Starbucks geht nach Italien Cappuccino? Lemon Vanilla Frappuccino!

Rückkehr in das Kernland des Kaffeegenusses: Starbucks will Anfang 2017 seine erste Filiale in Italien eröffnen. In Mailand nahm die Idee für die globale Café-Kette ihren Ursprung.

Starbucks-Filiale in London: Erste italienische Filiale eröffnet 2017
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Starbucks-Filiale in London: Erste italienische Filiale eröffnet 2017


Howard Schultz reiste Anfang der Achtzigerjahre nach Mailand und Verona. Die Kultur der kleinen Cafés, in denen sich Menschen stundenlang verquatschten, gab dem damaligen Marketingchef einer kleinen Coffeeshop-Kette von der US-Westküste die Idee, das Konzept auf die USA zu übertragen.

Gut 30 Jahre später will Starbucks Chart zeigen in das Land zurückkehren, das Schultz einst inspirierte. Gemeinsam mit dem Immobilienentwickler Percassi als Franchisenehmer will der US-Konzern seine erste italienische Filiale Anfang 2017 in Mailand eröffnen.

Einfach wird das nicht: Schließlich waren die Barettos schon vorher da, die Konkurrenz für den Neuling ist groß. Außerdem könnten die Starbucks-typischen Kaffeevariationen mit Eiswürfeln und Sirup leicht als kulturelle Invasion wahrgenommen werden. Man werde mit "Demut und Respekt" in den italienischen Markt eintreten, heißt es von Starbucks.

Im Rest Europas ist Starbucks schon länger vertreten: 2400 Läden hat die Kette auf dem Kontinent, im Nahen Osten und in Afrika. Das sind zehn Prozent seiner gesamten Filialen. In den USA macht die Kette noch immer ihr Hauptgeschäft.

ade/AP



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insgesamt 37 Beiträge
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MRGEIL 29.02.2016
1. Wenn Star Bucks
... haben Sie leider einen Vorteil gegenüber den kleinen Kaffeehäusern. Eigentlich müsste es anderes herum laufen.
nikolasvegas 29.02.2016
2. naja...
Man muss Starbucks zugestehen, dass der Kaffee zumindest für deutsche Verhältnisse erstaunlich gut ist, von den miesen Geschäftspraktiken einmal abgesehen. Aber damit in Italien zu landen dürfte so schwer wie unnötig sein. Eulen nach Athen tragen!
Atheist_Crusader 29.02.2016
3.
Zitat von MRGEIL... haben Sie leider einen Vorteil gegenüber den kleinen Kaffeehäusern. Eigentlich müsste es anderes herum laufen.
Na, abwarten. Vorteile zählen nicht immer so viel wie es scheint. Wal-Mart ist in Deutschland auch grandios gescheitert. Nicht weil sie so viel schlechtere Preise oder Qualität hätten, sondern weil die Deutschen die Firmenkultur überhaupt nicht mochten. Begrüßer, Einpacker, Einschwören der Belegschaft mit sektenartigen Firmenmantras... In den USA verbuchen sie dagegen weiterhin Milliardengewinne.
fritzakis 29.02.2016
4. Kein Starservice
Gegen Starbucks spricht: Lange Schlagen, Kaffeebestellung nicht richtig ausgeführt, schmutzige Tische, dreckige Toiletten. Für mein Geld bekomme ich woanders mehr Service und auch einen guten Kaffee. Italiener werden das genauSO sehen.
Phoebe 29.02.2016
5. Warum?
Seit 3 Jahren leben wir in Italien und ich war schon entsetzt darüber, wie lang die Schlangen in den Nespresso-Boutiquen sein können. Aber warum, in Gottes Namen, muss Starbucks nach Italien? Kein Mensch braucht die hier - außer vielleicht die Touristen, die sicher sein wollen, genau die selben Sachen zu bekommen wie zu Hause, schlimm genug. Ich hoffe sehr, dass die Italiener sich störrisch stellen und sich diesem globalen Einheitsbrei wiedersetzen werden. Ansonsten wäre wieder ein Stück nationale Identität verschwunden, ganz zu schweigen von den vielen kleinen Cafe-Existenzen.
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