Skandinavische Fluglinie: SAS will sich mit Radikalkur retten

Fast 6000 Jobs weniger - die Fluglinie SAS will sich mit radikalem Personalabbau und dem Verkauf von Tochterunternehmen vor der Pleite retten. Konzernchef Gustafson spricht von der "letzten Chance" und verspricht selbst einen Gehaltsverzicht.

SAS-Flugzeuge: Konzernchef Gustafson spricht von der "letzten Chance" für die Fluglinie Zur Großansicht
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SAS-Flugzeuge: Konzernchef Gustafson spricht von der "letzten Chance" für die Fluglinie

Stockholm - Mit einer radikalen Sparkur will die Fluglinie SAS wieder profitabel werden. Insgesamt will das Unternehmen fast zwei Drittel seiner 9000 Stellen reduzieren. 800 Jobs sollen ganz gestrichen werden, 5000 durch den Verkauf von zwei Tochterunternehmen wegfallen. Außerdem werden die Gehälter des Kabinenpersonals voraussichtlich um 12 Prozent gekürzt. "Das ist wirklich die letzte Chance, wenn es in Zukunft eine SAS geben soll", sagte Konzernchef Rickard Gustafson am Montag. Gustafson selbst will auf 20 Prozent seines Gehalts verzichten.

Die Länder Dänemark, Schweden und Norwegen, alle Anteilseigner bei der Fluglinie, sollen das Unternehmen zudem mit einer Kreditlinie von 3,5 Milliarden Kronen (410 Millionen Euro) unterstützen. Die Staatsbeteiligungen bei der Fluglinie, ein Relikt aus der Zeit vor der Gründung von SAS, sind aber auch Teil des Problems: So mussten die Besatzungen der SAS-Flugzeuge bislang das Verhältnis der staatlichen Eigentümer widerspiegeln. "Heute würde man eine Fluggesellschaft anders aufbauen", sagte Branchenexperte Ole Kirchert Christensen vom Beratungsunternehmen TravelBroker.

Mit seinem Sparplan steht SAS unter den europäischen Fluglinien aber nicht allein: Viele Fluglinien kämpfen mit der Konkurrenz von Billiganbietern wie Ryanair Chart zeigen. Erst am vergangenen Freitag kündigte die spanische Fluglinie Iberia Chart zeigen an, ein Viertel ihres Personals abzubauen.

ade/Reuters

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