Insolventer Modehersteller Steilmann-Aktie bricht ein

Die Reaktion der Anleger kam prompt: Wenige Stunden nach der Insolvenzmeldung ist die Aktie des Modeherstellers Steilmann um 90 Prozent eingebrochen.

Firmenzentrale des Modeherstellers Steilmann in Bergkamen
DPA

Firmenzentrale des Modeherstellers Steilmann in Bergkamen


Die Steilmann-Pleite hat an der Börse für Aufruhr gesorgt. Das Papier des Modeherstellers fiel nach Handelsbeginn um rund 90 Prozent auf 0,23 Euro. Steilmann hatte am Mittwochabend mitgeteilt, zahlungsunfähig zu sein. Das Traditionsunternehmen aus Bochum war erst im November an die Börse gegangen.

Auch die Aktie des Modeherstellers Adler wurde durch die Insolvenz in Mitleidenschaft gezogen. Steilmann hält zusammen mit dem Investor Equinox die Mehrheit an Adler. Man erwarte keine "nennenswerten" Auswirkungen auf das operative Geschäft und die Ertragslage, teilte Adler mit. Die Modekette habe keinen Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag mit Steilmann und verfüge unverändert über eine mehr als ausreichende Liquidität. Dennoch fiel die Adler-Aktie in der Spitze um mehr als zehn Prozent auf 8,10 Euro.

Adler betreibt mit rund 4000 Mitarbeitern mehr als 170 Modemärkte, den Großteil davon in Deutschland. Bei Steilmann arbeiten 8300 Mitarbeiter in 18 Ländern. Das Unternehmen setzte 2014 rund 900 Millionen Euro um. Zu dem 1958 gegründeten Modehersteller, der sich auf die Altersgruppe der über 45-Jährigen konzentriert, gehören neben Adler unter anderem die Marken Apanage und Kapalua sowie Boecker-Modehäuser.

ter/dpa/Reuters

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