Gribkowsky als Zeuge Ermittler bereiten Anklage gegen Ecclestone vor

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone muss eine Anklage der Münchener Staatsanwaltschaft fürchten. Laut Zeitungsberichten hat der verurteilte Banker Gerhard Gribkowksy umfassend gegen Ecclestone ausgesagt. Die Ermittler wollen den Sportmanager nun vor Gericht bringen.

Bernie Ecclestone: Der Formel-1-Chef betont seine Unschuld
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Bernie Ecclestone: Der Formel-1-Chef betont seine Unschuld


München- Die Staatsanwaltschaft München arbeitet mit Hochdruck an einer Anklage gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Als Hauptbeweismittel dient laut Presseberichten eine Aussage des Ex-Vorstands der BayernLB, Gerhard Gribkowksy. Das berichten die "Süddeutsche Zeitung" und der "Münchner Merkur".

Gribkowsky soll in einer mehr als achtstündigen freiwilligen Vernehmung wiederholt haben, was er vor einigen Wochen als Angeklagter in seinem eigenen Prozess gestanden hatte: dass er von Ecclestone 44 Millionen Dollar Schmiergeld angenommen habe. Der Sportmanager soll das Geld gezahlt haben, damit Gribkowsky den Formel-1-Anteil der BayernLB an Ecclestones Wunschkäufer veräußere, den britischen Finanzinvestor CVC.

Das Landgericht hatte Gribkowsky wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Verteidigung und Staatsanwaltschaft legten Revision ein.

Gribkowksy hätte eigentlich ein Aussageverweigerungsrecht, solange nicht über die Revision zu seinem Urteil entschieden worden ist. Davon machte er demnach jedoch keinen Gebrauch. Die Staatsanwaltschaft München I wollte sich zu dem laufenden Verfahren am Donnerstagabend nicht äußern.

Ecclestone beteuert seine Unschuld und betonte stets, er sei von Gribkowsky erpresst worden. Der 81-jährige Brite hat angekündigt, an diesem Wochenende zum Großen Preis von Deutschland zum Hockenheimring zu kommen.

stk/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
crocodil 19.07.2012
1. Er
wird doch wieder auf die Füße fallen. Sollte wirklich ein gerichtliches Urteil über ihn erfolgen, kann er sich doch locker mit ein paar Millionen freikaufen. Zahlt er ja aus der Portokasse!!
jandokar 19.07.2012
2. Stimmungsmache
Substanziieren Sie bitte Ihre Aussage; ansonsten ist es reine Stimmungsmache auf unterstem Niveau.
UnitedEurope 19.07.2012
3. Titellos
Zitat von jandokarSubstanziieren Sie bitte Ihre Aussage; ansonsten ist es reine Stimmungsmache auf unterstem Niveau.
Über die krummen Geschäfte Ecclestones ist schon genug berichtet worden, nur nachweisen konnte man ihm nie was, dafür ist er zu vorsichtig. Doch im Endeffekt ist Ecclestone der Blatter des Motorsports.
Surgeon_ 19.07.2012
4. Na dann bitte !
Am Hockenheimring sofort verhaften, und notfalls auch das Recht beugen, was armen Bürgern andauernd passiert !
saschad 19.07.2012
5.
Sollte Ecclestone verurteilt werden, stellt sich eher die Frage, ob es nächstes Jahr noch einen F1-GP in Deutschland geben wird.
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