Streik bei Lufthansa-Tochter Eurowings-Piloten legen Arbeit nieder

Passagiere der Lufthansa-Tochter Eurowings müssen am Freitag mit Behinderungen rechnen: Piloten der Airline haben einen achtstündigen Streik begonnen. 72 Flüge sollen ausfallen.

Flugpassagiere am Airport Tegel in Berlin: Streiks bei der Lufthansa-Tochter Eurowings
DDP

Flugpassagiere am Airport Tegel in Berlin: Streiks bei der Lufthansa-Tochter Eurowings


Frankfurt am Main - Die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings haben am Freitagmorgen mit einem befristeten Ausstand begonnen. Die Vereinigung Cockpit (VC) habe sie dazu aufgerufen, bis 13 Uhr ihre Arbeit niederzulegen, sagte der Verhandlungsführer der VC, Markus Germann.

Bei Eurowings sind 305 Piloten beschäftigt, rund 140 nehmen laut Cockpit an dem achtstündigen Streik teil. Ein Sprecher von Eurowings sagte in Düsseldorf, bis gegen 8 Uhr seien 46 Flüge ausgefallen. Wie viele Passagiere von dem Ausstand betroffen sind, konnte er nicht sagen.

Laut VC sind bis Freitagmittag Flüge ab Berlin-Tegel, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Köln und Nürnberg betroffen. Es fallen 72 Flüge aus.

Mit dem Streik will Cockpit der Forderung nach einem Beschäftigungssicherungsvertrag Nachdruck verleihen. Die zwischen der Pilotengewerkschaft und Eurowings geführten Verhandlungen endeten am 23. November ergebnislos. Die Pilotenvereinigung fordert einen tariflichen Sozialplan, um die Konsequenzen des zu erwartenden Personalabbaus bei Eurowings abzumildern. "Das bisher vorgelegte Angebot ist unzureichend", sagte Markus Germann, Verhandlungsführer bei Cockpit.

Eurowings sei von der Entscheidung der Lufthansa, alle 50-sitzigen Flugzeuge aus dem Programm herauszunehmen, besonders stark betroffen. So werde diese Maßnahme nach gegenwärtigem Stand zu einer Reduzierung der Flotte von bisher 34 auf 15 Flugzeuge führen. Dies mache einen Personalüberhang von circa 180 Piloten aus. Bereits von Januar bis Mai 2010 wurden daher mit den Betriebsparteien Interessenausgleichsverhandlungen geführt, bis Eurowings am 20. Juli 2010 das Scheitern dieser Verhandlungen erklärte.

suc/fro/dpa/Reuters/ddp/dapd

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