Streetscooter Post baut E-Transporter zusammen mit Ford

Die Deutsche Post wird für das nächste Modell des E-Transporters vom US-Autohersteller Ford unterstützt. Der Zulieferer Bosch will den Streetscooter XL zudem bald an Baumärkten vermieten.

Streetscooter der Post in Rostock
DPA

Streetscooter der Post in Rostock


Zusammen mit dem Autobauer Ford startet die Deutsche Post am Dienstag in Köln die Serienfertigung eines großen E-Transporters. Der Streetscooter XL werde ein Ladevolumen von etwa 200 Paketen haben und sei deutlich größer als die zwei bislang von der Post in Eigenregie produzierten Modelle, sagte ein Ford-Sprecher in Köln. Das Fahrzeug soll mit einer Jahreskapazität von etwa 3500 Stück von 180 Mitarbeitern gebaut und zunächst ausschließlich von der Post genutzt werden.

Zugleich kündigte der Autozulieferer Bosch an, die Vermietung von aktuellen Streetscooter-Modellen der Post zu testen. Von Dezember an werde das Unternehmen an Toom-Baumärkten solche elektrischen Transporter zur Miete anbieten, wie Bosch am Dienstag mitteilte. Geplant ist zunächst jeweils ein Fahrzeug an Baumärkten in Freiburg, Berlin, Frankfurt, Leipzig und Troisdorf bei Köln. Der Test ist zunächst auf ein Jahr angelegt.

Die Idee, Transporter direkt dort anzubieten, wo der Bedarf entsteht, ist nicht ganz neu. Das Möbelhaus Ikea beispielsweise bietet gemeinsam mit der Autovermietung Hertz bereits elektrische Transporter zum Ausleihen an - darunter auch einen Streetscooter der Deutschen Post.

ssu/dpa-AFX



insgesamt 39 Beiträge
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zia-zaruba 09.10.2018
1. Endlich
mal jemand, der nicht nur redet, sondern mal die Dinge selbst in die Hand nimmt. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch bald 7,49 und 32 Tonner elektrisiert werden.
ingen79 09.10.2018
2. Die Post hat schon vor über hundert Jahren Pakete mit E Transportern ausgeliefert.
ist also nichts Neues. Und ein paar ETransporter machen den Kohl nicht fett. Und das Obst und Gemüse aus Südspaniien wird auch noch in 20 Jahren mit einem LKW der mit einem Dieselmotor angetrieben wird transportiert. Aber es besteht ja die Hoffung das durch die Erderwärung es ist Süddeutschland dann warm genug für Citrosfrüchte wird. Wer Ironie findet darf sie behalten
sikasuu 09.10.2018
3. Na ja, da muss man die Physik, besser den Akku neu erfinden.
Zitat von zia-zarubamal jemand, der nicht nur redet, sondern mal die Dinge selbst in die Hand nimmt. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch bald 7,49 und 32 Tonner elektrisiert werden.
Bein den jetzigen kw/kg Speicherakkus, wird das wohl noch ein Wenig dauern. Vor allen Dingen weil die 7,5-40t wohl ein ganz anderes Fahrprofile haben auch die Lieferwagen&Auslieferungsfahrzeuge der Post usw.
egoneiermann 09.10.2018
4.
Schön wäre es, wenn auch DPD, hermes und Co. umstellen würden, Denn die machen einen Großteil des Kraches in den ruhigeren Wohngebieten aus, weil sie so knapp kalkulieren, dass Tempo 30 nicht machbar ist.
Referendumm 09.10.2018
5. Alter Hut !
Zitat von zia-zarubamal jemand, der nicht nur redet, sondern mal die Dinge selbst in die Hand nimmt. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch bald 7,49 und 32 Tonner elektrisiert werden.
und auch @sikasuu: Seit Ende 2017 liefert Daimler bereits voll elektrische Fuso Canter E-Cell aus: Gesamtgewicht: 6, max. Zuladung: 3 Tonnen, Reichweite über 100 km. Die Kundenliste ist bereits sehr lang u.a. Hermes, der Paketversender vom Otto-Versand. Auf der IAA 2018 wurde der neue Mercedes-Benz eActros vorgestellt, der bereits im Kundeneinsatz läuft. Es gibt diese Fahrzeuge in zwei Varianten mit 18 bzw. 25 Tonnen Gesamtgewicht (Nutzlast: 9 bzw 13 Tonnen). Die maximal zulässige Achslast liegt bei den üblichen 11,5 Tonnen. Die Energie für bis zu 200 km Reichweite kommt aus Lithium-Ionen-Batterien mit 240 kWh. Diese Fahrzeuge haben sich bereits bei der EvoBus GmbH bewährt. Zum Thema Streetscooter: Es geht also doch nicht OHNE einen etablierten Nutzfahrzeughersteller. Auf der IAA 2018 war es beeindruckend zu sehen, dass dieser Streetscooter-Ford nahezu doppelt so groß, wie die alte Streetscooter-Gurke war. Immerhin hat sich die Post dann doch den Beschwerden ihrer Paketzusteller angenommen, die nämlich pro Tag x-mal wieder zurück zum Post-Hub fahren mussten, weil der bisherige Streetscooter vieeel zu klein war. Ich hoffe, auch die Sicherheit ist nun besser, denn die war / ist beim Streetscooter katastrophal. Und selbst der Streetscooter-Chef Günther Schuh, Gründer des E-Auto-Bauers E-Go Mobile und Technik-Professor an der Hochschule Aachen, hat sich Anfang 2018 *gegen* ein Verbot von Verbrennungsmotoren ausgesprochen. „Man kann nicht einfach etwas verbieten, ohne eine passende Alternative zu haben“. Tja, das sagt ein realistischer Mann und kein Schwätzer wie so mancher Grüner. Aber das Bashing auf die deutsche Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie ist ja immer so chic; vor allem dann, wenn man von nix ne Ahnung hat.
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