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Sinkender Bierkonsum Heineken spürt die Schuldenkrise

Biergläser beim Zuprosten: Mieser Sommer drückt BierkonsumZur Großansicht
dpa

Biergläser beim Zuprosten: Mieser Sommer drückt Bierkonsum

Miese Zahlen beim drittgrößten Bierbrauer der Welt: Heineken fürchtet im zweiten Halbjahr eine Stagnation seines Geschäfts. Neben dem miesen Sommer drückt auch die Schuldenkrise den Absatz.

Amsterdam - Konjunktursorgen und schlechtes Wetter haben den Durst auf Bier in Westeuropa und den USA zurückgehen lassen: Der niederländische Bierkonzern Heineken blieb mit einem bereinigten Gewinn von 694 Millionen Euro im ersten Halbjahr hinter den Markterwartungen zurück. Im zweiten Halbjahr rechnet das weltweit drittgrößte Brauhaus nur noch mit einer Stagnation.

Heineken erklärte das schwache Ergebnis mit "schlechten Wetterbedingungen in Kombination mit geringerem Verbrauchervertrauen in einigen Schlüsselmärkten". Heineken Chart zeigenist der größte europäische Brauer und leidet deshalb stark darunter, dass besonders die Bürger in den Euro-Schuldenstaaten seltener zum Bier greifen. Das Unternehmen ist Marktführer in Griechenlandund in Italien sowie die Nummer zwei in Irland, Portugal und Spanien.

"Der Absatz wird in Teilen Europas und den USA wegen der Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung, hoher Arbeitslosigkeit und geringem Verbrauchervertrauen schwierig bleiben", warnten die Niederländer. Die Heineken-Aktie brach daraufhin zeitweise um 16 Prozent auf 30,40 Euro ein - der tiefste Stand seit fast zwei Jahren.

Experten hatten dem Konzern 2011 eigentlich ein hohes einstelliges oder niedriges zweistelliges Gewinnplus zugetraut. "Die Ergebnisse im ersten Halbjahr sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben und im zweiten Halbjahr wird es noch schlimmer werden", sagte ein Analyst. Zuletzt hatten bereits Branchenprimus Anheuser-Busch InBev Chart zeigen und der dänische Rivale Carlsberg wegen schwachen Geschäften in den USA und Russland vor einem schwierigen zweiten Halbjahr gewarnt.

Große Hoffnungen setzt Heineken deswegen auf die boomenden Märkte in Südamerika, Asien und Afrika. Bislang konnten diese aber die schwache Entwicklung in Europa und den USA nicht ausgleichen. Auch der britische SABMiller-Konzern, der gerade für rund sieben Milliarden Euro den australischen Konkurrenten Foster's kaufen will, sieht in den Schwellenländern in den nächsten Jahren die größten Wachstumschancen.

dis/dab/Reuters

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