Stellenabbau Sonos macht sich hübsch für den Börsengang

Vor dem Börsengang im Sommer will Sonos 96 der insgesamt 1500 Stellen abbauen. Bereits vor einigen Jahren hatte der Lautsprecher-Anbieter Jobs gestrichen: Grund war die Ausrichtung auf sprachgesteuerte Assistenten.

Eine Connect-Box von Sonos ist auf der IFA
DPA

Eine Connect-Box von Sonos ist auf der IFA


Der Anbieter vernetzter Lautsprecher Sonos will vor dem für Sommer erwarteten Börsengang seine Kosten durch einen Stellenabbau drücken. Quer durch verschiedene Bereiche sollen 96 der insgesamt rund 1500 Stellen gestrichen werden, wie das Unternehmen dem Finanzdienst Bloomberg bestätigte.

Sonos hatte laut Medienberichten von April einen zunächst vertraulichen Antrag auf einen Börsengang eingereicht, bei dem das Unternehmen mit 2,5 bis 3 Milliarden Dollar bewertet werden solle.

Sonos ist nach Angaben von Firmenchef Patrick Spence im Wachstum und profitabel. Das Unternehmen hatte bereits eine Stellenabbau-Runde durchgeführt, als das Geschäft vor ein paar Jahren stärker auf Lautsprecher mit Mikrofonen und digitalen Assistenten wie Amazons Alexa und Google Assistant ausgerichtet wurde.

Trend verschlafen

Sonos, gegründet 2002, ist ein Vorreiter bei vernetzten Lautsprechern, mit denen man Musik in verschiedenen Räumen eines Haushalts abspielen kann. Die Firma erkannte aber recht spät den aktuellen Trend zu sprachgesteuerten Assistenten. Dieser neue Markt wird von Amazons Echo-Lautsprechern mit Alexa beherrscht, während Google und Apple auf Aufholjagd sind.

Sonos reagierte und ließ als ersten Schritt die Musikwiedergabe auf seinen Lautsprechern per Sprache über Amazon Echo steuern. Inzwischen gibt es auch den Lautsprecher Sonos One, der direkt den Amazon-Sprachdienst Alexa an Bord hat. In diesem Jahr sollen die Geräte auch mit der Konkurrenzsoftware Google Assistant und Siri von Apple nutzbar werden.

Sonos holte sich nach Informationen des "Wall Street Journal" bisher 110 Millionen Dollar von Investoren. Im vergangenen Jahr wollte die Firma die Milliarden-Marke beim Umsatz knacken.

cop/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.