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Streit um Markenrechte: Entscheidung im Pfälzer Bärenkampf vertagt

Monika Schleich bastelt seit Jahren Teddys, die sie "Schleichbären" nennt. Deshalb zog der Spielwarenhersteller Schleich gegen sie vor Gericht. Der Richter will allerdings erst im März ein Urteil sprechen - aller Voraussicht nach zugunsten des Unternehmens.

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Namensstreit: Schleich vs. Schleichbären

Stuttgart - Die Entscheidung, ob Künstlerteddys den Namen "Schleichbären" tragen dürfen, ist auf März vertagt worden. Bis dahin will Monika Schleich, eine Hobby-Teddy-Herstellerin aus Venningen in Rheinland-Pfalz, versuchen, sich mit dem gleichnamigen Spielzeughersteller zu einigen.

Vor dem Stuttgarter Landgericht erklärten die Anwälte des Unternehmens am Donnerstag, dass der Begriff "Schleichbären" eine Verwechslung mit den Plastiktieren des Schwäbisch Gmünder Herstellers ermögliche. Der Richter deutete für den 12. März ein Urteil zugunsten des Spielzeugherstellers an.

"So wie es in der Vergangenheit war, können Sie die Bären nicht mehr nennen", sagte Richter Bernd Rzymann. Beim Namen "Schleichbären" würden zuerst die bekannten Plastiktiere in den Sinn kommen.

Die Beklagte entgegnete, dass die Künstlerbären nicht mit einem Massenprodukt vergleichbar seien. Sie stelle pro Woche nur einen Bären her, den sie ausschließlich persönlich auf Messen oder im Internet verkaufe. Am Namen "Schleichbären" möchte sie festhalten: "Nächstes Jahr habe ich zehnjähriges Jubiläum, bis jetzt hat mich noch niemand verwechselt. Noch nie", sagte sie.

böl/dpa

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