Sparmaßnahmen Deutsche Bank lädt Spitzenmanager ins Luxushotel Adlon

In den kommenden Jahren will die Deutsche Bank mit rigorosen Maßnahmen Milliarden sparen. Allerdings nicht beim Thema Komfort. Der ist Ehrensache. Deshalb logieren alle Spitzenmanager bei der Verkündung neuer Sparmaßnahmen im feinen Berliner Hotel Adlon.

Hotel Adlon in Berlin: Kulturwandel in der Luxus-Suite
dapd

Hotel Adlon in Berlin: Kulturwandel in der Luxus-Suite


Hamburg - Was haben die Neuen an der Spitze der Deutschen Bank nicht alles versprochen? Es ist erst ein paar Wochen her, da philosophierten Anshu Jain und Jürgen Fitschen von einem Kulturwandel, der die hässlichen Exzesse der Vergangenheit vergessen machen soll. Neue Bescheidenheit also? Ganz so ernst muss man das Versprechen der Chefs dann wohl doch nicht nehmen.

Wie der SPIEGEL berichtet, lud die Bank ihre Spitzenmanager von Montag bis Mittwoch dieser Woche nach Berlin ein. Ausgerechnet im feinen Hotel Adlon am Brandenburger Tor soll die globale Führungsriege auf ein radikales Sparprogramm eingeschworen werden. Die Bank - laut Einschätzung der Branchenaufseher eines der vier für das globale Finanzsystem gefährlichsten Institute - hat das Luxushotel für das dreitägige Treffen komplett gemietet.

Derzeit wird das Adlon von der Hotelkette Kempinski betrieben, die gerade den Pachtvertrag mit dem Adlon-Fonds der Fundus-Gruppe verlängert hat. Die regulären Zimmerpreise reichen von 320 bis zu 15.000 Euro pro Nacht.

Erst kürzlich hatten Jain und Fitschen ein drastisches Sparprogramm für die Deutsche Bank angekündigt. Bis 2015 wollen sie die jährlichen Kosten um 4,5 Milliarden Euro senken. Unter anderem müssen bis Ende des Jahres 2000 Mitarbeiter gehen.

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