Foto-App Snapchat verliert erstmals Nutzer

Die Zahl der Menschen, die täglich Snapchat nutzen, ist im vergangenen Quartal auf 188 Millionen gesunken. Die Betreiberfirma der Foto-App konnte allerdings den Umsatz deutlich steigern - Anleger zeigten sich erfreut.

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Die Foto-App Snapchat hat erstmals Nutzer verloren - dennoch kamen die Quartalsergebnisse an der Börse gut an. In den drei Monaten bis Ende Juni sank die Zahl der täglich aktiven Nutzer im Vergleich zum Vorquartal um zwei Prozent auf 188 Millionen, wie die Snapchat-Mutter Snap Chart zeigen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Der Umsatz stieg jedoch im Jahresvergleich um über 44 Prozent auf 262 Millionen Dollar und übertraf die Prognosen der Analysten damit klar. Zudem wurde der Quartalsverlust von 443 Millionen auf 353 Millionen Dollar verringert.

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Anleitung für Einsteiger: So funktioniert Snapchat

"Wir sind begeistert von den Fortschritten, die wir gemacht haben und optimistisch angesichts der Gelegenheiten, die vor uns liegen", sagte Snap-Chef Evan Spiegel. Auch bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, die Aktie legte nachbörslich in einer ersten Reaktion um mehr als acht Prozent zu und notierte zuletzt fünf Prozent fester.

Snapchat hatte mit Bildern, die nach dem Ansehen von allein wieder verschwinden, vor allem bei jüngeren Nutzern große Popularität gewonnen. Später wurde das Angebot etwa mit Fotofiltern, Medieninhalten und einer Kamera-Sonnenbrille ausgebaut.

aar/dpa



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j.vantast 08.08.2018
1. Schon erstaunlich
Die Betreiber von "sozialen" Netzwerken und Apps sind schon unglaublich. Mittlerweile sind die Leute satt davon, dennoch steigen die Aktien. Es ist immer wieder erstaunlich wie man aus Sch**** Geld machen kann. Aber vielleicht erkennt die Welt irgendwann dass es Blödsinn ist so viel Geld für Werbung auszugeben. Die Werbeetats der grossen Konzerne scheinen unendlich, aber vielleicht erkennt mal jemand dass das dem Kunden zur Verfügung stehende Geld nicht unendlich ist. Werbung im TV, Werbung auf jeder Webseite, Werbung per Briefpost oder per e-Mail, Werbung in und auf öffentlichen Verkehrsmitteln, Werbung auf Werbetafeln....., was für eine Verschwendung von Ressourcen.
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