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Sparplan: Britische Großbank Lloyds streicht 15.000 Stellen

Jede siebte Stelle fällt weg: Die Großbank Lloyds hat angekündigt, bis 2014 15.000 Arbeitsplätze abzubauen. Weltweit will das Institut künftig nur noch in halb so vielen Ländern aktiv sein. Bei den Mitarbeitern löste die Nachricht Aufregung und Verängstigung aus.

London - Die britische Großbank Lloyds streicht in den kommenden drei Jahren 15.000 Stellen. Das kündigte Vorstandschef Antonio Horta-Osorio an. Die meisten Jobs würden im mittleren Management und in den nachgelagerten Abteilungen wegfallen, weniger in den Filialen.

Obwohl die Zahlen bereits seit zwei Wochen in den Medien gehandelt werden, reagierte die Dienstleistungsgewerkschaft Unite geschockt. Die Pläne würden für "große Aufregung und Verängstigung" im Unternehmen sorgen, sagte Gewerkschaftsfunktionär David Fleming. Er wies darauf hin, dass Lloyds in den vergangenen beiden Jahren bereits 28.000 Stellen gestrichen hat. Lloyds beschäftigt derzeit noch rund 104.000 Menschen.

Horta-Osorio, seit März Chef von Lloyds, rechtfertigte die Maßnahmen. "Wir müssen das tun. Diese Bank hat Geld verloren und sie wird dieses Jahres nach Steuern wieder einen Verlust machen", sagte er. "Wir müssen diese Bank auf die Füße stellen, um die britische Wirtschaft zu stützen - und wir müssen dem Steuerzahler sein Geld zurückgegeben."

Der Lloyds-Chef will auch die internationale Präsenz des Bankhauses eindampfen. Bisher in 30 Ländern der Welt aktiv, soll Lloyds bis 2014 nur noch in halb so vielen Nationen tätig sein. Lloyds musste auch Rückstellungen in Höhe von 3,2 Milliarden Pfund bilden. Das Geld wird gebraucht, um Kunden entschädigen zu können, denen unter Angabe falscher Informationen Kreditausfallversicherungen verkauft worden waren. Allein wegen der Irland-Krise musste Lloyds im Jahr 2010 Wertberichtigungen in Höhe von 4,3 Milliarden Pfund vornehmen.

cte/dpa

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