Stellenstreichungen Nokia Siemens Networks baut 17.000 Jobs ab

Fast jeder vierte Arbeitsplatz fällt weg: Der Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks will 17.000 Stellen streichen. Zurzeit arbeiten noch rund 74.000 Menschen für das finnisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen. Bis Ende 2013 soll der Jobabbau abgeschlossen sein.

NSN-Deutschland-Zentrale in München: Fast jeder vierte Arbeitsplatz wird abgebaut
REUTERS

NSN-Deutschland-Zentrale in München: Fast jeder vierte Arbeitsplatz wird abgebaut


Espoo - Der gebeutelte Telefonnetzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) zieht Konsequenzen: Bis Ende des Jahres 2013 will das Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens ungefähr 17.000 Stellen abbauen. Diese Pläne teilte NSN am Sitz der Konzernzentrale im finnischen Espoo mit. Damit streicht NSN nahezu jeden vierten Job. Wie viele Stellen in Deutschland gestrichen werden, stehe noch nicht fest, sagte eine Firmensprecherin. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht auszuschließen.

Die jährlichen Ausgaben des mit Problemen kämpfenden Konzerns sollen bis Ende 2013 um eine Milliarde Euro gekappt werden. Bis dahin soll auch der Abbau der 17.000 Jobs abgeschlossen sein. Der Schritt sei bedauerlich, aber notwendig. Zuletzt hatte das Unternehmen rund 74.000 Beschäftigte. NSN will sich künftig stärker auf schnelle mobile Internetnetze konzentrieren.

Das Gemeinschaftsunternehmen hatte Siemens und Nokia in den vergangenen Jahren hohe Verluste eingebracht und kämpft mit einem starken Wettbewerb in der Branche: Rivalen wie Huawei aus China werden immer stärker, und der schwedische Konkurrent Ericsson hält fest die Spitzenposition in der Branche. Erst im September mussten Nokia und Siemens eine Milliarde Euro in das Unternehmen zuschießen. Ein Versuch, NSN zu verkaufen, wurde im Sommer aufgegeben.

fdi/dpa/dapd

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insgesamt 39 Beiträge
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Seite 1
timewalk 23.11.2011
1. NOKIA ist am Ende
Zitat von sysopFast jeder vierte Arbeitsplatz fällt weg: Der Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks will 17.000 Stellen streichen. Zurzeit arbeiten noch rund 74.000 Menschen für das finnisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen. Bis Ende 2013 soll der Jobabbau abgeschlossen sein. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,799496,00.html
Und die anderen folgen noch. Später werden dann bei Microsoft 100 ehemalige eingestellt. Der Microsoft Deal zementiert den Untergang von NOKIA
Haio Forler 23.11.2011
2. .
Zitat von timewalkUnd die anderen folgen noch. Später werden dann bei Microsoft 100 ehemalige eingestellt. Der Microsoft Deal zementiert den Untergang von NOKIA
Schon wieder mal.
ZiehblankButzemann 23.11.2011
3. Nach dem Boom kommt der Absturz!
Diese amerikanische Hire und Fire Mentalität hält immer mehr Einzug in unsere europäische Wirtschaftskultur. Meistens wurden vorher noch Millionen Subventionen vom jeweiligen Staat eingestrichen um sich dann klammheimlich aus dem Staub zu machen, wie es gerade die Handysparte von Nokia in den letzten Jahren immer wieder unrühmlich bewiesen hat. In dem Fall werden einfach mal 17000 Schiksale übergangen, bis man dann in ein paar Jahren wieder aufwändig nach Spezialisten sucht, die dann längst umgeschult wurden. Das ist der Masterplan der Kurzsichtigkeit!
Baerliner73 23.11.2011
4. ..
Zitat von ZiehblankButzemannDiese amerikanische Hire und Fire Mentalität hält immer mehr Einzug in unsere europäische Wirtschaftskultur. Meistens wurden vorher noch Millionen Subventionen vom jeweiligen Staat eingestrichen um sich dann klammheimlich aus dem Staub zu machen, wie es gerade die Handysparte von Nokia in den letzten Jahren immer wieder unrühmlich bewiesen hat. In dem Fall werden einfach mal 17000 Schiksale übergangen, bis man dann in ein paar Jahren wieder aufwändig nach Spezialisten sucht, die dann längst umgeschult wurden. Das ist der Masterplan der Kurzsichtigkeit!
Mit Verlusten zahlen sich Gehälter auf Dauer ziemlich schlecht, aber das ist ja nicht das Problem von Angestellten. Sie finden es wohl besser, wenn nicht 17.000 Jobs wegfallen, sondern 74.000. Zu "hire & fire" gehört nicht nur das Abschaffen von Jobs, sondern auch das Schaffen. Wollen sie diese Aufgabe übernehmen?
leser008 23.11.2011
5. Hauptsache Bonuszahlungen und Kurse stimmen
Da hatten sich aber auch zwei Traumpartner gefunden. Völlig abgekoppelt von den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden träumten Siemens und Nokia vor sich hin. Beide vertrauten auf pure Marktmacht. Z.B. wusste seit Jahren alle Welt, dass die Kunden die verspielten Touch-Smartphones wollen. Da hätte Nokia reagieren und investieren müssen. Einzige Reaktion der Elite: Massenhaft Leute rausschmeissen und sich selber dicke Bonuszahlungen genehmigen, weil das so anstrengend war. Genauso wusste jeder, dass in aller Welt riesige Handynetze neu oder aufgerüstet werden. Da hätte man sich mit Huawei und Ericson absprechen müssen und investieren. Ablauf, siehe oben, 17000 AN rausgeschmissen.
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