Streit über Facebook-Idee: Zuckerberg-Gegner geben auf

Mark Zuckerberg kann aufatmen: Seine ehemaligen Studienkollegen beenden ihren juristischen Feldzug gegen den Facebook-Gründer, dem sie vorwarfen, die Idee des sozialen Netzwerks geklaut zu haben. Doch alle Streitereien ist Zuckerberg damit noch nicht los.

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REUTERS

Winklevoss-Zwillinge: Millionäre und Rudersportler

San Francisco - Dass Mark Zuckerbergs Ruf nicht der beste ist, verdankt er vor allem zwei ehemaligen Kommilitonen: Seit Jahren behaupten die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss, der Facebook-Chef habe ihnen zu Studienzeiten die Idee für ein soziales Netzwerk gestohlen. Ihre Geschichte wurde in Hollywood verfilmt: "The Social Network" erhielt im vergangenen Jahr drei Oscars.

Seinen Ruf wird Zuckerberg kaum mehr retten können, aber wie es aussieht wenigstens sein Geld. In einer kurzen Mitteilung an das Bundesgericht in San Francisco erklärten die Winklevoss-Zwillinge, dass sie den Rechtsstreit mit Zuckerberg beilegen und einen bereits 2008 ausgehandelten Vergleich akzeptieren wollen. Die Vereinbarung spricht den Brüdern 20 Millionen Dollar in bar und Facebook-Anteile im damaligen Wert von 45 Millionen Dollar zu. Die Anteile haben heute allerdings schon einen Wert von rund 100 Millionen Dollar. Das gesamte Unternehmen wird mit bis zu 100 Milliarden Dollar bewertet.

Anlass für die jüngste Klage war ein Streit, der nach der Einigung von 2008 ausgebrochen war. Dabei ging es um den tatsächlichen Wert der Facebook-Anteile. Die Winklevoss-Zwillinge wollten die Einigung annullieren lassen, scheiterten aber zunächst vor einem Bundesgericht, das ihre Klage abwies. Den Gang vor den Obersten Gerichtshof der USA wollen sich die Zwillinge nun sparen. Das Ansinnen hatte ohnehin nur geringe Chancen. Der Oberste Gerichtshof nimmt sich meist nur solcher Fälle an, in denen es um grundsätzliche Verfassungsfragen geht.

Die Winklevoss-Zwillinge werfen Zuckerberg vor, während der gemeinsamen Studienzeit an der US-Eliteuni Harvard im Jahr 2003 ihre Idee zum sozialen Online-Netzwerk ConnectU ("Vernetze Dich") gestohlen zu haben. Die Brüder und ihr Freund Divya Narendra hatten den jungen Zuckerberg mit der Weiterentwicklung ihres Programms beauftragt, Zuckerberg habe sich aber nicht an den Vertrag gehalten, sondern im Februar 2004 mit Facebook sein eigenes Netzwerk gestartet. Facebook weist diese Darstellung zurück.

Nach dem Ende des jahrelangen Streits mit den Winklevoss-Brüdern muss sich Zuckerberg aber noch weiter gegen Vorwürfe eines ehemaligen Holzpelletshändlers Paul Ceglia wehren, der Anspruch auf bis zu 80 Prozent an Facebook erhebt. Ceglia behauptet, als Partner Zuckerbergs Arbeit an einer Seite mit dem Namen "The Face Book" finanziert zu haben. Facebook bezeichnet einen Vertrag und E-Mails, die Ceglia präsentiert hat, als Fälschung.

Für Facebook ist es wichtig, die Streitigkeiten um die Anfänge des weltgrößten Online-Netzwerks in den kommenden Monaten endgültig aus der Welt zu räumen. Denn für kommendes Jahr wird mit einem Börsengang von Facebook gerechnet.

stk/dpad/AFP/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. ^^
hundini 23.06.2011
Facebook - ein 100Mrd Dollar Unternehmen!? OmG^^
2. Jaja...
axelkli 23.06.2011
...the Winklevii...Das sind schon zwei Tausendsassas
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