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Steuersparmodelle: EU-Kommission knöpft sich Amazon vor

Amazon-Paket in Deutschland: Die Europa-Zentrale steht in Luxemburg Zur Großansicht
DPA

Amazon-Paket in Deutschland: Die Europa-Zentrale steht in Luxemburg

Im Kampf gegen Steuersparmodelle untersucht die EU-Kommission offenbar auch Amazon. Laut einem Pressebericht hat die Behörde Luxemburg um Auskunft zu den Finanzangelegenheiten des Konzerns gebeten. Im schlimmsten Fall droht eine Geldstrafe.

Hamburg - Nach Apple, Starbucks und Fiat gerät nun auch der Online-Händler Amazon ins Visier der Brüsseler Wettbewerbshüter. Wie die "Financial Times" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, haben EU-Beamte das Großherzogtum Luxemburg aufgefordert, ihnen Dokumente zu Amazons Steuerangelegenheiten auszuhändigen.

Die Kommission habe demnach eine formelle Anfrage an den Kleinstaat gestellt, in dem Amazon Chart zeigen seinen europäischen Firmensitz hat. Die Behörde wolle wissen, ob die Luxemburger Entscheidungen mit den europäischen Staatshilferegeln vereinbar sind. "Wir schauen uns an, welche Art von Abmachungen Luxemburg mit Amazon hat", zitiert die "Financial Times" einen EU-Vertreter.

Bereits im Juni hatte die EU-Kommission entsprechende Untersuchungen in den Fällen der US-Konzerne Apple Chart zeigen und Starbucks Chart zeigen sowie der Finanzsparte des Autoherstellers Fiat Chart zeigen eingeleitet. Auch dabei geht es darum, ob den Firmen von Staaten wie Luxemburg, Irland oder den Niederlanden steuerliche Vorteile gewährt wurden, die als illegale Staatshilfe zu werten sind. Sollte die Kommission zu dem Schluss kommen, dass die Firmen unlautere Beihilfen erhalten haben, müssten diese das Geld zurückzahlen.

stk

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insgesamt 8 Beiträge
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1. USA und EU
weltbetrachter 03.07.2014
Die USA greifen bei Vergehen von Banken, Firmen etc. ins "eingemachte". Die EU verhängt Strafen, die aus der "Portokasse" finanziert werden. Das sind die Unterschiede. Die EU-Bürger dürfen eben für alle Tricksereien hinhalten und die eigenen Länder mit Steuern "beglücken". Die Großunternehmen arbeiten mit "Verschiebebahnhöfen" so lange bis nur noch geringe Abgaben zu entrichten sind. Die Gewinne verschwinden einfach. Das sollte sich mal ein Handwerker oder kleiner Kaufmann leisten. Da kommt der Gerichtsvollzieher.
2. Amazon - Mc Donalds aus dem Internet
HankTheVoice 03.07.2014
fragwürdige Produkte, die unter fragwürdigen Bedingungen produziert werden. Oft 2. Wahl meist aus China und von minderer Qualität. Amazon versaut sich seinen Ruf und schadet sich so selbst.
3. Eu gegen Amazon?
bumminrum 03.07.2014
Mit dem Chef Junker wohl kaum vorstellbar. Da haben die den Bock zum Gärtner gemacht.
4. heiße Luft?
Veterano48 03.07.2014
Hoffentlich ist das nicht nur heiße Luft! Amazon und Konsorten müssten mehrere Steuer-Milliarden an die Staaten zahlen, in denen sie ihre Gewinne gemacht haben. Notfalls werden Luxemburg und ähnliche Steuerganovenländer gepfändet :-).
5.
women_1900 04.07.2014
Zitat von sysopDPAIm Kampf gegen Steuersparmodelle untersucht die EU-Kommission offenbar auch Amazon. Laut einem Pressebericht hat die Behörde Luxemburg um Auskunft zu den Finanzangelegenheiten des Konzerns gebeten. Im schlimmsten Fall droht eine Geldstrafe. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/steuern-eu-kommission-knoepft-sich-amazon-in-luxemburg-vor-a-979109.html
Wäre es nicht besser, diese EU würde die Steuerschlupflöcher wasserdicht schließen? Wie kann es sein, daß Länder innerhalb der EU, des Euroraumes als Steueroasen fungieren? Ich denke da an Niederlande, Irland, Luxemburg ... Wenn schon alles Vereinheitlicht wird, weshalb dann nicht auch die Steuern? Strafen zahlen diese Firmen aus der Portokasse und legen diese Kosten auf ihre Preise um.
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