Erster Quartalsbericht nach Börsengang Spotify tief in roten Zahlen

Nach dem Börsenstart im April hat Spotify seine ersten Quartalszahlen vorgelegt. Das schwedische Musikstreaming-Unternehmen macht weiter hohe Verluste. Die Aktie fiel nach der Veröffentlichung um zehn Prozent.

Spotify-Banner an der New Yorker Börse (Archivfoto)
AP

Spotify-Banner an der New Yorker Börse (Archivfoto)


Der Musikstreaming-Marktführer Spotify steckt weiterhin tief in den roten Zahlen fest. Das schwedische Unternehmen legte am Mittwoch seine ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang im vergangenen Monat vor - und den Anlegern konnte nicht gefallen, was sie sahen. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel zeitweise rund zehn Prozent, obwohl die Zahlen im Rahmen der Spotify-Prognosen lagen.

Trotz der ausbleibenden Gewinne, der Umsatz stimmt: Im vergangenen Quartal gewann der Streamingdienst fünf Millionen zahlende Abo-Kunden hinzu. Spotify hat nun 75 Millionen Abo-Kunden und insgesamt 170 Millionen monatlich aktive Nutzer. Der Umsatz stieg im ersten Quartal im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Erlös pro Nutzer sank derweil um 14 Prozent. Das liege unter anderem an der Popularität günstigerer Familien- und Studententarife, hieß es.

Steigende Umsatzzahlen und keine Gewinne: Das ist ein Bild, das Spotify schon seit Jahren zeichnet.

Die Abo-Gebühren machen mit 1,04 Milliarden Euro nach wie vor den Löwenanteil des Spotify-Geschäfts aus. Die werbefinanzierte Gratis-Version sieht die Firma aber als wichtiges Instrument, um Nutzer überhaupt erst einmal auf die Plattform zu bekommen.

Spotify ist die Nummer eins im weltweiten Geschäft mit dem Musikstreaming, bei dem Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. Apple folgt mit zuletzt rund 40 Millionen Abo-Kunden - der iPhone-Konzern verzichtet auf eine Gratis-Variante.

Unterm Strich gab es einen Verlust von 169 Millionen Euro nach roten Zahlen von 173 Millionen im gleichen Vorjahresquartal. Für das laufende Quartal rechnet Spotify mit 79 bis 83 Millionen Abo-Kunden bei insgesamt bis zu 180 Millionen Nutzern.

ans/dpa/AP



insgesamt 3 Beiträge
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kurzanbinden 03.05.2018
1. spotify Algorithmen
die Algorithmen von Spotify sind leider nicht gut. vor allem das vorschlagen neuer Songs funktioniert schon nach wenigen Wochen extrem schlecht, es sei denn man macht sich selbst auf die Suche. es sind solche Kleinigkeiten die die Nutzer aufregen.
gigi76 03.05.2018
2. Youtube
Mir erschließt sich nicht, warum man fürs Musikhören ein Abo abschließt. Entweder ich kaufe mir die Songs die mir gefallen oder ich nutze YouTube.
Pumkin 03.05.2018
3.
Ein Geschäftsmodell, das einfach nicht aufgehen kann. Das einzige Modell, das funktioniert hätte – nicht nur für die Nutzer, sondern vor allem auch für die Musiker –*wäre Apples iTunes gewesen, wo jedes Stück einfach 1.50 gekostet hätte. Aber man wollte ja ums Verrecken Streamingdienste zu schockierend tiefen Preisen haben, weshalb auch Apple mitziehen musste. Aber verdienen tut daran niemand, drauflegen tun am meisten wohl die Künstler –*nur der immer so gierige und geizgeile Konsument macht seine Schnäppchen. Und das ist ja wohl leider die Hauptsache.
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