Hedgefonds-Manager Soros soll sich wegen Insiderhandel verantworten müssen

George Soros gerät offenbar ins Visier der US-Börsenaufsicht. Laut "New York Post" soll der New Yorker Hedgefonds-Manager Bill Ackman seinen legendären Konkurrenten angeschwärzt haben. Dieser habe gegen Insiderhandel-Gesetze verstoßen.

Starinvestor Soros: Vorwürfe gegen Mitarbeiter seines Hedgefonds
REUTERS

Starinvestor Soros: Vorwürfe gegen Mitarbeiter seines Hedgefonds


New York - Dem US-Investor George Soros könnte Ärger mit der Börsenaufsicht SEC drohen. Einem Bericht der "New York Post" zufolge hat Konkurrent Bill Ackman eine Beschwerde gegen den 82-jährigen Soros eingereicht. Ein Fondsmanager von Soros soll den legendären Ruf des Investors auf illegale Weise benutzt haben.

Hintergrund des Streits ist der Einstieg von Soros beim US-Diätkonzern Herbalife. Nach Bekanntwerden von Soros' Engagement legte die Aktie des Konzerns neun Prozent zu. Das ist ein Problem für den Soros-Konkurrenten Bill Ackman. Der Hedgefonds-Manager hat im großen Stil auf den Untergang von Herbalife gewettet.

"Das ist das am besten gemanagte Schneeballsystem der Weltgeschichte", sagt Ackman über Herbalife. Die Teilnehmer dieses Betrugstricks, wie ihn so ähnlich auch der berüchtigte Milliardenschwindler Bernie Madoff lange praktiziert hatte, verdienten ihr Geld mehr durchs Rekrutieren neuer Teilnehmer als durch den Verkauf der suspekten Produkte. Die Umsätze seien fiktiv, die Preise Wucher, die Bilanzen irreführend.

Ackmans Hedgefonds-Gruppe Pershing Square Capital tätigte enorme Leerverkäufe - mindestens 20 Millionen Herbalife-Aktien, so heißt es - und begann, so mehr als eine Milliarde Dollar auf einen Kollaps von Herbalife zu verwetten.

Laut "New York Post" soll Soros' Mitarbeiter zu Investoren gesagt haben: "George Soros hat der Bank of England das Genick gebrochen. Er kann auch das Genick von Ackman brechen."

cte



insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
prophet46 05.08.2013
1. Götterdämmerung
Zitat von sysopREUTERSGeorge Soros gerät offenbar ins Visier der US-Börsenaufsicht. Laut "New York Post" hat der New Yorker Hedgefonds-Manager Bill Ackman seinen legendären Konkurrenten angeschwärzt haben. Dieser habe gegen Insiderhandel-Gesetze verstoßen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/soros-soll-sich-wegen-insiderhandel-verantworten-muessen-a-914961.html
Sich als de großen Economie-Guru auszugeben, der Regierungen ungebetene Ratschläge erteilt und gleichzeitig verbotenerweise Insiderwissen nutzt, um sich zu bereichern, passt irgendwie nicht zusammen. Die Götter sind, wie so oft, doch auch nur Diebe.
betonklotz 05.08.2013
2. Köstlich
da hauen sich jetzt also die Börsenzocker gegenseitig in die Pfanne. Dabei hiess es doch immer: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Ich kann nur sagen: Weiter so! Dann macht ihr euch ausnahmsweise auch mal nützlich.
montaxx 05.08.2013
3. Mal
Mal was anderes über Herrn Soros.Ich hatte schon wieder befürchtet,dass ihm der "SPIEGEL" wieder redaktionellen Platz für seine - natürlich völlig uneigennützigen - Empfehlungen einräumt,was die Bundesregierung und die EU jetzt gefälligst zur Eurorettung zu tun haben.
sciing 05.08.2013
4. Insiderhandel
Falls jemand interessiert worauf sich der Vorwurf des Insiderhandels bezieht und man das englische Original nicht versteht. Die Manager der Soros Fond (nicht Soros!) haben angeblich anderen Fondsmanagern einen Tip gegeben, dass sie gerade jede Menge Aktien kaufen um die Wette von Ackman platzen zu lassen (short squeze), die dann natürlich mitmachen und das ganze zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Ackmann muss irgentwann die Aktien wieder kaufen, aber der Markt ist leergefegt. Der Preis explodiert und Ackmann muss zahlen! Warum steht das nicht im Artikel?
pirat007 05.08.2013
5. Mackie Messer aka Soros, der Menschheit größter neoliberaler Philosoph
Und der Haifisch, der hat Zähne Und die trägt er im Gesicht Und Macheath (Soros), der hat ein Messer Doch das Messer sieht man nicht. An ’nem schönen blauen Mittwoch (16.09.92) Liegt ein toter Mann am Strand Und ein Mensch geht um die Ecke Den man Mackie Messer nennt. Denn die einen sind im Dunkeln Und die andern sind im Licht. Und man siehet die im Lichte Die im Dunkeln sieht man nicht. 1988 erzielte Soros mit dem Kauf und Verkauf von Aktienpaketen der französischen Großbank Société Générale rund 2,2 Millionen US-Dollar Spekulationsgewinn. Die Transaktion erregte zunächst kein Aufsehen. 2006 wurde er von einem französischen Gericht in letzter Instanz für schuldig befunden, von vertraulichen Informationen profitiert zu haben, und wegen Insiderhandels zu einer Geldstrafe in Höhe seines mutmaßlichen Gewinns verurteilt. Seine im Dezember 2006 eingereichte Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte scheiterte, da der Gerichtshof im Oktober 2011 das Urteil des französischen Gerichts bestätigte. (Auszug Wikipedia "George Soros). Mit nunmehr 83 Jahren geriert sich Soros als ein Philosoph, der der Menschheit Ratschläge aller Art gibt. Mit Verlaub, das wäre so, also ob Joseph Goebbels, falls er denn nun noch leben würde, Kurse in "Analyse des Antisemitismus" geben würde.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.