Spanische Fluggesellschaft: Iberia streicht jeden vierten Job

Mit einem radikalen Jobabbau will sich die spanische Fluggesellschaft Iberia sanieren. Das Unternehmen streicht 4500 von 20.000 Stellen und setzt dabei die Gewerkschaft unter Druck. Zudem wird die Flotte verkleinert, auch unrentable Verbindungen fallen weg.

Maschinen von Iberia auf dem Madrider Flughafen: Radikales Sparprogramm Zur Großansicht
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Maschinen von Iberia auf dem Madrider Flughafen: Radikales Sparprogramm

Madrid - Die Fluggesellschaft Iberia Chart zeigen will fast ein Viertel ihrer Arbeitsplätze abbauen und geht dabei rabiat vor. Im Rahmen eines Sanierungsplans sollen bis Ende kommenden Jahres 4500 von 20.000 Stellen wegfallen, teilte das spanische Unternehmen mit. Der Konzern kündigte zudem Lohnkürzungen an und setzte den Gewerkschaften eine Frist bis Ende Januar, um eine Einigung über Stellenstreichungen zu erzielen.

Sollten die Gewerkschaften dem Sparplan nicht zustimmen, dann seien "noch härtere Einschnitte" nötig, um das Fortbestehen der Airline zu gewährleisten, sagte Unternehmenschef Rafael Sánchez-Lozano. Um 15.500 Stellen zu retten, müssten 4500 wegfallen. "Iberia kämpft ums Überleben", sagte Sánchez-Lozano. Das Unternehmen "verbrennt täglich 1,7 Millionen Euro".

Die Iberia-Flotte werde zudem um 25 Maschinen verkleinert, teilte der Mutterkonzern International Airlines Group (IAG) mit. Angesichts der hohen Verluste werde die Gesellschaft auch Routen streichen und sich auf rentable Strecken konzentrieren. Iberia macht den Angaben zufolge jeden Tag einen Verlust von 1,7 Millionen Euro.

Der IAG-Konzern, zu dem auch British Airways Chart zeigen gehört, hat mit gestiegenen Treibstoffkosten und der schweren Krise in Spanien zu kämpfen. IAG hat für die ersten neun Monate dieses Jahres einen Verlust von 39 Millionen Euro bekanntgegeben. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn von 338 Millionen Euro erzielt.

mmq/Reuters/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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1. Selbst Schuld
spon-facebook-10000200253 09.11.2012
Wer selbst auf Flügen vom Festland nach Teneriffa keinen kostenlosen Service anbietet und die Sitzabstände für ein 190er Menschen die reinste Zumutung sind - vom Kniescheibenzertrümmerungsrisiko bei der Suche nach Platz im Gangbereich ganz abgesehen - braucht sich nicht zu wundern. Und wer über Madrid fliegt, muss beten, dass das Gepäck auch mit im Flieger ist. Da geht es ja bei der Lufthansa noch richtig luxuriös zu.
2. So schnell kann es gehen...
jan1905 09.11.2012
Zitat von sysopIAG hat für die ersten neun Monate dieses Jahres einen Verlust von 39 Millionen Euro bekanntgegeben. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn von 338 Millionen Euro erzielt.
Da macht man voriges Jahr noch fast das 10 fache an Gewinn, aber sobald der mal nicht mehr da muss sofort radikal beim Personal gekürzt werden! Schei... Kapitalismus!
3. Wieder so eine wichtige Meldung ganz klein!
papayu 09.11.2012
Da wird ein Viertel der Nachrichtenseite einem 100 Euro Thema gewidmet, aber als unterste Nebensache ein Arbeitsplatzverlust von 4500 Stellen. Warum?? Ist die Herdpraemie wichtiger als 4500 arbeitslose Spanier?????
4. Iberia == unzuverlässig.
Sergeij 09.11.2012
Die Flugdaten von vor Monaten gekauften Flüge mit Umsteigen in Madrid werden kurzfristig so geändert, dass es zu einer Flugplanüberschneidung kommt, sodass die Tickets nicht mehr abfliegbar sind. Außer einer Rückerstattung des Ticketpreises kommt keinerlei Ersatzangebot. So etwas nenne ich Service am Kunden... cu/ Sergeij
5. IBERIA ist eine Zumutung
spon-1304932161446 09.11.2012
Ich kann "Selbst Schuld" nur zustimmen. So ein schlechter Service und dazu dieser Sitzabstand. So etwas habe ich noch bei keiner anderen Airline erlebt. Ich würde eher 150€ für einen Europa Flug mehr bezahlen, als nochmal mit einer IBERIA Konservenbüchse fliegen.
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