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Silber und Öl: Anlegerflucht lässt Rohstoffpreise abstürzen

Es geht steil bergab an den Rohstoffmärkten: Der Ölpreis verbilligt sich binnen eines Tages um fast sieben Prozent, Silber hat in einer Woche rund ein Viertel an Wert verloren. Experten begründen den Einbruch unter anderem mit Sorgen um die Weltkonjunktur.

Neue Technologien: Um diese Rohstoffe kämpfen die Firmen Fotos
DPA

Frankfurt am Main - Die Rohstoffmärkte haben am Donnerstag heftige Verluste verbucht: Die Ölpreise sind amregelrecht eingebrochen. Am späten Nachmittag kostete ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen rund 114 Dollar, gut sieben Dollar weniger als am Mittwoch. Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um rund sechs auf 103 Dollar.

Der starke Anstieg des Dollar Chart zeigen zum Euro belastete die Ölpreise, sagten Anleger. Ein steigender Dollarkurs macht Rohöl für Anleger teurer - dies belastet die Nachfrage. Der Euro sank um fast drei Cent auf rund 1,46 Dollar. Grund für den Absturz ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die EZB hatte für den Juni einen unveränderten Leitzins signalisiert.

Der Kurs für Silber Chart zeigen brach um bis zu neun Prozent ein - auf rund 36 Dollar je Feinunze. Damit hat das Edelmetall binnen Wochenfrist mehr als ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Dies drückte auch auf den Preis für Kupfer Chart zeigen. Die Tonne des Industriemetalls wurde in London mehr als drei Prozent niedriger gehandelt. Mit 8835 Dollar war sie so billig wie zuletzt im Dezember 2010.

Börsianer begründeten den Kursverfall mit einer zunehmenden Furcht vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur. Schwache US-Arbeitsmarktdaten hatten Anleger beunruhigt. Allen Erwartungen zum Trotz haben in den vergangenen Wochen so viele Amerikaner Arbeitslosengeld beantragt wie seit acht Monaten nicht mehr. Außerdem kursierten Gerüchte über bevorstehende Zinserhöhungen in China und Indien.

Kakao, Zucker und Kupfer billiger

Auch bei Agrar-Rohstoffen waren Kursverluste von mehr als vier Prozent keine Seltenheit. Die Aussicht auf eine baldige Wiederaufnahme der Lieferungen aus dem wichtigen Exportland Elfenbeinküste beschleunigte zudem die Talfahrt des Kakao-Kurses. Preise für US-Kontrakte brachen um bis zu fünf Prozent auf 3056 Dollar je Tonne ein. US-Kontrakte verloren in der Spitze 3,4 Prozent an Wert.

Die Verkaufswelle am Rohstoffmarkt zog auch den Zuckerpreis nach unten. Der US-Kontrakt auf Rohzucker gab 2,5 Prozent auf rund 21 Cent je Pfund nach. Der in London gehandelte raffinierte Zucker verlor 2,3 Prozent auf gut 578 Dollar je Tonne.

ssu/dpa-AFX/Reuters

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1. Keine Flucht der Anleger ...
avollmer 05.05.2011
... sondern Panik bei den Spekulanten. Man hat auf steigende Preise gewettet und feststellen müssen, dass Rohstoffe im Gegensatz zu Finanzmarktprodukten durchaus eine reale Entsprechung haben und dass diese sich vermehrt wenn der Preis attraktiv ist. Die gepushten Preise haben brachliegende Förderstellen aktiviert und das Angebot erhöht. Keine Knappheit, Angebot größer als Nachfrage - reale Preise fallen, Börsenpreise unter Druck, Wetten geplatzt. Konnte man vorher wissen und wer nachgedacht hat, hat in Aktien von Minenausrüstern, Prospektionstechnologien und Inhaber von Bergrechten investiert, deren Umsatz bzw. Buchwert ist gestiegen. Aber auch da sollte man den Ausstieg in den letzten Tagen vollzogen haben. Jetzt sind wieder Depressionsprofiteure angesagt, Destillerien, Brauereien, Tabak, Zucker, Psychopharmaka. Und wer schlau ist, weiß auch schon um die nächste Runde, die Inflationsabkassierer - Immobilien. Auch der amerikanische Immobilienmarkt wird sich regenerieren, ist doch eine Immobilie bei zweistelliger Inflation immer ein Schnäppchen ersten Ranges und wer kann da widerstehen.
2. Traurig traurig wie uns die Spekulanten ausnehmen
sukowsky, 05.05.2011
Traurig traurig wie uns die Spekulanten ausnehmen. Wohin fließen denn die vielen vielen Billionen Gewinne? Zur Sanierung der Defizite, kommt man da nicht ran?
3. mal sehen
unpolit 05.05.2011
warum die Zocker auf Rohstoffe als Systemrelevant dargestellt werden und deswegen die Verluste vom Steuerzahler getragen werden müssen. Und warum wir an der Tanke trotzdem bis aufs Hemd ausgezogen werden. Warscheinlich werden die erhöhten Lagerkosten herhalten. Mit Markt hat ja die Preisentwicklung schon lange nichts mehr zu tun.
4. Hatte ich mir die letzten Tage auch so gedacht
Haller 05.05.2011
Zitat von avollmer... sondern Panik bei den Spekulanten. Man hat auf steigende Preise gewettet und feststellen müssen, dass Rohstoffe im Gegensatz zu Finanzmarktprodukten durchaus eine reale Entsprechung haben und dass diese sich vermehrt wenn der Preis attraktiv ist. Die gepushten Preise haben brachliegende Förderstellen aktiviert und das Angebot erhöht. Keine Knappheit, Angebot größer als Nachfrage - reale Preise fallen, Börsenpreise unter Druck, Wetten geplatzt. Konnte man vorher wissen und wer nachgedacht hat, hat in Aktien von Minenausrüstern, Prospektionstechnologien und Inhaber von Bergrechten investiert, deren Umsatz bzw. Buchwert ist gestiegen. Aber auch da sollte man den Ausstieg in den letzten Tagen vollzogen haben. Jetzt sind wieder Depressionsprofiteure angesagt, Destillerien, Brauereien, Tabak, Zucker, Psychopharmaka. Und wer schlau ist, weiß auch schon um die nächste Runde, die Inflationsabkassierer - Immobilien. Auch der amerikanische Immobilienmarkt wird sich regenerieren, ist doch eine Immobilie bei zweistelliger Inflation immer ein Schnäppchen ersten Ranges und wer kann da widerstehen.
und mir ein paar Bergwerkkupferminen, Rohstoffpreise etc. angeguckt, aber gottseidank die Finger davon gelassen. Jetzt sollte man warten, bis Gold wieder unten ist und dann kaufen. Bloß, wann weiß man, wann unten erreicht ist- das ist halt Börse.
5. Fail
nickname123 05.05.2011
Wo ist eigentlich das Problem? Niedrigere Preise können doch in diesem Fall nicht der Industrie schaden. Es kann doch nicht bei steigenden und sinkenden Preisen gejammert werden. Einer leidet halt immer drunter, hier doch sicher nicht die Wirtschaft.
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Knappe Rohstoffe: Diesen Branchen drohen Engpässe

Vor-/Nachteile der Energieträger
Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch - SPIEGEL ONLINE zeigt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger.
Erdöl
Plus: Erdöl ist der Schmierstoff industrieller Volkswirtschaften. In Deutschland deckt Öl rund 35 Prozent des Energiebedarfs - so viel wie kein anderer Rohstoff. Im Verkehrssektor gibt es momentan kaum Alternativen zu Öl: Das bestehende Tankstellennetz ist auf Benzin und Diesel ausgerichtet, die heute gängigen Motoren fahren fast nur mit diesen beiden Treibstoffen.

Minus: Der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen - und mit ihm der Spritpreis. Autofahrer mussten zeitweise mehr als 1,50 Euro für Benzin zahlen. Die deutsche Volkswirtschaft verliert dadurch Milliardenbeträge, denn das Land ist fast völlig von Importen abhängig. Weltweit liegen die meisten Ölvorkommen in politisch heiklen Regionen wie dem Nahen Osten, Russland, Venezuela oder Nigeria. Versorgungskrisen kann man daher nicht ausschließen. Darüber hinaus ist Erdöl ein endlicher Rohstoff: Die bekannten Vorkommen gehen langsam zur Neige. Große neue Felder wurden in den vergangenen Jahren kaum entdeckt - und wenn, dann nur in schwierig zu erschließenden Gebieten wie der Arktis. Hinzu kommt die CO2-Problematik: Wenn Öl verbrannt wird, entsteht das Klimagas Kohlendioxid .
Erdgas
Plus: Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger - bei der Verbrennung entsteht weniger CO2 als bei Kohle oder Öl. Außerdem halten die Vorräte noch eine Weile: Die Reichweite der Gasvorkommen wird auf rund 60 Jahre geschätzt, bei Öl sind es nur 40 Jahre. Verfeinerte Fördertechniken machen zudem den Zugriff auf große neue Gas-Reservoirs möglich. Ein weiterer Vorteil: Gas kann einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Denn Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und runterfahren - diese Flexibilität hilft, die Schwankungen beim Windstrom auszugleichen.

Minus: Weltweit verfügen nur wenige Länder über Gasvorkommen. Entsprechend groß sind die Abhängigkeiten - Deutschland bezieht rund 40 Prozent seines Erdgases aus Russland. Problematisch ist außerdem die noch immer weit verbreitete Bindung an den Ölpreis: Je teurer Erdöl wird, desto teurer wird auch Gas. Stromkonzerne klagen bereits, dass sich Gaskraftwerke kaum mehr rentieren. Private Haushalte kennen dasselbe Problem beim Heizen - Gas ist kaum günstiger als Öl. Auch beim Autofahren stellt Erdgas keine Alternative dar: Der aktuelle Preisvorteil gegenüber Benzin und Diesel liegt nur an der steuerlichen Begünstigung.
Kohle
Plus: Kohle gibt es fast überall auf der Welt - einseitige Importabhängigkeiten wie beim Gas sind deshalb nicht zu befürchten. Auch Deutschland verfügt über nennenswerte Ressourcen: Braunkohle lässt sich ohne Subventionen fördern, für Steinkohle ist dies bei weiter steigenden Preisen zumindest denkbar. Außerdem reichen die Vorräte so lange wie bei keinem anderen fossilen Energieträger: Schätzungen gehen von rund 200 Jahren aus. Kohle eignet sich vor allem zur Stromerzeugung in der Grundlast - rund 50 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Kohlekraftwerken .

Minus: Kein Energieträger ist so klimaschädlich wie Kohle. Bei der Verbrennung entsteht rund doppelt so viel CO2 wie bei Gas. Problematisch könnte dies vor allem dann werden, wenn man bestehende Atomkraftwerke durch neue Kohlekraftwerke ersetzt - oder wenn Elektroautos künftig in großem Stil Kohlestrom tanken. Bedenklich sind außerdem die Arbeitsbedingungen, unter denen Kohle gefördert wird : Zu den größten Produzenten zählen China, Russland und Südafrika - Länder, in denen immer wieder Bergleute ums Leben kommen.
Atomenergie
Plus: Kernkraftwerke produzieren - wenn sie einmal gebaut sind - günstigen Strom. Der Rohstoff Uran wird nur in geringen Mengen verbraucht, so dass die laufenden Betriebskosten gering sind. Atomstrom kann in der Grundlast eingesetzt werden, also unabhängig von kurzfristigen Wetterschwankungen. In Frankreich wird Atomstrom auch zum Heizen verwendet, langfristig könnten so auch Elektroautos betrieben werden. Bei der Kernenergie wird kaum CO2 freigesetzt. Sie ist damit klimafreundlicher als Kohle oder Gas.

Minus: Der größte Nachteil der Atomenergie ist das Risiko eines GAUs. Selbst wenn man dafür eine geringe Wahrscheinlichkeit unterstellt - der Schaden wäre enorm. Die Katastrophe in Tschernobyl war nur ein Vorgeschmack dessen, was im dicht besiedelten Mitteleuropa passieren würde: Tausende Opfer, auf ewig verseuchte Landstriche, Vermögensverluste in zigfacher Milliardenhöhe. Hinzu kommt die ungelöste Frage der Endlagerung : Obwohl die Kernenergie seit rund 50 Jahren genutzt wird, gibt es bis heute keine dauerhafte Deponie für die verstrahlten Abfälle. Ob es überhaupt ein sicheres Endlager geben kann, ist umstritten: Der Atommüll strahlt zum Teil mehr als 100.000 Jahre lang - was in dieser Zeit alles passiert, kann niemand vorhersagen. In jüngster Zeit wird ein weiteres Problem immer häufiger diskutiert: Was geschieht, wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Kernkraftwerk verüben? Oder wenn sie in den Besitz von spaltbarem Material gelangen? Sicherheitsexperten haben auf diese Fragen keine abschließende Antwort.
Wasser
Plus: Die Wasserkraft ist sehr umweltfreundlich - mit geringem Eingriff in die Natur lässt sich günstig Energie gewinnen. Rund fünf Prozent des deutschen Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Außerdem lässt sich in Stauseen sehr gut Energie speichern: Bei einem Überangebot an Strom wird Wasser nach oben gepumpt. Bei Bedarf wird es dann abgelassen, um die Turbinen anzutreiben.

Minus: In Deutschland ist das Potential der Wasserkraft so gut wie ausgeschöpft. Fast jeder Fluss hat ein Kraftwerk, ebenso fast jeder See. Im Ausland wiederum ist die Wasserkraft zum Teil in Verruf geraten: Riesenprojekte wie der Jangtse-Staudamm in China zerstören die Natur in großem Stil.
Wind
Plus: Von allen erneuerbaren Energien ist die Windkraft in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Auch in Zukunft hat die Branche großes Wachstumspotential - vor allem offshore, also in Windparks auf dem Meer . Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnismäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz nur wenig mehr Förderung als der Preis für konventionellen Strom an der Energiebörse hoch ist. Zum Vergleich: Solarstrom wird weit höher vergütet.

Minus: Kritiker halten Windräder für eine Verschandelung der Landschaft. Außerdem weht der Wind sehr unzuverlässig: Bei einer starken Brise wird das deutsche Stromnetz überlastet, bei Flaute muss Strom aus dem Ausland hinzugekauft werden. Praktikable Speicher für Windenergie gibt es bisher nicht. Ein weiterer Nachteil: Starker Wind bläst vor allem in Norddeutschland, die großen Verbrauchszentren liegen aber im Süden und Westen. Um den Strom abzutransportieren, sind zahlreiche neue Leitungen nötig .
Sonne
Plus: Die Sonne ist nach menschlichen Maßstäben eine ewige Energiequelle , und sie scheint für jeden umsonst. Hätten alle Dächer Deutschlands eine Solaranlage, könnte so ein großer Teil des hiesigen Strombedarfs gedeckt werden - klimaschonend und unabhängig von Importen. Darüber hinaus lässt sich das Sonnenlicht auch zur Warmwasserbereitung nutzen: Mit Solarkollektoren kann man herkömmliche Heizungen ergänzen und so die Energiekosten drücken.

Minus: Die Sonne hat den gleichen Nachteil wie der Wind - ihre Energie lässt sich nicht zu jeder Uhrzeit nutzen. Das größte Problem ist jedoch der Preis: Solarstrom kostet viel mehr als konventioneller Strom. Und trotz milliardenschwerer Subventionen leistet Sonnenenergie bislang nur einen geringen Beitrag zur deutschen Stromversorgung: Schätzungen schwanken zwischen einem um zwei Prozent. Damit die Photovoltaik in Mitteleuropa wettbewerbsfähig wird, müsste es eine technische Revolution geben - oder die Preise für konventionelle Energie müssten dramatisch steigen.
Biomasse
Plus: Holz, Stroh, Mais - beim Verbrennen dieser Stoffe wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher der Atmosphäre entzogen haben. Biomasse lässt sich in vielen Bereichen einsetzen: zum Heizen (beispielsweise mit Holzpellets), zum Autofahren (mit Biodiesel oder Bioethanol ) oder zur Stromerzeugung (mit Biogas). Der große Vorteil: Biomasse ist gespeicherte Energie. Man kann also frei entscheiden, wann man sie nutzen möchte - anders als bei Wind- oder Solarkraft. Ein weiterer Pluspunkt: Energiepflanzen, die in Deutschland wachsen, reduzieren die Abhängigkeit von Importen.

Minus: In jüngster Zeit gerät die Bioenergie massiv in die Kritik. Denn die Pflanzen benötigen enorme Anbauflächen - und treten damit in direkte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Gerade bei Biotreibstoffen wird das zum Problem: Lässt es sich moralisch rechtfertigen, dass die Reichen Mais tanken - während die Armen hungern? Hinzu kommt ein gigantisches Mengenproblem: Wollte Deutschland seinen gesamten Benzin- und Dieselbedarf mit Biokraftstoffen decken, wäre dafür eine Fläche nötig, die größer ist als die gesamte Bundesrepublik. Das Gleiche gilt fürs Heizen: Sollten alle Bundesbürger auf Holzpellets umsteigen, würde der deutsche Wald dafür nicht reichen - erneut wären Energie-Importe nötig.
Erdwärme
Plus: Die Wärme im Erdinneren steht rund um die Uhr zur Verfügung. Sie lässt sich sowohl zum Heizen als auch zur Stromerzeugung nutzen. Gäbe es keine Probleme mit der Bohrtechnik, könnte die Geothermie den gesamten deutschen Energiebedarf decken.

Minus: In Deutschland muss man Hunderte oder gar Tausende Meter tief bohren, um ein ausreichendes Temperaturniveau zu erreichen. Die Kosten der Geothermie sind deshalb sehr hoch. Mancherorts gibt es außerdem Probleme mit dem Grundwasser. Andere Länder sind hier aus geologischen Gründen in einer besseren Position: Island zum Beispiel deckt seinen Energiebedarf zum Großteil mit der Wärme aus dem Erdinneren.

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