Vorwürfe sexuellen Missbrauchs Casino-Milliardär Wynn tritt von Spitze seines Konzerns zurück

Als Finanzchef der Republikaner ist er schon zurückgetreten - nun hat Steve Wynn die Führung seines Casino-Konzerns niedergelegt. Der Milliardär und Trump-Freund soll Dutzende Frauen sexuell genötigt haben.

Casino-Milliardär Wynn (Archivbild, 2006)
AP

Casino-Milliardär Wynn (Archivbild, 2006)


Er ist ein Freund von US-Präsident Donald Trump und war bis vor kurzem Finanzchef der Republikaner. Nun ist US-Casinobesitzer Stephen Wynn nach massiven Vorwürfen sexuellen Missbrauchs von der Spitze seines Geschäftsimperiums zurückgetreten. In einer Mitteilung von Wynn Resorts Ltd., die unter anderem vom Wirtschaftsdienst Bloomberg verbreitet wurde, begründete Wynn seine Entscheidung mit einer "Lawine negativer Aufmerksamkeit". Wynns Nachfolger an der Firmenspitze wird Matt Maddox.

Laut US-Medien soll Wynn über Jahre hinweg Dutzende Angestellte sexuell belästigt oder zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Das "Wall Street Journal" stützt einen im Januar veröffentlichten investigativen Bericht auf Gespräche mit mehr als 150 Frauen.

Der 76-Jährige wies die Vorwürfe als grotesk zurück. Er trat aber Ende Januar von seinem Amt als Finanzchef des republikanischen Parteivorstandes zurück - einen Posten, auf den er kurz nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten Ende 2016 berufen worden war. Trump hat den Multimilliardär wiederholt als Freund beschrieben, äußerte sich aber zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Wynn hat unter anderem die Casinos Bellagio, Encore, Mirage, Treasure Island und Wynn in Las Vegas gebaut. Die sexuellen Übergriffe sollen sich hauptsächlich in seiner privaten Bürosuite abgespielt haben.

fdi/dpa

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