Sparmaßnahmen: "New York Times" streicht 150 Stellen

Neuer Job-Kahlschlag im amerikanischen Zeitungssektor: Das Journalismus-Flagschiff "New York Times" hat den Abbau von weiteren 150 Stellen angekündigt - stark schrumpfen wird vor allem die Redaktion.

New York - Die traditionsreiche "New York Times", das Flaggschiff der US-Medien, streicht bis Ende des Jahres etwa hundert Redaktionsstellen. Das entspricht einem Abbau von acht Prozent des gesamten Nachrichtenpersonals. In einer Mitteilung an die Mitarbeiter bot das Blatt am Montag Abfindungen an. Sollten dadurch nicht genügend Stellen frei werden, seien auch Entlassungen nötig, erklärte Chefredakteur Bill Keller laut Internetausgabe der Zeitung.

Die "New York Times" hat wegen zurückgehender Anzeigeneinnahmen und sinkender Abonnentenzahlen schon im vergangenen Jahr zahlreiche Stellen gestrichen, allerdings vorwiegend im nicht-journalistischen Bereich. Zudem hatten die Mitarbeiter auf fünf Prozent ihres Lohns verzichtet, um einen weiteren Stellenabbau zu vermeiden.

Keller sagte, auch mit den neuen Sparmaßnahmen bleibe die Zeitung die Zeitung mit dem größten und ambitioniertesten Journalistenteam der USA, wenn nicht der Welt. Derzeit hat die "New York Times" eigenen Angaben zufolge rund 1.250 Mitarbeiter im journalistischen Bereich. Keine andere amerikanische Zeitung habe mehr als 750, hieß es.

ssu/dpa-AFX

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Forum - Printmedien am Ende?
insgesamt 30 Beiträge
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1.
Landegaard 14.11.2008
Zitat von sysopSichern Sie sich ein Exemplar, bevor es zu spät ist: Der Run auf die Wahlausgaben der großen US-Blätter war nur ein kurzes Aufbäumen. Amerikas Zeitungsbranche steckt in der Krise. Redaktionen werden radikal gekürzt, manche Blätter erscheinen bald nur noch im Internet. Stehen die Printmedien generell vor dem Aus?
Ich denke nicht. Es gibt nichts mobileres und augenfreundlicheres, als eine Zeitung. Da kann die Technik oder von ihr überzeugte Tester noch so sehr behaupten, die E-Books könnten da mithalten. Sie können es nicht und deswegen werden wir auch in Zukunft an den Stränden der Welt, in den Zügen der Welt und in Flugzeugen Papier lesen und rascheln. Wers nicht glaubt, dem empfehle ich dringt das Abenteuer, an einem sonnigen und windigen Strand ein E-Book zu lesen. Viel Spaß!
2.
takeo_ischi 14.11.2008
Zitat von sysopSichern Sie sich ein Exemplar, bevor es zu spät ist: Der Run auf die Wahlausgaben der großen US-Blätter war nur ein kurzes Aufbäumen. Amerikas Zeitungsbranche steckt in der Krise. Redaktionen werden radikal gekürzt, manche Blätter erscheinen bald nur noch im Internet. Stehen die Printmedien generell vor dem Aus?
Nein. Generell nicht. Qualität wird sich durchsetzen und überleben. Ich möchte auch nicht auf mein Lokalblatt oder den Spiegel in den Öffis verzichten. Das Benutzen vom Laptop ist umständlich und ungeschickt. Auch die schwachsinnigen Internetfunktionen meines Handys werden seit Jahren erfolgreich boykottiert.
3.
mime 14.11.2008
Zitat von LandegaardWers nicht glaubt, dem empfehle ich dringt das Abenteuer, an einem sonnigen und windigen Strand ein E-Book zu lesen. Viel Spaß!
Was geht da nicht? Sonne ist bei einem eBook-Reader absolut egal und dem WInd trotzt so ein Gerät mehr als jede Zeitung... ..schlechtes Beispiel!
4.
DJ Doena 14.11.2008
Tageszeitung habe ich faktisch nie gelesen (ich bin 30). Die Muße, mich morgens eine halbe Stunde eher aus dem Bett zu quälen, hatte ich nie. Heute lese ich beim Bürokaffee mal schnell über Spiegel-Online drüber und informiere mich so. Aber der Druckspiegel ist Montag abend Pflicht, auch weil er eben recherchierte Geschichten bringt, die (oftmals) nicht schon obsolet sind, wenn man den Artikel liest. Auch die c't lese ich 14tägig Sonntags in der Badewanne.
5.
Landegaard 14.11.2008
Zitat von mimeWas geht da nicht? Sonne ist bei einem eBook-Reader absolut egal
Ausser, dass man kaum nochwas lesen kann, ja. Dem Wind selbst schon, nicht dem damit transportiertem Sand.
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