Techkonzern Snapchat-Update missglückt - Aktie stürzt ab

Die Neugestaltung der Foto-App Snapchat, die das schwächelnde Wachstum wieder ankurbeln sollte, hat versagt: Erneut hat der Konzern miese Zahlen vorgelegt.

Snapchat-Logos in der New Yorker Börse
AFP

Snapchat-Logos in der New Yorker Börse


Snap, die Betreiberfirma der beliebten Foto-App Snapchat, kann sich nicht aus seiner Krise befreien. Erneut hat das Unternehmen miese Quartalszahlen vorgelegt, trotz der Neugestaltung der App Snapchat. In den vergangenen drei Monaten kamen nur vier Millionen täglich aktive Nutzer hinzu. Analysten hatten eher mit sieben Millionen gerechnet.

Die Snap-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um mehr als 14 Prozent auf gut zwölf Dollar. Sie war im März 2017 noch für 17 Dollar auf die Börse gebracht worden. Snap konnte den Umsatz zwar im Jahresvergleich um 54 Prozent auf 230,67 Millionen Dollar steigern - aber Analysten hatten mehr erwartet. Mit einem Verlust von 385 Millionen Dollar steckt Snap weiter tief in den roten Zahlen.

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Snap-Chef Evan Spiegel machte für die Probleme die Umgestaltung verantwortlich. Denn für das umstrittene Update vom vergangenen November, das Snapchat eigentlich bedienerfreundlicher machen soll, gab es viel Kritik. "Entfernt das neue Snapchat-Update", heißt es in einer Onlinepetition mit mehr als 1,2 Millionen Unterzeichnern.

Die Umgestaltung der App sollte die oft unübersichtliche Snapchat-Bedienung vereinfachen - mit dem Ziel, neben dem Kernpublikum aus Teenagern auch etwas ältere Nutzer anzulocken. Außerdem wurden private Beiträge von Medieninhalten getrennt.

hej/dpa-AFX



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