Genossenschaftsbank in Ostdeutschland Stefan Effenberg wird Banker

Ex-Fußballer Stefan Effenberg heuert in der Finanzbranche an. Wie das Branchenportal Finanz-Szene.de berichtet, wird er Mitarbeiter der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden - und soll sich um Fußballfinanzierung kümmern.

Stefan Effenberg
imago/ ULMER Pressebildagentur

Stefan Effenberg


Seine Trainerkarriere in der zweiten Bundesliga war nach wenigen Monaten beendet, nun hat Stefan Effenberg offenbar eine neue berufliche Herausforderung gefunden. Laut einem Bericht des Branchenportals Finanz-Szene.de wird der Ex-Fußballer im Firmenkundengeschäft der Volks- und Raiffeisenbank Bad Salzungen Schmalkalden arbeiten.

"Wir stehen mit Herrn Effenberg seit Längerem in einem gedanklichen Austausch zum Thema Fußball-Finanzierung. Das Ergebnis dieser Sondierungen sieht so aus, dass Stefan Effenberg in Zukunft unserem 'Firmenkunden-Kompetenzteam Fußball' angehören wird", zitiert das Portal einen Sprecher der Bank.

Die genaue Tätigkeit von Effenberg führte er nicht weiter aus. Der Ex-Fußballprofi soll aber offenbar nicht nur als prominentes Aushängeschild dienen. "Herr Effenberg wird ein regulärer Mitarbeiter unserer Bank, was zum Beispiel bedeutet, dass er einen ganz normalen Vertrag erhält und ganz normal in unserem Organigramm geführt wird", sagte der Sprecher.

Die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden ist eine Genossenschaftsbank in Thüringen mit einem Hang zum Fußballgeschäft. Nach SPIEGEL-Informationen hat das Institut aus Ostdeutschland dem hoch verschuldeten Fußballverein Atlético Madrid einen Kredit über zehn Millionen Euro gegeben.

Laut Finanz-Szene.de ist die Genossenschaftsbank Geldgeber für einige weitere Fußballvereine.

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Effenbergs Karriere: Gladbach, Bayern, Stinkefinger

Das Portal t-online.de berichtete im April, Effenberg nehme an einem Managementprogramm an der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) in Montabaur teil. Es handle sich um ein eineinhalb Jahre dauerndes Studium, das Führung in Bezug auf das Bankenwesen vermitteln solle. Das Seminar sei eigentlich Topmanagern und Bankvorständen vorbehalten.

Wie genau Effenberg Teilnehmer an der Akademie wurde, geht aus dem Artikel nicht hervor. "Ich bin sehr froh über diese Chance. Man darf nicht stehen bleiben, sondern sollte sich permanent weiterentwickeln. Das tue ich mit diesem Seminar", sagte Effenberg im Frühjahr zu t-online.de. "Ich möchte einfach meinen Horizont erweitern", begründete er die Weiterbildung. Mit Blick auf die Finanzbranche fügte er hinzu: "Der Sport im Allgemeinen hat durchaus mit dieser Branche zu tun, beispielsweise im Sponsoring. Deshalb ist es wichtig, mitreden zu können."

In Erinnerung wegen des Stinkefingers

Der 50-jährige Effenberg ist unter anderem als Fußballexperte beim Bezahlsender Sky tätig. Im Herbst 2015 hatte Effenberg als Trainer beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn 07 angefangen, der Verein trennte sich aber bereits nach wenigen Monaten von ihm.

Der Job bei Paderborn war Effenbergs erste Station als Coach. Als Spieler gehörte er zu den besten Fußballern Deutschlands: Der gebürtige Hamburger war zwischen 1987 und 2004 für Borussia Mönchengladbach, den FC Bayern, AC Florenz, VfL Wolfsburg und Al-Arabi Sports Club aktiv. Mit den Münchnern wurde er unter anderem dreimal deutscher Meister und gewann einmal die Champions League.

Für die deutsche Nationalmannschaft lief Effenberg 35-mal auf, blieb aber vor allem wegen seiner Entgleisung während der WM 1994 in den USA in Erinnerung. Nach dem Gruppenspiel gegen Südkorea (3:2) pfiffen einige deutsche Fans das Team aus. Effenberg zeigte ihnen deswegen den Mittelfinger und wurde anschließend von Bundestrainer Berti Vogts nach Hause geschickt.

mmq



insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
der Bulle 04.12.2018
1. Na da
kann der Effe ja in 2 Jahren, wenn er das Bankgeschäft aus dem Eff Eff beherrscht die Deutsche Bank Compliance mäßig beraten und retten. Diese Nachricht ist so lustig, wie absurd. Und Martina gibt die Ehefrau des Bankiers. Sowas gibt es nur im Osten.
stiller-denker 04.12.2018
2. Ohje ...
Solange er deine Zinsen nicht ausrechnet, soll es mir egal sein. Und unauffällier als Loddar M. war er die letzte Zeit ja auch.
ErikP 04.12.2018
3. Was für eine Schlagzeile
SPON hält die Stellung für die ehemalige Spaltung zwischen Ost und West. Geografisch ist es wohl eher Mitteldeutschland oder in der genannten Region, die grüne Lunge von DE.
rosabalou 04.12.2018
4. ja haben wir denn....
...schon den ersten April? Wenn schon, dann hätte man besser seine Frau engagieren sollen.....:))
berlin-steffen 04.12.2018
5. Da bin ich ja mal gespannt,
was Effe da reißen will. Und warum muß eine thüringische VR-Bank in der Sportfinanzierung mitmischen. Das machen doch normalerweise Oligarchen aus dem fernen Osten oder dem nahen Osten, also Arabien? Haben den die Genossenschaftsmitglieder zu viel Geld übrig und wissen nicht, wohin damit. Das scheint ja keine seriöse Bank zu sein.
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