbringen, bislang nicht genehmigen, da es für sie angeblich keine Rechtsgrundlage gibt.

Aus dem Verkehrsministerium heißt es am Mittwoch, die Gespräche seien bisher ohne Ergebnis verlaufen: Man bleibe bei seiner Rechtsposition, wonach die Flüge eigentlich nicht genehmigungsfähig seien. Trotzdem sei man offen für weitere Gespräche.

Am Dienstag hatten Arbeitnehmervertreter von Air Berlin mit einem Appell an die Bundesregierung vor einem Verbot ihrer Gemeinschaftsflüge mit dem Großaktionär Etihad gewarnt. "Der Wegfall dieser Einnahme ist für die Air Berlin existenzbedrohend", hieß es in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

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1. Genossen unter sich
Europa! 21.10.2015
Der Mörder von Air Berlin weilt inzwischen selbst nicht mehr unter den politisch Aktiven. Er hieß Wowereit (erinnert sich noch irgendwer?) und hat Air Berlin mit seinem kriminellen Flughafenbau in den Abgrund gerissen. Da ist es nur recht und billig, dass Wowereits Parteifreund Gabriel mal ein Fingerchen für Air Berlin und 8000 Arbeitsplätze rührt.
2. Endlich einer in der Regierung, der wenigstens bei einem Thema flexibel sein kann.
joes.world 21.10.2015
Mutti spricht in der Flüchtlingskrise von Flexibilität und schafft es nicht sich genau so zu verhalten. Seehofer verwechselt Herumpoltern mit flexiblem, lösungsorientiertem Handeln. Siggi macht das. Unsere heutige Zeit ist komplex. Ich danke Siggi nicht nur für die so gewonnenen Arbeitsplätze in Deutschland. Sondern auch dafür, nun ein Vorbild für seine Regierungsmitglieder zu sein. In Sachen Flexibilität, rascher Entscheidungen und Augenmaß. Alles Attribute, die Merkel anscheinend nicht mehr kann. Und Seehofer vor lauter Schimpfen nicht denkt.
3. Immer schön die Tür aufmachen
wolle0601 21.10.2015
für Unternehmen, die dank ihrer spezoellen Position dann hier ansässigen Unternehmen Konkurrenz machen. Ein "geretteter" Job heute kann morgen dann 10 Jobs kosten.
4. Wenn Air Berlin
INGXXL 21.10.2015
vom Markt verschwindet dann hätte die Lufthansa ein Monopol und ihre Pilot würden noch höhere Forderungen stellen
5. Genau richtig so
farm123 21.10.2015
Air Berlin macht einen guten Job und ist durch das Staatsversagen (Berliner Flughafen) schon unnötig genug blockiert - warum nicht helfen wenn die internationale Konkurrenz durch Subventionen schon bestens unterstützt wird? Ausserdem: als Vielflieger verlasse ich mich gerne auf die Air Berlin denn die Katastrophenairline LH ist einfach zu unverlässig geworden.
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