Klaedens Wechsel Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Daimler-Vorstand

Der umstrittene Wechsel des bisherigen Staatsministers im Kanzleramt, Eckart von Klaeden, zu Daimler hat für den Autohersteller ein juristisches Nachspiel. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt nicht nur gegen Klaeden, sondern auch gegen mindestens ein Mitglied aus dem Daimler-Vorstand.

Ex-Kanzleramts-Staatssekretär Klaeden: Juristisches Nachspiel für Daimler
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Ex-Kanzleramts-Staatssekretär Klaeden: Juristisches Nachspiel für Daimler


Berlin - Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt in der Causa Klaeden nun auch gegen die Daimler AG. Es bestehe der Verdacht der Vorteilsgewährung im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den Ex-Staatsminister im Kanzleramt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Freitag. Betroffen ist demnach mindestens ein Mitglied des Vorstands. Einen Namen wollte Steltner nicht nennen. Die "Wirtschaftswoche" hatte zuvor online berichtet, Daimler-Chef Dieter Zetsche sei im Visier der Ermittler.

Daimler bestätigte die Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft und kündigte an, deren Arbeit unterstützen zu wollen. Ein Sprecher betonte, dass das Unternehmen fest davon überzeugt sei, "dass die Verantwortlichen der Daimler AG korrekt gehandelt haben". Auch die Integrität von Eckart von Klaeden (CDU) stehe nicht in Frage.

Gegen Klaeden ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilannahme. Er hatte bereits im Mai angekündigt, Ende des Jahres zu Daimler zu wechseln. Seit 1. November leitet er beim Autokonzern den Bereich Politik und Außenbeziehungen. Die Bundesregierung hatte erst vor wenigen Tagen Verdächtigungen widersprochen, Klaeden habe vor seinem Wechsel zu Daimler Entscheidungen mitgetroffen, die für die Autobranche relevant waren. Es sei daher keine Interessenkollision erkennbar. Die Opposition hatte gefordert, ihn wegen Interessenskonflikten zu entlassen.

Sowohl Klaeden selbst als auch die Bundesregierung und Daimler wiesen die Kritik stets zurück. Der 47-Jährige war seit Oktober 2009 Staatsminister im Kanzleramt und bat kurz nach der Bundestagswahl im September um seine Entlassung. In seiner Amtszeit bekam er auch interne Vorlagen zu Umweltauflagen für Autos zu sehen. Am 22. Oktober endete das Bundestagsmandat Klaedens, womit er auch seine Immunität vor strafrechtlicher Verfolgung verlor.

nck/dpa/Reuters

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ein-berliner 08.11.2013
1. Ist doch beruhigend
Zitat von sysopGetty ImagesDer umstrittene Wechsel des bisherigen Staatsministers im Kanzleramt, Eckart von Klaeden, zu Daimler hat für den Autohersteller ein juristisches Nachspiel. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt nicht nur gegen Klaeden, sondern auch gegen mindestens ein Mitglied aus dem Daimler-Vorstand. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-von-klaeden-gegen-daimler-vorstand-a-932632.html
Klasse! Die politischen Wanderratten werden auch noch massiv von der Wirtschaft gespickt. Deutschland mutiert immer deutlicher zu einem negativen Entwicklungsland.
joG 08.11.2013
2. Es wäre sehr schön, wenn wegen Korruption....
....ernsthaft vorgegangen würde. Wie war das mit den russischen Gasverträgen? Da würde die nationale Unabhängigkeit und Sicherheit auf's Spiel gesetzt wenn nicht sogar vergeben.
ginakatze 08.11.2013
3. Wechsel von Politik zur Industrie
es sollt vor dem Wechsel eine Wartezeit von mindestens 3 Jahren gesetzlich bestimmt werden.
reswer 08.11.2013
4. Eins ist doch klar....
Zitat von sysopGetty ImagesDer umstrittene Wechsel des bisherigen Staatsministers im Kanzleramt, Eckart von Klaeden, zu Daimler hat für den Autohersteller ein juristisches Nachspiel. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt nicht nur gegen Klaeden, sondern auch gegen mindestens ein Mitglied aus dem Daimler-Vorstand. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-von-klaeden-gegen-daimler-vorstand-a-932632.html
Deutschland ist eine korrupte Bananenrepublik!! Alle wissen es.... und keiner macht etwas dagegen!!!
nemensis_01@web.de 08.11.2013
5. Hoffendlich
kommt die Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, der Deal beim Wechsel war in Ordnung, werden sich die Daimler Konkurrenten sagen. Denn jemand wie von Klaeden bei Daimler, schlimmer kann man den Konzern nicht schwächen. Das in der Regierung speziell seit Merkel am Ruder ist, nur noch Irrlichter und Clowns am Werke sind, daran hatten wir uns ja gewöhnt, aber das die Konzerne auf diese Nachbespasser auch noch zurückgreifen ist neu. Wenn Daimler Geld rausschmeissen möchte, sollen sie doch einfach in der Wüste Fichten pflanzen oder Schuhe für Thunfische entwickeln. Aber sich so jemanden wie von Klaeden in den Konzern zu holen, das zeugt fast von Verzweiflung.
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