Spielwarenmesse in Nürnberg: Elektronik soll Kinderherzen erobern

Roboter mit integriertem iPhone und Hundewelpen, die vom Tablet gesteuert werden: Auf der Suche nach Wachstum setzen Spielzeughersteller verstärkt auf elektronische Aufrüstung. Die Spielwarenmesse in Nürnberg steht im Zeichen der "Toys 3.0", unumstritten sind diese nicht.

Spielwarenmesse in Nürnberg: Roboter im Aquarium Fotos
dapd

Nürnberg - Die Fachwelt nennt es "Toys 3.0": Der Kombination von Spielzeug mit moderner Elektronik soll die Zukunft gehören. Sie bildet den Schwerpunkt der Nürnberger Spielwarenmesse, die am Dienstag eröffnet wird. Die Beispiele reichen von einem Roboterfisch für das heimische Aquarium über per Tablet steuerbare Hundewelpen bis hin zu einem Roboter, dessen Gesicht aus einem iPhone besteht.

Viele Firmen entwickeln klassische Spielideen weiter und führten Brettspiele ebenso vor wie Wurfspiele, Puzzles oder Experimentierkästen. Auffällig viele Spiele haben aber inzwischen Elektronik an Bord, in Form von Licht-, Sound- oder Bewegungseffekten.

Umstritten ist der pädagogische Wert des neuen Spielzeugs. "Elektronische Medien sind für die Entwicklung des kindlichen Geistes nicht nur nicht förderlich, sondern hinderlich", sagt der Gehirnforscher Manfred Spitzer. Gerade kleine Kinder bräuchten "die gesamte reale Welt, um ihre Erfahrungen zu machen, und keinen billigen Abklatsch davon".

Auf der weltweit größten Fachmesse für Spielwaren und Freizeit stellen rund 2750 Aussteller aus 60 Ländern mehr als eine Million Produkte aus. Etwa 70.000 davon sind Weltneuheiten. Wie im Vorjahr werden etwa 76.000 Besucher erwartet.

Die deutsche Spielwaren-Produktion erreichte im vergangenen Jahr erneut einen Spitzenwert. Gegenüber dem Vorjahr stieg sie um 10,7 Prozent auf rund 1,53 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Umsatz mit traditionellem Spielzeug betrug etwa 2,7 Milliarden Euro, das ist eine Steigerung um drei Prozent.

dab/dapd/dpa

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