Streit über Marktzugang: Gazprom will deutsche Kunden direkt beliefern

Gazprom ist das größte Unternehmen Russlands - doch der deutsche Markt bleibt dem Energieriesen weitgehend verschlossen. Das behauptet zumindest Konzernchef Alexej Miller. Im SPIEGEL verspricht er: "Könnten wir direkt Gas an den Endkunden liefern, müssten die Deutschen weniger bezahlen."

Gazprom-Pipeline in Russland: "Natürlich will keiner, dass die eigene Marge schrumpft" Zur Großansicht
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Gazprom-Pipeline in Russland: "Natürlich will keiner, dass die eigene Marge schrumpft"

Hamburg - Alexej Miller, der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Gasunternehmens Gazprom, hat sich über den schweren Zugang zum deutschen Energiemarkt beklagt. "Könnten wir direkt Gas an den Endkunden liefern, müssten die Deutschen weniger bezahlen. Das ist absolut sicher", sagte Miller dem SPIEGEL.

Gazprom versucht seit Jahren, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen - bisher vergebens. Bereits 2005 kündigte der russische Energieriese an, in Deutschland Stadtwerke kaufen zu wollen, um so den Endkunden näher zu kommen. Doch bisher ist nichts daraus geworden. Außerdem wird immer wieder spekuliert, Gazprom könne beim deutschen Stromkonzern RWE einsteigen - allerdings kamen die Russen auch hier nie zum Zug. Zuletzt wurde gar gemunkelt, das Land Baden-Württemberg habe die Mehrheit am Energiekonzern EnBW vor allem deshalb übernommen, um einen Einstieg der Russen zu verhindern.

Aus Sicht Gazproms wäre es durchaus reizvoll, die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken - von der Gasförderung über den Transport bis hin zur Belieferung der Endkunden. Denn die dicken Margen winken vor allem im Endkundengeschäft, also in dem Segment, das bisher fest in deutscher Hand ist. Die eigentlichen Förder- und Transportkosten bis zur deutschen Grenze hingegen sind vergleichsweise gering. Im SPIEGEL betonte Miller, dass der Gazprom-Anteil am Endpreis "niemals höher als 50 Prozent ist".

Miller prognostiziert steigenden Gaspreis

Der größte deutsche Gasimporteur E.on hatte monatelang mit Gazprom über eine Senkung des Einkaufspreises verhandelt. Dazu erklärte Miller: "Wir lieben und respektieren unsere Kunden. Aber es geht ihnen nicht um den Preis für den Endverbraucher, sondern um ihren eigenen Gewinn. Natürlich will keiner, dass die eigene Marge schrumpft."

Miller verteidigte außerdem die Bindung des Gaspreises an den Ölpreis. In langfristigen Verträgen hat Gazprom mit den deutschen Importeuren festgeschrieben, dass sich der Gaspreis stets parallel zum Ölpreis entwickeln soll. Wird Öl teurer, gilt dies auch für Gas. Im Fall eines sinkenden Ölpreises fällt auch der Gaspreis.

Letzteres Szenario ist allerdings eher unwahrscheinlich: Miller prognostizierte, dass der Gaspreis langfristig steigen werde. Grund sei die weltweit steigende Nachfrage: "Gas wird in der Zukunft weit stärker auch als synthetischer, flüssiger Treibstoff gebraucht werden", sagte Miller. Mit anderen Worten: Erdgas soll nicht mehr nur zum Heizen und zur Stromerzeugung verwendet werden, sondern auch zum Tanken in Erdgasfahrzeugen.

Russland ist mit einem Anteil von rund 40 Prozent der größte Erdgaslieferant Deutschlands. Das Monopol auf den Export russischen Gases hält Gazprom. Kritiker bemängeln, dass sich die Bundesrepublik zu sehr in die Abhängigkeit eines einzelnen Energielieferanten begeben habe.

wal

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insgesamt 25 Beiträge
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1. Klingt ja ganz gut!
Alf.Edel 30.12.2010
Aber jedes Jahr im kalten Januar die Gaslieferung einzustellen um höhere Preise "nachzuverhandeln", ist schon etwas blöd... ;)
2. Wenn das Erdöl teuerer wird...
heinz.mann 30.12.2010
Zitat von sysopGazprom ist das größte Unternehmen Russlands - doch der deutsche Markt bleibt dem Energieriesen weitgehend verschlossen. Das behauptet zumindest Konzernchef Alexej Miller. Im SPIEGEL verspricht er: "Könnten wir direkt Gas an den Endkunden liefern, müssten die Deutschen weniger bezahlen." http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,737196,00.html
wird Erdgas auch teuerer, wird es günstiger, wird Erdgas auch teuerer. Fallen die Strompreise an der Strombörse, steigen die Preise dennoch. Den Versorgern fallen da immer neue Gründe ein, die Regierung rät den Anbieter zu wechseln und mahnt manchmal, die Preise müßten fallen. Stattdessen sollte man das Kartellamt hart durchgreifen lassen, aber es sind ja soviele Lobbyisten von E.On und Co. im Bundestag, das geht natürlich nicht.
3. Falsch
Kranken-pfleger 30.12.2010
Falls er Erzeugerpreis sinkt und damit die Energiekosten, werden besonders die Grünen die Energie Kosten erhöhen.
4. Hier: Titel
Moto25 30.12.2010
Zitat von sysopGazprom ist das größte Unternehmen Russlands - doch der deutsche Markt bleibt dem Energieriesen weitgehend verschlossen. Das behauptet zumindest Konzernchef Alexej Miller. Im SPIEGEL verspricht er: "Könnten wir direkt Gas an den Endkunden liefern, müssten die Deutschen weniger bezahlen." http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,737196,00.html
Aber das würde ja Wettbewerb bedeuten.
5. .
sosonaja 30.12.2010
Nach dem Urteil gegen Chodorkowski glauben die Russen doch tatsächlich, dass man ihnen vertraut. Was mischen die denn in ihren Wodka, dass sie so etwas glauben? Muahahahahahahaha!
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Energieträger Erdgas
Erdgas ist nach Mineralöl der zweitwichtigste Bestandteil des deutschen Energiemix. Fast jede zweite Wohnung in Deutschland wird nach Angaben des BDEW inzwischen damit beheizt. Insgesamt sind es mehr als 18 Millionen Haushalte - Tendenz steigend. Zudem wird mit Erdgas Strom erzeugt, und umweltfreundliche Autos werden mit Erdgas angetrieben. Die Erdgas-Lagerstätten sind auf wenige Regionen begrenzt - mehr als die Hälfte der globalen Vorkommen befinden sich in den Ländern Russland, Iran und Katar.

Erdgas ist der am wenigsten klimaschädliche aller fossilen Brennstoffe. Bei seiner Verbrennung werden etwa 200 Gramm CO2 pro Kilowattstunde freigesetzt. Dies ist im Vergleich zu Erdöl (270 g/kWh) und Kohle (je nach Qualität 330 bis 400 g/kWh) gering.

Vor-/Nachteile der Energieträger
Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch - SPIEGEL ONLINE zeigt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger.
Erdöl
Plus: Erdöl ist der Schmierstoff industrieller Volkswirtschaften. In Deutschland deckt Öl rund 35 Prozent des Energiebedarfs - so viel wie kein anderer Rohstoff. Im Verkehrssektor gibt es momentan kaum Alternativen zu Öl: Das bestehende Tankstellennetz ist auf Benzin und Diesel ausgerichtet, die heute gängigen Motoren fahren fast nur mit diesen beiden Treibstoffen.

Minus: Der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen - und mit ihm der Spritpreis. Autofahrer mussten zeitweise mehr als 1,50 Euro für Benzin zahlen. Die deutsche Volkswirtschaft verliert dadurch Milliardenbeträge, denn das Land ist fast völlig von Importen abhängig. Weltweit liegen die meisten Ölvorkommen in politisch heiklen Regionen wie dem Nahen Osten, Russland, Venezuela oder Nigeria. Versorgungskrisen kann man daher nicht ausschließen. Darüber hinaus ist Erdöl ein endlicher Rohstoff: Die bekannten Vorkommen gehen langsam zur Neige. Große neue Felder wurden in den vergangenen Jahren kaum entdeckt - und wenn, dann nur in schwierig zu erschließenden Gebieten wie der Arktis. Hinzu kommt die CO2-Problematik: Wenn Öl verbrannt wird, entsteht das Klimagas Kohlendioxid .
Erdgas
Plus: Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger - bei der Verbrennung entsteht weniger CO2 als bei Kohle oder Öl. Außerdem halten die Vorräte noch eine Weile: Die Reichweite der Gasvorkommen wird auf rund 60 Jahre geschätzt, bei Öl sind es nur 40 Jahre. machen zudem den Zugriff auf große neue Gas-Reservoirs möglich. Ein weiterer Vorteil: Gas kann einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Denn Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und runterfahren - diese Flexibilität hilft, die Schwankungen beim Windstrom auszugleichen.

Minus: Weltweit verfügen nur wenige Länder über Gasvorkommen. Entsprechend groß sind die Abhängigkeiten - Deutschland bezieht rund 40 Prozent seines Erdgases aus Russland. Problematisch ist außerdem die noch immer weit verbreitete Bindung an den Ölpreis: Je teurer Erdöl wird, desto teurer wird auch Gas. Stromkonzerne klagen bereits, dass sich Gaskraftwerke kaum mehr rentieren. Private Haushalte kennen dasselbe Problem beim Heizen - Gas ist kaum günstiger als Öl. Auch beim Autofahren stellt Erdgas keine Alternative dar: Der aktuelle Preisvorteil gegenüber Benzin und Diesel liegt nur an der steuerlichen Begünstigung.
Kohle
Plus: Kohle gibt es fast überall auf der Welt - einseitige Importabhängigkeiten wie beim Gas sind deshalb nicht zu befürchten. Auch Deutschland verfügt über nennenswerte Ressourcen: Braunkohle lässt sich ohne Subventionen fördern, für Steinkohle ist dies bei weiter steigenden Preisen zumindest denkbar. Außerdem reichen die Vorräte so lange wie bei keinem anderen fossilen Energieträger: Schätzungen gehen von rund 200 Jahren aus. Kohle eignet sich vor allem zur Stromerzeugung in der Grundlast - rund 50 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Kohlekraftwerken .

Minus: Kein Energieträger ist so klimaschädlich wie Kohle. Bei der Verbrennung entsteht rund doppelt so viel CO2 wie bei Gas. Problematisch könnte dies vor allem dann werden, wenn man bestehende Atomkraftwerke durch neue Kohlekraftwerke ersetzt - oder wenn Elektroautos künftig in großem Stil Kohlestrom tanken. Bedenklich sind außerdem die Arbeitsbedingungen, unter denen Kohle gefördert wird : Zu den größten Produzenten zählen China, Russland und Südafrika - Länder, in denen immer wieder Bergleute ums Leben kommen.
Atomenergie
Plus: Kernkraftwerke produzieren - wenn sie einmal gebaut sind - günstigen Strom. Der Rohstoff Uran wird nur in geringen Mengen verbraucht, so dass die laufenden Betriebskosten gering sind. Atomstrom kann in der Grundlast eingesetzt werden, also unabhängig von kurzfristigen Wetterschwankungen. In Frankreich wird Atomstrom auch zum Heizen verwendet, langfristig könnten so auch Elektroautos betrieben werden. Bei der Kernenergie wird kaum CO2 freigesetzt. Sie ist damit klimafreundlicher als Kohle oder Gas.

Minus: Der größte Nachteil der Atomenergie ist das Risiko eines GAUs. Selbst wenn man dafür eine geringe Wahrscheinlichkeit unterstellt - der Schaden wäre enorm. Die Katastrophe in Tschernobyl war nur ein Vorgeschmack dessen, was im dicht besiedelten Mitteleuropa passieren würde: Tausende Opfer, auf ewig verseuchte Landstriche, Vermögensverluste in zigfacher Milliardenhöhe. Hinzu kommt die ungelöste Frage der Endlagerung : Obwohl die Kernenergie seit rund 50 Jahren genutzt wird, gibt es bis heute keine dauerhafte Deponie für die verstrahlten Abfälle. Ob es überhaupt ein sicheres Endlager geben kann, ist umstritten: Der Atommüll strahlt zum Teil mehr als 100.000 Jahre lang - was in dieser Zeit alles passiert, kann niemand vorhersagen. In jüngster Zeit wird ein weiteres Problem immer häufiger diskutiert: Was geschieht, wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Kernkraftwerk verüben? Oder wenn sie in den Besitz von spaltbarem Material gelangen? Sicherheitsexperten haben auf diese Fragen keine abschließende Antwort.
Wasser
Plus: Die Wasserkraft ist sehr umweltfreundlich - mit geringem Eingriff in die Natur lässt sich günstig Energie gewinnen. Rund fünf Prozent des deutschen Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Außerdem lässt sich in Stauseen sehr gut Energie speichern: Bei einem Überangebot an Strom wird Wasser nach oben gepumpt. Bei Bedarf wird es dann abgelassen, um die Turbinen anzutreiben.

Minus: In Deutschland ist das Potential der Wasserkraft so gut wie ausgeschöpft. Fast jeder Fluss hat ein Kraftwerk, ebenso fast jeder See. Im Ausland wiederum ist die Wasserkraft zum Teil in Verruf geraten: Riesenprojekte wie der Jangtse-Staudamm in China zerstören die Natur in großem Stil.
Wind
Plus: Von allen erneuerbaren Energien ist die Windkraft in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Auch in Zukunft hat die Branche großes Wachstumspotential - vor allem offshore, also in Windparks auf dem Meer . Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnismäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz nur wenig mehr Förderung als der Preis für konventionellen Strom an der Energiebörse hoch ist. Zum Vergleich: Solarstrom wird weit höher vergütet.

Minus: Kritiker halten Windräder für eine Verschandelung der Landschaft. Außerdem weht der Wind sehr unzuverlässig: Bei einer starken Brise wird das deutsche Stromnetz überlastet, bei Flaute muss Strom aus dem Ausland hinzugekauft werden. Praktikable Speicher für Windenergie gibt es bisher nicht. Ein weiterer Nachteil: Starker Wind bläst vor allem in Norddeutschland, die großen Verbrauchszentren liegen aber im Süden und Westen. Um den Strom abzutransportieren, sind zahlreiche neue Leitungen nötig .
Sonne
Plus: Die Sonne ist nach menschlichen Maßstäben eine ewige Energiequelle , und sie scheint für jeden umsonst. Hätten alle Dächer Deutschlands eine Solaranlage, könnte so ein großer Teil des hiesigen Strombedarfs gedeckt werden - klimaschonend und unabhängig von Importen. Darüber hinaus lässt sich das Sonnenlicht auch zur Warmwasserbereitung nutzen: Mit Solarkollektoren kann man herkömmliche Heizungen ergänzen und so die Energiekosten drücken.

Minus: Die Sonne hat den gleichen Nachteil wie der Wind - ihre Energie lässt sich nicht zu jeder Uhrzeit nutzen. Das größte Problem ist jedoch der Preis: Solarstrom kostet viel mehr als konventioneller Strom. Und trotz milliardenschwerer Subventionen leistet Sonnenenergie bislang nur einen geringen Beitrag zur deutschen Stromversorgung: Schätzungen schwanken zwischen einem um zwei Prozent. Damit die Photovoltaik in Mitteleuropa wettbewerbsfähig wird, müsste es eine technische Revolution geben - oder die Preise für konventionelle Energie müssten dramatisch steigen.
Biomasse
Plus: Holz, Stroh, Mais - beim Verbrennen dieser Stoffe wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher der Atmosphäre entzogen haben. Biomasse lässt sich in vielen Bereichen einsetzen: zum Heizen (beispielsweise mit Holzpellets), zum Autofahren (mit Biodiesel oder Bioethanol ) oder zur Stromerzeugung (mit Biogas). Der große Vorteil: Biomasse ist gespeicherte Energie. Man kann also frei entscheiden, wann man sie nutzen möchte - anders als bei Wind- oder Solarkraft. Ein weiterer Pluspunkt: Energiepflanzen, die in Deutschland wachsen, reduzieren die Abhängigkeit von Importen.

Minus: In jüngster Zeit gerät die Bioenergie massiv in die Kritik. Denn die Pflanzen benötigen enorme Anbauflächen - und treten damit in direkte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Gerade bei Biotreibstoffen wird das zum Problem: Lässt es sich moralisch rechtfertigen, dass die Reichen Mais tanken - während die Armen hungern? Hinzu kommt ein gigantisches Mengenproblem: Wollte Deutschland seinen gesamten Benzin- und Dieselbedarf mit Biokraftstoffen decken, wäre dafür eine Fläche nötig, die größer ist als die gesamte Bundesrepublik. Das Gleiche gilt fürs Heizen: Sollten alle Bundesbürger auf Holzpellets umsteigen, würde der deutsche Wald dafür nicht reichen - erneut wären Energie-Importe nötig.
Erdwärme
Plus: Die Wärme im Erdinneren steht rund um die Uhr zur Verfügung. Sie lässt sich sowohl zum Heizen als auch zur Stromerzeugung nutzen. Gäbe es keine Probleme mit der Bohrtechnik, könnte die Geothermie den gesamten deutschen Energiebedarf decken.

Minus: In Deutschland muss man Hunderte oder gar Tausende Meter tief bohren, um ein ausreichendes Temperaturniveau zu erreichen. Die Kosten der Geothermie sind deshalb sehr hoch. Mancherorts gibt es außerdem Probleme mit dem Grundwasser. Andere Länder sind hier aus geologischen Gründen in einer besseren Position: Island zum Beispiel deckt seinen Energiebedarf zum Großteil mit der Wärme aus dem Erdinneren.