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29. Februar 2016, 08:12 Uhr

Starbucks geht nach Italien

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Rückkehr in das Kernland des Kaffeegenusses: Starbucks will Anfang 2017 seine erste Filiale in Italien eröffnen. In Mailand nahm die Idee für die globale Café-Kette ihren Ursprung.

Howard Schultz reiste Anfang der Achtzigerjahre nach Mailand und Verona. Die Kultur der kleinen Cafés, in denen sich Menschen stundenlang verquatschten, gab dem damaligen Marketingchef einer kleinen Coffeeshop-Kette von der US-Westküste die Idee, das Konzept auf die USA zu übertragen.

Gut 30 Jahre später will Starbucks in das Land zurückkehren, das Schultz einst inspirierte. Gemeinsam mit dem Immobilienentwickler Percassi als Franchisenehmer will der US-Konzern seine erste italienische Filiale Anfang 2017 in Mailand eröffnen.

Einfach wird das nicht: Schließlich waren die Barettos schon vorher da, die Konkurrenz für den Neuling ist groß. Außerdem könnten die Starbucks-typischen Kaffeevariationen mit Eiswürfeln und Sirup leicht als kulturelle Invasion wahrgenommen werden. Man werde mit "Demut und Respekt" in den italienischen Markt eintreten, heißt es von Starbucks.

Im Rest Europas ist Starbucks schon länger vertreten: 2400 Läden hat die Kette auf dem Kontinent, im Nahen Osten und in Afrika. Das sind zehn Prozent seiner gesamten Filialen. In den USA macht die Kette noch immer ihr Hauptgeschäft.

ade/AP

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