Solarfirma Anleger feiern Sunways-Deal mit Chinesen

Die geplante Übernahme der Solarfirma Sunways durch einen Konkurrenten aus China kommt an der Börse gut an. Die Aktie des Unternehmens legte zeitweise knapp 27 Prozent zu, auch deutsche Konkurrenten profitieren von dem Deal.


Frankfurt am Main - Die geplante Übernahme durch den chinesischen Konkurrenten LDK Solar sorgt für ein kräftiges Plus der Sunways-Aktie Chart zeigen. Die Papiere der Solarfirma legten zeitweise knapp 27 Prozent auf 1,95 Euro zu. Das wäre einer der größten Tagesgewinne in der Geschichte von Sunways. "Obwohl die Aussichten für die deutsche Solarbranche nach den Insolvenzen von Solon und Solar Millennium trübe sind, nährt dieser Deal einige Hoffnungen", sagte Analyst Sebastian Zank von Silvia Quandt Research.

Sunways hatte am Wochenende eine Kapitalerhöhung angekündigt, die ausschließlich von LDK gezeichnet werden kann. Nach Abschluss dieser Transaktion werde die chinesische Firma ein Drittel der Anteile an Sunways halten. Darüber hinaus sei für Ende Januar ein Übernahmeangebot für die übrigen Eigner von Sunways geplant.

Chinesische Hersteller interessierten sich vor allem für einen Zugang zum deutschen Markt, sagte Zank. Außerdem seien wegen der hohen Transportkosten nach Europa Fertigungsanlagen vor Ort von Vorteil. Der Analyst rechnet jedoch nicht mit einer groß angelegten Shopping-Tour chinesischer Firmen, sondern eher mit kleineren gezielten Zukäufen.

Grundsätzlich seien die Zukunftsaussichten für deutsche Solarfirmen sehr unterschiedlich, betonte Zank. Gut aus sehe es für Unternehmen mit prall gefüllten Auftragsbüchern wie Solarhybrid oder für Firmen mit guten Produkten und Kundenzugang wie Solarworld oder Centrosolar.

Angesichts des Sunways-Deals legten auch die im Technologie-Index TecDax gelisteten Aktien von Q-Cells und Solarworld Chart zeigen zu. Sie lagen zeitweise um 4,3 beziehungsweise 1,7 Prozent im Plus. Solarhybrid gewannen ein Prozent und Centrosolar schossen um elf Prozent in die Höhe. Die Titel der beiden insolventen Firmen Solon Chart zeigen und Solar Millennium Chart zeigen gewannen jeweils über fünf Prozent.

cte/Reuters

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karlgutknecht 02.01.2012
1. Chroniken einer Bananenrepublik.
Zitat von sysopDie geplante Übernahme der Solarfirma Sunways durch einen Konkurrenten aus China kommt an der Börse gut an. Die Aktie des Unternehmens legte zeitweise knapp 27 Prozent zu, auch deutsche Konkurrenten profitieren von dem Deal. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,806652,00.html
Die Bundesregierung sollte endlich die unsinnigen und horrenden indirekten Subventionen für die Solarbranche kappen, dann werden wir einmal sehen welches Unternehmen wirklich ein belastungsfähiges Geschäftsmodell hat. Wenn heute jemand ein Unternehmen gründen möchte, Kapital benötigt und als Geschäftsmodell dem potentiellen Geldgeber lediglich auf Subventionen verweisen kann, wird sie/er kläglich scheitern. Die Bundesregierung allerdings puscht seit Jahren eine Branche deren Konzept mehr als fraglich ist, ein geringer Wirkungsgrad und im Durchschnitt ca. 870 Sonnenstunden in der Bundesrepublik im Jahr, sind für den PV-Strom ein Armutszeugnis. Lediglich zwischen 2-3 % im Durchschnitt trägt der PV-Strom zur gesamten Energieerzeugung in der Bundesrepublik bei, verschlingt aber den Löwenanteil der Subventionen. Über 100 Milliarden Euro an Einspeisegebühren sind bereits aufgelaufen, die überwiegend von den privaten Verbrauchern zu stemmen sind, ausgenommen davon sind die Kosten für den dringenden Umbau der kommunalen Netze, für den noch einmal 20-30 Milliarden Euro anzusetzen sind. Selbst der die Bundesregierung beratenden Sachverständigenrat – übrigens kein Feind der EE -, drängt die Bundesregierung seit Jahren auf die Deckelung der ins unermessliche ausufernden Kosten für den PV-Strom. Wenn die Vergangenheit uns einst gelehrt hat, dann das ein ausschließlich sich auf Subventionen stützender Industriezweig früher oder später zum Untergang verurteilt ist. Leider zieht die Bundesregierung trotz dieser allgemein bekannten und unbestrittenen Sachverhalte nicht endlich die Notbremse. Unsere deutschen Laienpolitiker lassen sich gerne von den Zuwendungen und Versprechungen der Solarbranche immer wieder täuschen und tragen die Schuld an den größten Transfer von Vermögen von „unten“ nach „oben“, nach dem zweiten Weltkrieg. Der gutsituierte Landadel, Bauern und Hausbesitzer, bedienen sich gepuscht durch eine von gefährlichen Halbwissen gekennzeichnete Energiepolitik der Bundesregierung schamlos, an den Aufwendungen der privaten Mieter, die über ihre Stromrechnung die Rendite der Anlageneigner zu zahlen haben. Windenergie und Gebäudeeffizienz werden seitens der Bundesregierung immer wieder gepredigt, aber leider wird immer noch vor allem ein ineffizientes Energiekonzept wie die PV-Solarenergie mit horrenden Mitteln gefördert. Gerade im Hinblick auf die Affäre „Wulf“, darf man sich fragen, wieso dies so ist und die Bundesregierung allen voran der sehr „kompetente“ Herr Röttgen an diesem Konzept festhalten!
vermeervandelft 02.01.2012
2.
Zitat von sysopDie geplante Übernahme der Solarfirma Sunways durch einen Konkurrenten aus China kommt an der Börse gut an. Die Aktie des Unternehmens legte zeitweise knapp 27 Prozent zu, auch deutsche Konkurrenten profitieren von dem Deal. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,806652,00.html
Was soll das denn? LDK bietet den Anlegern an, die Aktien zu 1,90 abzukaufen, also ist die Aktie dies wert, und der Kurs steht in diesem Moment sogar *darunter". Das sagt alles: Da wird nix gefeiert - der 200-Tage-Durchschnitt (!) des Kurses liegt bei 3 Euro, die Anleger die zu solchen Kursen gekauft haben, bluten jetzt, weil es höher nicht mehr gehen wird, denn LDK hat Sunways mit seinen Forderungen aus langfristigen Verträgen völlig in der Hand. Verleiten Sie mit so Kommentaren bitte niemanden zum aufspringen und kaufen! Das ist wieder Börsenberichterstattung von der ganz grauenhaften, inkompetenten Sorte. Sind in der Wirtschaftsredaktion alle Fachleute grad in Urlaub ? Übrigens auch noch: Die im Artikel erwähnte Insolvenz von Solar Millennium hat *nix* aber auch gar nix mit den anderen Photovoltaik-Konzernen zu tun, das war ein Solarthermie-Kraftwerksprojektierer, ist ne ganz andere Branche! Man, man, man.
ortilius 02.01.2012
3. indirekte Subventionen
Zitat von karlgutknechtDie Bundesregierung sollte endlich die unsinnigen und horrenden indirekten Subventionen für die Solarbranche kappen, dann werden wir einmal sehen welches Unternehmen wirklich ein belastungsfähiges Geschäftsmodell hat. Wenn heute jemand ein Unternehmen gründen möchte, Kapital benötigt und als Geschäftsmodell dem potentiellen Geldgeber lediglich auf Subventionen verweisen kann, wird sie/er kläglich scheitern. Die Bundesregierung allerdings puscht seit Jahren eine Branche deren Konzept mehr als fraglich ist, ein geringer Wirkungsgrad und im Durchschnitt ca. 870 Sonnenstunden in der Bundesrepublik im Jahr, sind für den PV-Strom ein Armutszeugnis. Lediglich zwischen 2-3 % im Durchschnitt trägt der PV-Strom zur gesamten Energieerzeugung in der Bundesrepublik bei, verschlingt aber den Löwenanteil der Subventionen. Über 100 Milliarden Euro an Einspeisegebühren sind bereits aufgelaufen, die überwiegend von den privaten Verbrauchern zu stemmen sind, ausgenommen davon sind die Kosten für den dringenden Umbau der kommunalen Netze, für den noch einmal 20-30 Milliarden Euro anzusetzen sind. Selbst der die Bundesregierung beratenden Sachverständigenrat – übrigens kein Feind der EE -, drängt die Bundesregierung seit Jahren auf die Deckelung der ins unermessliche ausufernden Kosten für den PV-Strom. Wenn die Vergangenheit uns einst gelehrt hat, dann das ein ausschließlich sich auf Subventionen stützender Industriezweig früher oder später zum Untergang verurteilt ist. Leider zieht die Bundesregierung trotz dieser allgemein bekannten und unbestrittenen Sachverhalte nicht endlich die Notbremse. Unsere deutschen Laienpolitiker lassen sich gerne von den Zuwendungen und Versprechungen der Solarbranche immer wieder täuschen und tragen die Schuld an den größten Transfer von Vermögen von „unten“ nach „oben“, nach dem zweiten Weltkrieg. Der gutsituierte Landadel, Bauern und Hausbesitzer, bedienen sich gepuscht durch eine von gefährlichen Halbwissen gekennzeichnete Energiepolitik der Bundesregierung schamlos, an den Aufwendungen der privaten Mieter, die über ihre Stromrechnung die Rendite der Anlageneigner zu zahlen haben. Windenergie und Gebäudeeffizienz werden seitens der Bundesregierung immer wieder gepredigt, aber leider wird immer noch vor allem ein ineffizientes Energiekonzept wie die PV-Solarenergie mit horrenden Mitteln gefördert. Gerade im Hinblick auf die Affäre „Wulf“, darf man sich fragen, wieso dies so ist und die Bundesregierung allen voran der sehr „kompetente“ Herr Röttgen an diesem Konzept festhalten!
Man kann nur hoffen das dies dann für alle Energieträger, insbesondere die Atomenergie gilt, denn hier hat der Steuerzahler ( indirekt ) in den letzten 30 Jahren rund 300 Milliarden Euro an Geldern aufgewendet. Die Sanierung der Asse wird ebenfalls der Steuerzahler tragen da der Betreiber inzwischen der Bund ist und die Energiekonzerne werden ihre Gewinne weiterhin an die Aktionäre als Dividende ausschütten, hier ist also nichts zu holen. Auch für den Fall eines Reaktorunglücks werden die Bürger wie in Japan alle Konsequenzen tragen da die Kraftwerke nicht versichert sind und dies aufgrund des immensen Schadenpotentials auch nicht möglich ist. Am besten sollte wir also jedwede Form von Subventionen stoppen und dann noch einmal vergleichen...
bertburk 02.01.2012
4.
Zitat von ortiliusMan kann nur hoffen das dies dann für alle Energieträger, insbesondere die Atomenergie gilt, denn hier hat der Steuerzahler ( indirekt ) in den letzten 30 Jahren rund 300 Milliarden Euro an Geldern aufgewendet. Die Sanierung der Asse wird ebenfalls der Steuerzahler tragen da der Betreiber inzwischen der Bund ist und die Energiekonzerne werden ihre Gewinne weiterhin an die Aktionäre als Dividende ausschütten, hier ist also nichts zu holen. Auch für den Fall eines Reaktorunglücks werden die Bürger wie in Japan alle Konsequenzen tragen da die Kraftwerke nicht versichert sind und dies aufgrund des immensen Schadenpotentials auch nicht möglich ist. Am besten sollte wir also jedwede Form von Subventionen stoppen und dann noch einmal vergleichen...
Na dann ran an den Speck bei der Photovoltaikförderung, insbesondere bei der Atomenergie ist ja keine Subvention mehr zu kürzen; alles kalter Kaffe...... Im Hier und Jetzt muss man schon arge geistige Purzelbäume schlagen um irgendwelche Bezuschussung für Atomstrom zu konstruieren.
dlmaj 02.01.2012
5. Einverstanden!
Zitat von ortiliusMan kann nur hoffen das dies dann für alle Energieträger, insbesondere die Atomenergie gilt, denn hier hat der Steuerzahler ( indirekt ) in den letzten 30 Jahren rund 300 Milliarden Euro an Geldern aufgewendet. Die Sanierung der Asse wird ebenfalls der Steuerzahler tragen da der Betreiber inzwischen der Bund ist und die Energiekonzerne werden ihre Gewinne weiterhin an die Aktionäre als Dividende ausschütten, hier ist also nichts zu holen. Auch für den Fall eines Reaktorunglücks werden die Bürger wie in Japan alle Konsequenzen tragen da die Kraftwerke nicht versichert sind und dies aufgrund des immensen Schadenpotentials auch nicht möglich ist. Am besten sollte wir also jedwede Form von Subventionen stoppen und dann noch einmal vergleichen...
Und wenn wir dann auch noch den CO2-Schwindel beenden würden, hätten wir endlich wieder einen ideologiefreien Energie- und Strommix, der sich nur an technischen und wirtschaftlichen Tatsachen und an notwendigen Umweltschutzvorgaben orientieren würde.
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