Café-Kette in der Krise Starbucks schließt 150 US-Läden

Starbucks hat in nur drei Jahren 2000 neue Cafés allein in den USA eröffnet - und ist dort stärker vertreten als McDonalds. Nun muss die Kette viele Läden schließen. Hat die Firma die Expansion übertrieben?

Starbucks-Filiale (Archiv)
DPA

Starbucks-Filiale (Archiv)


Die zunehmende Konkurrenz sowohl durch andere Cafés als auch Fast-Food-Ketten macht Starbucks Chart zeigen zu schaffen. Die Leistung sei zuletzt "nicht akzeptabel" gewesen, teilte Konzernchef Kevin Johnson am Mittwoch mit. Im kommenden Geschäftsjahr würden deshalb rund 150 Niederlassungen in den USA dichtgemacht.

Im dritten Quartal werde der Umsatz um ein Prozent zulegen - Analysten hatten hingegen mit einem Plus von drei Prozent gerechnet. Der veränderten Nachfrage und dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Kunden soll nun unter anderem mit neuen Kaltgetränken Rechnung getragen werden.

Nach Einschätzung des "Wallstreet Journal" könnte der Café-Konzern aber auch selbst zu seinen Schwierigkeiten beigetragen haben. Das Unternehmen habe allein in den vergangenen drei Jahren 2000 neue Filialen in den USA eröffnet. Mit insgesamt 14.300 Niederlassungen sei die Kette in den USA inzwischen stärker vertreten, als beispielsweise der Fast-Food-Riese McDonalds.

Die weltgrößte Kaffeehauskette hatte zuletzt mehrfach die Wachstumserwartungen verfehlt. Starbucks betreibt weltweit mehr als 28.000 Kaffeehäuser. Vor wenigen Wochen hatte Gründer Howard Schultz nach rund 40 Jahren seinen Rücktritt zum 26. Juni verkündet.

Vergangenen Monat kündigte der Schweizer Nespresso-Hersteller Nestle an, für 7,15 Milliarden Dollar die weltweiten Vermarktungsrechte von Starbucks-Produkten im Einzelhandel zu übernehmen.

beb/Reuters

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