Steve Jobs Gerüchte um neue Krebserkrankung belasten Apple-Aktie

Paparazzi-Fotos von Steve Jobs sorgen für Aufruhr: Der Apple-Chef wurde vor einer Krebsklinik gesichtet - und abgelichtet. Er sieht auf den Bildern ziemlich krank aus. Die Konzernaktie rutscht ins Minus.

Getty Images

Hamburg - Apple-Chef Steve Jobs gilt als treibende Kraft hinter den Erfolgen des iPhone- und iPad-Herstellers. Er ist die zentrale Innovationskraft im Unternehmen und zudem ein genialer Vermarkter. Deshalb wird seine Gesundheit besonders aufmerksam beobachtet. Als er kürzlich mitteilte, wegen gesundheitlicher Probleme eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen, rauschte der Aktienkurs ab.

Jetzt müssen sich Anleger erneut sorgen: Zwei US-Skandalblätter berichten, sie hätten Jobs vor dem Stanford Cancer Center gesichtet. Es ist die Klinik, in der schon "Dirty Dancing"-Star Patrick Swayze wegen Krebs behandelt wurde; letztlich starb er.

Jobs war 2004 an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, hat die Krankheit aber nach eigenen Angaben besiegt. Im Jahr 2009 musste er sich einer Lebertransplantation unterziehen. Der "National Enquirer", ein Revolverblatt, besitzt nach eigenen Angaben Fotos, die einen schwer abgemagerten Steve Jobs zeigen. In dem Artikel, der sich in der Zeitung über eine Doppelseite erstreckt, werden drei Bilder abgedruckt. Auf dem ersten ist Jobs von hinten zu sehen. Auf dem zweiten ist das Gesicht des Apple-Chefs zu erkennen. Ein drittes Bild zeigt Jobs, wie er vor dem Krebszentrum aus dem Auto steigt.

Die Fotos wurden laut "Enquirer" bereits am 8. Februar geschossen. Nach eigenen Angaben hat ein Reporter der Zeitung Jobs bei einem Frühstück mit seiner Frau gesichtet - und ihn dann bis in die Klinik verfolgt. Das Boulevardblatt hat die Fotos nicht online gestellt. Das Finanz-Blog "Business Insider" dagegen hat zwei der Bilder im Netz veröffentlicht.

Der "Enquirer" hat die Bilder außerdem mehreren Ärzten gezeigt und diese um Ferndiagnose gebeten. So lässt sich ein Arzt namens Samuel Jacobsen mit den Worten zitieren: "Ich würde sagen, er hat noch sechs Wochen zu leben." Ein zweiter Arzt, ein Mann namens Dr. Gabe Mirkin, ist ein Radiomoderator, der über Medizinthemen berichtet und der auf seiner Web-Seite angibt, er sei unter anderem Experte für Immunologie. Auch dieser gab eine düstere Ferndiagnose ab: "Diesen Fotos zufolge scheint er auf jeden Fall im Endstadium zu sein", behauptet Mirkin. Jobs habe kaum noch Gesäßmuskeln, was ein Anzeichen für das fortgeschrittene Stadium der Krankheit sei.

Unabhängig vom "Enquirer" berichtet auch der Klatsch-Blog Radar Online, Jobs besuche die Klinik in Stanford. Es sei jedoch unklar aus welchem Grund. Neben die Meldung stellt der Blog zwei Fotostrecken: "Stars, die wir 2010 verloren haben" und "Stars mit Alkoholproblemen".

Die Apple-Aktie wurde durch die neuerlichen Gerüchte belastet. Sie lag am Nachmittag zeitweise zwei Prozent im Minus. Später erholte sie sich wieder etwas.

Wie krank Steve Jobs tatsächlich ist, könnte bald aufgeklärt werden. Der Apple-Chef will Insidern zufolge noch am Donnerstag an einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama teilnehmen. Zu dem Gespräch seien auch der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, General-Electric-Chef Jeffrey Immelt und Google-Chef Eric Schmidt eingeladen worden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

ssu/pit

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insgesamt 22 Beiträge
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Gani, 17.02.2011
1. Spiegelchen...
Wenn ich den Quatsch von der "zentralen Innovationskraft" hier bei Spon immer wieder lesen muss, dreht sich mir der Magen um. Natürlich sind das in wirklichkeit vorwiegend andere, unbekannte in der Firma und nicht Jobs persönlich der die Ideen hat. Er ist in erster Linie das (gehässige) Aushängeschild, der Präsentator der Keynotes, ja der Vermarkter der sich auch nicht zu schade ist pro Keynote mehrfach die Unwahrheit zu behaupten um seine Produkte besser darzustellen. Das sind seine Stärken. Wenn er aber zurücktritt oder abnippelt, wird Apple weiterhin so funktionieren wie bisher.
jObserver 17.02.2011
2. "Stars, die wir 2010 verloren haben"
und die Alkohol-Abhängigen-Serie, die wohl im Blog danebengestellt wurden, sind vermutlich eher automatisch "angegangen". Bei Stichwörtern wie "Klinik" und "sterbenskrank" geht sowas schnell, wenn man das automatisiert...
founder 17.02.2011
3. Steben Jobs soll sich am Dalai Lhama ein Beispiel nehmen
Er soll sich doch einfach seinen Posten bei Apple selbt vererben. 5 Jahre nach seinem Tod treten dann die obersten apple Prister zusammen und meditieren wo Steve wiedergeboren wurde. Dann brechen die obersten Prister auf, irgendwo in einem Ort ein 5 jähriger Junge oder Mädchen. Dem Kind wird ein iPod und 4 andere Musikspieler gezeigt, iPhone und 4 Android Handies iMac und 4 andere Notebooks iPad und 4 andere Tochpad Computer Wenn das Kind immer das apple Produkt wählt wird es dann als die Reinkarnation von Steve Jobs anerkannt und führt die Geschäfte weiter
ralphofffm 17.02.2011
4. witzig
Zitat von founderEr soll sich doch einfach seinen Posten bei Apple selbt vererben. 5 Jahre nach seinem Tod treten dann die obersten apple Prister zusammen und meditieren wo Steve wiedergeboren wurde. Dann brechen die obersten Prister auf, irgendwo in einem Ort ein 5 jähriger Junge oder Mädchen. Dem Kind wird ein iPod und 4 andere Musikspieler gezeigt, iPhone und 4 Android Handies iMac und 4 andere Notebooks iPad und 4 andere Tochpad Computer Wenn das Kind immer das apple Produkt wählt wird es dann als die Reinkarnation von Steve Jobs anerkannt und führt die Geschäfte weiter
witzig :) Aber auch wenn Ich kein Applejünger bin wünsch Ich ihm gute Besserung
DavidBerg 17.02.2011
5. "Prister" ??
Zitat von founderEr soll sich doch einfach seinen Posten bei Apple selbt vererben. 5 Jahre nach seinem Tod treten dann die obersten apple Prister zusammen und meditieren wo Steve wiedergeboren wurde. Dann brechen die obersten Prister auf, irgendwo in einem Ort ein 5 jähriger Junge oder Mädchen. Dem Kind wird ein iPod und 4 andere Musikspieler gezeigt, iPhone und 4 Android Handies iMac und 4 andere Notebooks iPad und 4 andere Tochpad Computer Wenn das Kind immer das apple Produkt wählt wird es dann als die Reinkarnation von Steve Jobs anerkannt und führt die Geschäfte weiter
[QUOTE=founder;7180853]Er soll sich doch einfach seinen Posten bei Apple selbt vererben. "obersten apple Prister" was ist denn das ein "Prister" ??? Oder meinten Sie Priester? ansonsten keine schlechte Idee.. müsste jeden Apple-Jünger überzeugen...
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