Spionagevorwurf Greenpeace verklagt US-Chemieriesen Dow Chemical

Ließ die US-Chemieindustrie Umweltaktivisten ausspähen, um Protestaktionen zu durchkreuzen? Die Organisation Greenpeace wirft dem Konzern Dow Chemical genau das vor - und hat ihn nun verklagt. Auch andere Unternehmen sollen an den Machenschaften beteiligt gewesen sein.

Dow-Chemical-Kraftwerk südlich von Leipzig: Zunächst kein Kommentar
ddp

Dow-Chemical-Kraftwerk südlich von Leipzig: Zunächst kein Kommentar


New York - Selbst Mülleimer sollen vor den von Dow Chemical Chart zeigen angeheuerten Spitzeln nicht sicher gewesen. E-Mails schon gar nicht. Das wirft die Umweltschutzorganisation Greenpeace dem US-Chemieriesen zumindest vor - und ist nun gegen das Unternehmen vor Gericht gezogen.

So soll der Konzern Greenpeace mit Hilfe einer privaten Sicherheitsfirma zwischen 1998 bis 2000 ausspioniert zu haben. Das Ziel war es demnach, Aktionen der Umweltaktivisten zu durchkreuzen, wie es in der am Montag eingereichten Klage heißt. Darin werden Schadenersatz und eine Strafe gefordert.

Die Spitzel hätten Müllkörbe nach Dokumenten durchsucht und E-Mail-Netzwerke angezapft. Auch seien vertrauliche Unterlagen entwendet worden, so zum Beispiel für Kampagnen, Mitarbeiterdaten und Spendenaufkommen. Den Auftrag hätten Dow Chemical und die US-Gesellschaft der südafrikanischen Chemiefirma Sasol Limited sowie zwei PR-Agenturen erteilt.

Dow Chemical wollte sich erst nach Durchsicht der Klage äußern.

yes/Reuters



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