Tokio - Der japanische Elektronikkonzern Sony will sich von einem seiner wichtigsten Firmengebäude mitten in Tokio trennen. Mehrere mit den Plänen vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, das Hochhaus könnte Sony bis zu 100 Milliarden Yen (rund 868 Millionen Euro) in die Kassen spülen. Auch die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete über den geplanten Verkauf.
Das Gebäude mit dem Namen Sony City Osaki war erst vor weniger als zwei Jahren fertiggestellt worden. Der Büroturm mit 27 Stockwerken dient als Sitz der Sony-Fernsehabteilung, wo derzeit insgesamt 5000 Beschäftigte des Unternehmens arbeiten. Mit dem Verkauf des Gebäudes sollen nun die Finanzen aufgebessert werden. Vorgesehen sei, das Haus nach dem Verkauf vom Eigentümer zu mieten.
Sony ist zuletzt schwer unter Druck geraten. Im Geschäftsjahr 2011/2012, das im vergangenen März abgelaufen war, hatte das Unternehmen einen Verlust von fast fünf Milliarden Euro gemacht. 10.000 Stellen sollen wegfallen. Dennoch will Sony expandieren. Der Konzern möchte sich laut "Nikkei" als Großaktionär beim Kamerahersteller Olympus einkaufen und will dafür 50 Milliarden Yen (440 Millionen Euro) ausgeben.
Sony ist nicht der einzige Weltkonzern, der wichtige Gebäude aus Geldmangel verkaufen muss. Zuletzt hatte der kränkelnde Handy-Hersteller Nokia seine Konzernzentrale im finnischen Espoo für 170 Millionen Euro losgeschlagen.
stk/Reuters/AFP
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