Zweite Insolvenz nach 2017 Asbecks Solarworld ist schon wieder pleite

Und wieder kommt der Insolvenzverwalter: Nachdem Solarworld-Gründer Frank Asbeck seine Firma schon einmal an den Abgrund geführt hatte, versuchte er 2017 einen Neustart - und ist nun wieder pleite.

DPA

Nicht einmal ein Jahr nach der letzten Pleite hat Solarworld erneut Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter für das einstige Vorzeigeunternehmen der deutschen Solarindustrie sei Christoph Niering bestellt worden, teilte das Amtsgericht Bonn mit.

Solarworld hatte nach sechs Verlustjahren bereits im Mai 2017 Insolvenz angemeldet. Im August versuchte Firmenchef und Gründer Frank Asbeck dann einen Neustart mit dem Bonner Solartechnik-Unternehmen, es hieß fortan Solarworld Industries GmbH. Der ehemalige Milliardär übernahm zusammen mit finanzkräftigen Partnern zwei Fabriken der insolventen Solarworld AG in Sachsen und Thüringen. 475 der zuletzt 1800 Arbeitsplätze sollten damit gerettet werden.

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Solarworld: Aufstieg und Fall des Frank Asbeck

Das Unternehmen hat seit Jahren Probleme. 2013 stand das Unternehmen schon einmal am Rand des Abgrunds. Asbeck überzeugte damals Geldgeber aus Katar, die Firma mit neuem Kapital über Wasser zu halten. Damals wie heute macht Asbecks Firma andere für die Misere verantwortlich. Die Preise am Markt seien weiter gesunken, und die EU-Kommission habe Schutzzölle gegen chinesische Billigimporte auslaufen lassen.

beb/dpa/Reuters

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tutnet 28.03.2018
1. Ging schneller als ich dachte
Ich hatte die Pleite erst im Herbst erwartet. Ob es jetzt einen neuen Versuch gibt? Aller (guten) Dinge sind drei.
fat_bob_ger 28.03.2018
2. Solarworld, ein Beispiel für die neuen Industrien, die
die Grünen bei uns mit gigantischen Subventionen etablieren wollten. Mit diesen Geldern hat man nur den Chinesen neue Märkte in D verschafft und einigen Eigenheimbesitzern ein risikoloses Grundeinkommen auf Kosten der Stromkunden. Auch die Stromnetzbetreiber dürfen sich über den permanenten Mittelzufluss freuen.
genugistgenug 28.03.2018
3. Pleite oder NUR Pleite?
Die Frage ist: Woher kam die Kohle und wie viel wurde als "Gehalt, usw." abgeschöpft? Oder haben die alle für "umsonst" gearbeitet? Sicher nicht! So kassiert man auch bei einer absehbaren Pleite noch ab. PS Wäre interessant zu wissen, wer die neue Firma beliefert hat und wie viele Rechnungen offen sind - denn "nur gegen bar" wurde vermutlich nicht gemacht.
sotomajor 28.03.2018
4. Förderung
Die "verteuerbaren Energien" und ihre Lobbyistenförderung, sie muss jeder Haushalt bezahlen. Strom ist in Deutschland schon so teuer wie in keinem anderen Land. Dieser Wahnsinn hat Namen in der Politik!
dwg 28.03.2018
5. Nicht ganz richtig...
Herr Asbeck ist mitnichten pleite. Lediglich eine Firma, an der er Anteile hält ist pleite.
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