Steuerbetrugsklage in den USA Schweizer Banker am Frankfurter Flughafen festgenommen

Die Wegelin-Bank hat den Ärger mit den USA nicht überlebt - die Jagd auf ihre Banker aber geht weiter. Am Frankfurter Flughafen ist ein Ex-Kundenberater festgenommen worden. Er soll reichen US-Bürgern beim Steuerbetrug geholfen haben.

Filiale der ehemaligen Wegelin-Bank in Bern (Januar 2012): Aufgabe wegen US-Steuerstreit
REUTERS

Filiale der ehemaligen Wegelin-Bank in Bern (Januar 2012): Aufgabe wegen US-Steuerstreit


New York/Frankfurt am Main - Auch wenn es jüngst etwas ruhiger darum geworden ist, geht die US-Justiz weiter strikt gegen Steuerbetrüger und ihre Helfer vor. Nun ist ein früherer Schweizer Banker am Frankfurter Flughafen wegen des Verdachts festgenommen worden, reichen US-Bürgern bei Steuerhinterziehungen geholfen zu haben. Die USA hätten seine Auslieferung beantragt, sagte sein Anwalt in New York.

Im Jahr 2012 war der frühere Kundenberater der mittlerweile nicht mehr existierenden Schweizer Privatbank Wegelin zusammen mit zwei Kollegen in New York der Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt worden. Allerdings hatte die US-Justiz bislang keinen Zugriff auf den Mann, weil die Schweiz ihre Bürger nicht ausliefert.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme eines international von den USA gesuchten 50-jährigen Schweizers, nannte aber keinen Namen. Der Mann befinde sich in Festhaltehaft, über seine Auslieferung habe das Gericht noch nicht entschieden, sagte ein Sprecher.

Das US-Justizministerium macht seit Jahren Jagd auf Schweizer Banken, weil US-Bürger auf ihren Konten Milliarden am Fiskus vorbei schleusten. Der frühere Arbeitgeber des nun festgenommenen Bankers, die älteste Schweizer Privatbank Wegelin, musste deshalb im Jahr 2013 aufgeben und verkaufte den Großteil ihres Geschäfts an die Schweizer Raiffeisen-Gruppe. Wegelin hatte sich der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig bekannt und musste den USA 75 Millionen Dollar zahlen.

fdi/Reuters



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insgesamt 4 Beiträge
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Marellon 09.02.2015
1. Vor dem Aufkochen der Häme
Bevor nun Kommentatoren ihre Häme aufkochen: Haftbefehl aus den USA? Ist nach europäischen Massstäben und nach den Regeln des gesunden Menschenverstandes nichrs wert: Ein immer lausiger werdenden, verrottender Staat, der bankrott ist und seine eigenen Gesetze nicht einhält, der sich weigert, internationale Abkommen zur Strafverfolgung zu unterzeichnen und sich mittlerweile in manchen Bereichen so hirnrissig benimmt wie seine Feinde sollte bezüglich seiner internationalen Haftbefehle grundsätzlich ignoriert werden.
leo19 09.02.2015
2. Die sollte wegen Unterstützung eines Terrorstaates
sich selber verhaften! Ausgerechnet die USA, die Menschen mit und ohne Gerichtsurteil ermordet und willkürlich in fremde Länder einfällt sollte nicht von uns unterstützt werden.
Margot 357 09.02.2015
3. Ein Imperium!
Ich habe gestern einen Vortrag auf You Tube von Daniele Ganser in Tübingen auf der Uni gesehen. Wenn man nicht die Lügen der USA verbreitet ist man ganz schnell die Anstellung los! Mexiko hat schon unzählige Rechtshilfegesuche an die USA wegen Drogengelder in Maimi und Florida gestellt und bis heute keine Antwort bekommen! Und was ist mit Delaware?
hevopi 10.02.2015
4. Normale Bürger
wünschen ihm von ganzem Herzen lebenslänglich.
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