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Stellenstreichungen bei E.on: Ver.di bläst zum bundesweiten Protest

Bis zu 6000 Jobs baut E.on in Deutschland ab, um trotz Atomausstiegs profitabel zu bleiben. Doch die Angestellten wehren sich: Die Gewerkschaft Ver.di kündigt bundesweite Protestaktionen an - die noch in dieser Woche starten.

E.on-Chef Teyssen: Striktes Sparprogramm Zur Großansicht
ddp

E.on-Chef Teyssen: Striktes Sparprogramm

Düsseldorf - Der Streit um den geplanten Konzernumbau bei E.on verschärft sich: Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat massive Proteste angekündigt, um gegen den Abbau von bis zu 6000 Stellen in Deutschland mobil zu machen.

Ab Donnerstag werde es demnach eine bundesweite Aktionswoche mit Demonstrationen, Kundgebungen und außerordentlichen Betriebsversammlungen geben. Auftakt sei eine Demonstration in München. Für den 7. November sind E.on-Beschäftigte aus Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen und Hessen zu einer Kundgebung in Hannover aufgerufen.

E.on entgehen wegen des Atomausstiegs Milliardengewinne. Weltweit will der Konzern im Zuge von Einsparungen 11.000 seiner 85.000 Arbeitsplätze abbauen.

Wie SPIEGEL ONLINE aus dem Konzern bestätigt wurde, ist Konzernzentrale stark betroffen. Hier soll jede zweite der 850 Stellen gestrichen werden. Der Konzern wollte sich erst am Mittag nach dem Ende der Versammlung dazu äußern.

ssu/dapd/dpa

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1. Naive Gewerkschafter
Hardliner 1, 25.10.2011
Zitat von sysopBis zu 6000 Jobs baut E.on in Deutschland ab, um trotz Atomausstiegs profitabel zu bleiben. Doch die Angestellten wehren sich: Die Gewerkschaft Ver.di kündigt bundesweite Protestaktionen an - die noch in dieser Woche starten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,793888,00.html
Ja was hatten die Stehgeiger von Verdi um Dirigent Frank Bsirske eigentlich erwartet, als sie sich für den Atomausstieg stark gemacht haben? Dass alles so bleibt wie bisher? Man sieht, wie naiv die Gewerkschaftshörigen sind. Bei den 6000 Stellenstreichungen wird es nicht bleiben. Weitere gut bezahlte Jobs von Spezialisten werden auch bei den anderen großen Energieversorgern mit Sicherheit wegfallen. Den Atomausstieg gibt es nicht zum Nulltarif. Nur Tölpeln schien dies nicht klar zu sein.
2. wie immer
lonestar67 25.10.2011
zeigt sich ver.di in seiner gewohnten Doppelmoral. Wer hat denn die Fahnen in vorderster Front geschwungen als es um den Atomausstieg ging? Jetzt werden die betreffenden Leute halt entlassen weil sie nicht mehr gebraucht werden. Das ist der Preis. Und so dumm das sie es nicht wussten ist noch nicht einmal ein ver.di Funktionär. Aber hauptsache immer feste auf die Pauke dreschen.
3. Die
chico 76 25.10.2011
Zitat von sysopBis zu 6000 Jobs baut E.on in Deutschland ab, um trotz Atomausstiegs profitabel zu bleiben. Doch die Angestellten wehren sich: Die Gewerkschaft Ver.di kündigt bundesweite Protestaktionen an - die noch in dieser Woche starten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,793888,00.html
Gewerkschaften kündigen Streiks an ? Weshalb, sie waren es doch, die vehement für den Ausstieg waren.Demos mitgemacht etc. http://www.derwesten.de/wr/westfalen/Atomkraft-taugt-nicht-als-Bruecke-id4467529.html Jetzt wird, leider, die Rechnung präsentiert. Ein Trauerspiel, das diese Gewerkschaftsbonzen aufführen.
4. Verdammte Heuchler
uran-235 25.10.2011
Zitat von sysopBis zu 6000 Jobs baut E.on in Deutschland ab, um trotz Atomausstiegs profitabel zu bleiben. Doch die Angestellten wehren sich: Die Gewerkschaft Ver.di kündigt bundesweite Protestaktionen an - die noch in dieser Woche starten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,793888,00.html
Erst demonstriert VERDI gegen Atomkraft und jetzt spielen die sich als Retter der Arbeitsplätze auf. Verlogener geht es garnicht. VERDI abschalten!
5. Krokodilstränen
Hardliner 1, 25.10.2011
Zitat von uran-235Erst demonstriert VERDI gegen Atomkraft und jetzt spielen die sich als Retter der Arbeitsplätze auf. Verlogener geht es garnicht. VERDI abschalten!
Sie haben recht! Die Krokodilstränen nehme ich Verdi nicht ab. Sie mussten wissen, dass der Atomausstieg zu Peronalabbau führen wird. Dass man nach Abschaffung der Dampfloks die Heizer weiterhin im Führerhaus beschäftigt, solche Auswüchse gibt es nicht mehr.
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Energieriese E.on
Der Konzern
E.on ist eines der weltweit größten Energieunternehmen. Der Konzern hat gut 88.000 Mitarbeiter, erwirtschaftet einen Umsatz von gut 80 Milliarden Euro und hat rund 30 Millionen Kunden in mehr als 30 Ländern.
Die Geschäftsfelder
Strom und Gas sind E.ons Kerngeschäftsfelder. Der Konzern deckt die meisten Wertschöpfungsstufen der Energieversorgung ab - vom Kernkraftwerk und der Gasproduktion über die Verteilung bis hin zum Vertrieb. Regionaler Schwerpunkt des Konzerns ist das westliche und östliche Zentraleuropa.
Der Chef
Johannes Teyssen ist seit dem 1. Mai 2010 E.on-Chef. Im Vorstand des Konzerns sitzt er schon seit Januar 2004, seit 1. März 2008 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Teyssen sitzt zudem in den Aufsichtsräten der Deutschen Bank AG und der Salzgitter AG. ssu


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