Raststätten-Pläne gescheitert Rückschlag für Starbucks-Expansion in Deutschland

Die US-Kaffeekette Starbucks muss die hochgesteckten Ausbauziele für Deutschland kassieren: Der Plan, zahlreiche Kaffeebars an Autobahnen zu eröffnen, ist gescheitert. Verhandlungen mit dem Raststättenbetreiber Tank & Rast endeten nach Informationen des manager magazins ergebnislos.

Starbucks in Frankfurt: Der US-Konzern hinkt seinen Plänen hinterher
REUTERS

Starbucks in Frankfurt: Der US-Konzern hinkt seinen Plänen hinterher

Von manager-magazin-Redakteur


Hamburg - Die weltgrößte Kaffeekette Starbucks hat bei ihrer Expansion in Deutschland einen schweren Rückschlag erlitten. Wie das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. Februar) berichtet, sind die Pläne, Hunderte neue Filialen an Autobahnraststätten zu eröffnen, gescheitert. Verhandlungen mit dem Raststättenbetreiber Tank & Rast endeten ergebnislos.

Das Geschäft an den Raststätten wird weiterhin von den Rivalen Segafredo, Lavazza und Burger King beherrscht. Auch beim Direktverkauf ins Auto spielt Starbucks bislang keine Rolle: Bislang hat der Konzern nur einen einzigen sogenannten Drive-Through eröffnet. Bis zu 50 waren einmal geplant.

Starbucks hatte im Jahr 2011 ambitionierte Pläne für den deutschen Markt verkündet. Die Zahl der damals rund 150 Filialen sollte in den Folgejahren mindestens verdoppelt oder verdreifacht werden. Später erklärte Konzernchef Howard Schultz sogar, dass in Deutschland bis zu 1000 Kaffeebars möglich seien. Tatsächlich hat Starbucks seither kaum neue Filialen eröffnet: Lediglich 157 betrieb der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr.

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Business Ethics 21.02.2014
1.
Zitat von sysopREUTERSDie US-Kaffeekette Starbucks muss die hochgesteckten Ausbauziele für Deutschland kassieren: Der Plan, zahlreiche Kaffeebars an Autobahnen zu eröffnen, ist gescheitert. Verhandlungen mit dem Raststättenbetreiber Tank & Rast endeten nach Informationen des manager magazins ergebnislos. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/starbucks-muss-expansion-in-deutschland-stoppen-a-954825.html
So ist es halt, wenn BEIDE Verhandlungspartner den Hals nicht voll genug bekommen können und praktisch die gesamte Marge für sich beanspruchen. Was für ein Glück, dass es dort weiterhin "ehrlichen" Kaffe zu zwar überhöhten, aber immer noch akzeptablen Preisen geben wird.
Luftkabel 21.02.2014
2. Dann sind es immer noch 157 Filialen zu viel.
Wir brauchen keinen Junkfood aus den USA in Deutschland! Angesichts der NSA Spionage sollten alle US Produkte sowiso boykotiert werden.
ijf 21.02.2014
3. die gruende sind einfach
Zu teuer, zu langsam, zu amerikanisch... Inzwischen verkauft jeder Bäcker und jede Tanke coffe to go - und der ist vielen Deutschen, die im Vorbeigehen eine Wurst- oder Käsesemmel kaufen, gut genug. Dass es ausgerechnet bei einem amerikanischen Unternehmen immer gefuehlt quälend lange dauert, bis die Schlaftabletten hinterm Tresen den jeweiligen Pappbecher abgefuellt haben, ist einfach nervig. Die Preise sind exorbitant, besonders, wenn man an all den tollen "Toppings" nicht interessiert ist. Und es entspricht auch heute, in der sog globalisierten Welt, in DE noch nicht dem normalen Umgang zwischen einander fremden Menschen, wenn man nach dem Vornamen gefragt und spaeter "ausgerufen" wird...
thesunnysouth 21.02.2014
4. Mir persönlich...
Ist ein guter itatlienischer Kaffee ohnehin lieber... Wer braucht schon reichlich überteuerte Lifestyle Produkte, wenn man nur einen guten Capuccino will...
tennislehrer 21.02.2014
5. Es ist schon faszinierend...
.....wie leicht sich der Konsument durch Starbucks-Werbung in Ami-Serien manipulieren lässt. Anders ist es nicht zu erklären, dass tatsächlich Menschen hier in Deutschland Geld für diesen extrem überteureten und ekelhaften "Kaffe" bei Starbucks ausgeben!
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