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Solar-Millennium-Streit: Utz Claassen will Millionenabfindung stiften

Utz Claassen sorgt im Streit ums Geld mit Solar Millennium für eine Überraschung: Der Ex-Manager des Energieunternehmens will eine Stiftung gründen - allerdings nur, wenn er die Millionenabfindung seines ehemaligen Arbeitgebers bekommt.

Ex-Manager Claassen: Förderung der Solarenergie Zur Großansicht
ddp

Ex-Manager Claassen: Förderung der Solarenergie

Hannover - Utz Claassen kann gute Nachrichten gebrauchen - nun sorgt er selbst dafür: Der kurzzeitige Vorstandschef von Solar Millennium Chart zeigen will Erträge aus seinem Rechtsstreit mit der Aktiengesellschaft in eine Energiestiftung einbringen. Falls die Klage gegen Solar Millennium auf Zahlung von 7,12 Millionen Euro erfolgreich sei, werde Claassen mit diesen Mitteln "eine Stiftung zur Förderung der Solarenergie gründen", sagte dessen Anwalt am Montag in Hannover. Ob es dabei um die gesamte Summe geht, blieb unklar.

Claassen hatte Anfang 2010 für nur 74 Tage als Vorstandsvorsitzender bei Solar Millennium neun Millionen Euro erhalten. Er verklagte das Unternehmen zudem auf gut sieben Millionen Euro Abfindung. Ein Gutachten bestätige, dass Claassens Kündigung bei der AG "berechtigt, begründet und rechtmäßig" gewesen sei, erklärte der Anwalt weiter.

Das Erlanger Unternehmen hatte erst kürzlich angekündigt, Claassen auf rund neun Millionen Euro verklagen zu wollen und dies damit begründet, dass eine außergerichtliche Einigung immer unwahrscheinlicher erscheine. Das Unternehmen wirft Claassen vor, nur 15 ganze Tage im Büro gewesen zu sein. Der Ex-Manager weist die Vorwürfe zurück.

Betrugsvorwürfe gegen Firmengründer

Das Unternehmen selbst kämpft derzeit mit großen Schwierigkeiten. Nach dem Verdacht des Insiderhandels wird der Firmengründer und Aufsichtsrat des Kraftwerksentwicklers inzwischen auch des Betrugs beschuldigt. Hannes Kuhn und zwei weitere Personen sind nach Angaben der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wegen Betrugs im besonders schweren Fall angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, Kapitalanleger zwischen 2002 und 2006 mit geschönten Bilanzen der inzwischen insolventen DM Beteiligungen AG geworben zu haben.

Es seien Inhaberschuldverschreibungen über 143 Millionen Euro von rund 9000 Anlegern gezeichnet worden, hatte eine Richterin Anfang vergangener Woche erklärt. Bei der Insolvenz im Jahr 2006 hätten 90 Millionen Euro gefehlt. Die Kammer des Düsseldorfer Landgerichtes werde nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Verfahrens entscheiden.

yes/dapd

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insgesamt 3 Beiträge
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1. So kennen und lieben wir sie,
L.Archer 29.08.2011
die "Elite": Profit machen ohne erkennbare Gegenleistung und dann den großzügigen Onkel spielen. Mit anderer Leute Geld, natürlich. B.t.w.: das Außenministerium wird wohl demnächst vakant. Das wär doch was für U.C., FDP -Parteibuch genügt. Sach- und Fachkenntnisse sind (eher) unerwünscht. Selbstbewußtsein, oder was der Betreffende dafür hält, sind mehr als ausreichend. Greifen Sie zu.
2. Nebelkerze
citizen_kane 29.08.2011
Zitat von sysopUtz Claassen sorgt im Streit ums Geld mit Solar Millennium für eine Überraschung: Der Ex-Manager des Energieunternehmens will eine Stiftung gründen -*allerdings nur, wenn*er die Millionenabfindung seines Ex-Arbeitgebers*bekommt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,783072,00.html
Wobei es juristisch natürlich vollkommen egal ist, wofür(!) er das Geld dann verwenden würde. Der Verwednungszweck kann ja keinen Einfluß darauf haben, ob ihm das Geld zusteht oder nicht.
3. .
PeteLustig, 30.08.2011
Zitat von sysopUtz Claassen sorgt im Streit ums Geld mit Solar Millennium für eine Überraschung: Der Ex-Manager des Energieunternehmens will eine Stiftung gründen -*allerdings nur, wenn*er die Millionenabfindung seines Ex-Arbeitgebers*bekommt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,783072,00.html
Unabhängig vom unsympathischen Wunderkind: Wie betrunken müssen die Aufsichtsräte gewesen sein, als sie einen solch irren Arbeitsvertrag absegneten? PS: Das zuständige Finanzamt schaut sich das angedrohte "gemeinnützige" Stiftungsprojekt hoffentlich ernsthafter und kompetenter an
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