Sparprogramm Bayer streicht 1700 Stellen in Deutschland

Der Pharmakonzern Bayer baut Stellen ab, insgesamt 4500 weltweit. In Deutschland sind 1700 Arbeitsplätze betroffen, betriebsbedingte Kündigungen werden aber zunächst ausgeschlossen.

Bayer-Werk in Leverkusen: "Abbau stets sozialverträglich"
DPA

Bayer-Werk in Leverkusen: "Abbau stets sozialverträglich"


Der neue Bayer-Chef Marijn Dekkers streicht Arbeitsplätze. Bis Ende 2012 sollen weltweit unter dem Strich 2000 der aktuell 108.700 Stellen wegfallen, wie das Unternehmen am Donnerstagabend ankündigte.

Einem Abbau von Arbeitsplätzen unter anderem in Deutschland stehe eine Schaffung neuer Stellen vor allem in Schwellenländern gegenüber. In Deutschland sind allerdings betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2012 ausgeschlossen. Der Stellenabbau werde vor allem über Fluktuationen und Aufhebungsverträge erfolgen, betonte Dekkers. "Bayer hat in der Vergangenheit notwendigen Arbeitsplatzabbau stets sozialverträglich gestaltet. Das ist mir auch jetzt sehr wichtig", sagte er.

Der Leverkusener Traditionskonzern will durch die Maßnahmen ab 2013 rund 800 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Etwa die Hälfte davon will Bayer reinvestieren. Der Pharma- und Chemiekonzern rechnet bis Ende 2012 mit Kosten von etwa einer Milliarde Euro für das Sparpaket. Ein Teil davon soll bereits im vierten Quartal in der Bilanz untergebracht werden.

cte/Reuters/dapd

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insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
rhalpha 18.11.2010
1. Soso
Und morgen schreien sie wieder mit im Chor: FACHKRÄFTEMANGEL!!!
Der_Franke 18.11.2010
2. Genau
Zitat von rhalphaUnd morgen schreien sie wieder mit im Chor: FACHKRÄFTEMANGEL!!!
So ist es. Und die Politiker oder unseren vermehrungsfreudigen Mitbürger sprechen dann wieder von der "ungünstigen" Demographie und den Rentenproblemen. Die 1700 hier zahlen bestimmt nichts mehr ein. Ganz im Gegenteil. Die werden entnehmen.
ProDe 18.11.2010
3. Das Jobwunder geht halt weiter
Ein Konzern macht gute bis sehr gute Zahlen und verlagert weiter Arbeitsplätze ins Ausland...der Kapitalmarkt und die Investoren erfordern dies. Und die Politik? Die redet die Situation schön und biegt die Statistiken wie sie es will. Diese gesamte Entwicklung ist eine Abwärtsspirale. Immer billigere Arbeitskräfte, immer weniger Einkommen für viele und sattere Gewinne für ganz wenige. Für meine Kinder sehe ich diese Situation mit grosser Besorgnis -- wir haben eine völlig unfähige von der Wirtschaft komplett beeinflusste Regierung und kein Gegensteuern in Sicht.
robiflyer 18.11.2010
4. wech damit
interessant - und was macht man erst, wenn die vollbeschäftigte Höchstkonjunktur um 0,0001 % zurückgeht ?
weltbetrachter 18.11.2010
5. Wachstum im Lande ...
So, das also zum Thema "Wachstum in Deutschland" dort wohl nicht - und bei vielen anderen wohl auch nicht !!!
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