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Misshandlungen von Auszubildenden: Staatsanwälte ermitteln bei Aldi Süd

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Aldi-Logistikzentrum: Auszubildende misshandelt? Zur Großansicht
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Aldi-Logistikzentrum: Auszubildende misshandelt?

Nach den Misshandlungen von Auszubildenden ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft bei Aldi Süd. Der Lebensmitteldiscounter hat mit den Beteiligten bereits Aufhebungsverträge ausgehandelt - und zahlt ihnen Abfindungen.

Hamburg - In den Skandal um Misshandlungen von Auszubildenden beim Lebensmittel-Discounter Aldi Süd hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Für den heutigen Montag haben sich Justizbeamte im Logistikzentrum Mahlberg sowie in der Zentrale in Mülheim angekündigt, um zu ermitteln.

Es geht um die Delikte Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Der frühere Aldi-Manager und Buchautor Andreas Straub macht in seinem demnächst erscheinenden Buch bekannt, dass im Zentrallager Mahlberg Lehrlinge von Vorgesetzten mit Frischhaltefolie an Pfosten gefesselt und im Gesicht mit wasserfesten Filzstiften beschmiert wurden (SPIEGEL 39/2013). Inzwischen hat der Discount-Riese Konsequenzen gezogen.

Mit insgesamt sieben Beteiligten handelte Aldi Süd Aufhebungsverträge aus, die auch Abfindungssummen beinhalten - darunter für den Prokuristen der Regionalgesellschaft, den Bereichsleiter, seine beiden Stellvertreter sowie drei beteiligte Lagerarbeiter. Zunächst wurde über fristlose Kündigungen nachgedacht, doch schließlich entschied sich das Management für Aufhebungsverträge - ein durchaus übliches Vorgehen bei Aldi. Denn mit den Abfindungen erkauft sich das Handelsunternehmen üblicherweise Stillschweigen.

Mit seiner Bestätigung des Vorgangs hat Aldi Süd möglicherweise auch unfreiwillig eingeräumt, dass sich die Misshandlungspraxis mehrfach zugetragen hat. Das Unternehmen schrieb, es bedauere "diesen Vorfall ... der sich nach unseren Recherchen zum Jahreswechsel 2012/2013 zugetragen hat". Der vom SPIEGEL beschriebene Vorfall passierte jedoch im Frühsommer 2012.

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insgesamt 70 Beiträge
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1. warten wir ab
David Leon 23.09.2013
von Aldi Süd wird man noch einiges zu hören bekommen. Warten wir ab bis es ans Licht kommt...
2.
01099 23.09.2013
Das lohnt sich ja dann noch für die Mitarbeiter, denn ALDI zahlt sicher gut. Für Verbrechen gibt es also im Unternehmen Geld statt einer Kündigung. Vorbildlich! Hoffentlich gibt es eine Anklage und die Folterer bekommen einen dicken Eintrag in ihr Führungszeugnis.
3. Ermittlungen
spon-facebook-10000261688 23.09.2013
mit Ansage - na hoffentlich rutschen die Ermittler nicht auf der eigenen Schleimspur aus...
4.
joey55 23.09.2013
Es ist gang und gäbe dass Abfindungen gezahlt werden. 90% (eher 95%) aller Prozesse vor dem ArbG enden so und zwar nicht nur bei sog. Führungspersonal.
5.
joey55 23.09.2013
Zitat von 01099Das lohnt sich ja dann noch für die Mitarbeiter, denn ALDI zahlt sicher gut. Für Verbrechen gibt es also im Unternehmen Geld statt einer Kündigung. Vorbildlich! Hoffentlich gibt es eine Anklage und die Folterer bekommen einen dicken Eintrag in ihr Führungszeugnis.
Auch die meisten "einfachen" Arbeitnehmer erhalten eine Abfindung. 90-95% aller Verfahren vor dem Arbeitsgericht enden auf dem Vergleichswege.
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Die Discounter in Deutschland
Aldi
Die unangefochtene Nummer eins der Lebensmittel-Discounter in Deutschland, Aldi , ist ebenso erfolgreich wie verschwiegen. Branchenexperten schätzen, dass Aldi 2011 weltweit rund 57 Milliarden Euro Umsatz gemacht hat. Der Gewinn wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Insgesamt betreibt der Marktführer in Deutschland etwa 4300 Filialen.
Lidl
Auch der zweitplatzierte Lidl lässt sich nicht gerne in die Zahlen schauen. Für 2011 wird der weltweite Umsatz auf 50,4 Milliarden Euro geschätzt. Das Flaggschiff der Schwarz-Gruppe betreibt bundesweit rund 3100 Filialen. Lidl verkauft - anders als Aldi - auch viele Markenartikel.
Netto
Nach dem Zusammenschluss mit Plus ist Netto der drittgrößte Discounter Deutschlands. Die Edeka-Tochter hat in Deutschland rund 4000 Filialen. Der Umsatz lag 2011 bei etwa 13,7 Milliarden Euro.
Penny
Der Discounter Penny des Rewe-Konzerns erwirtschaftete 2011 mit seinen bundesweit 2400 Filialen rund zwölf Milliarden Euro Umsatz. Rewe hatte sich 2007 mit Edeka eine Bieterschlacht um den Discounter Plus geliefert, unterlag jedoch.
Norma
Der Discounter hat in Deutschland rund 1300 Filialen und erwirtschaftet einen Umsatz von schätzungsweise 2,7 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt des Filialnetzes liegt in Süddeutschland, aber auch in Frankreich, Tschechien und Österreich gibt es Norma-Märkte.

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