New York - Im Kampf um die Vorherrschaft bei Multimedia-Handys überziehen sich die Kontrahenten mit Klagen: Der US-Handyhersteller Motorola ist am Mittwoch gegen Apple vor Gericht gezogen. Nach Ansicht Motorolas greift der iPhone-Anbieter beim Bau seiner Produkte auf 18 geschützte Erfindungen zurück. Motorola reichte die Klagen in zwei US-Bundesstaaten und bei der Aufsichtsbehörde International Trade Commission (ITC) ein.
Konkret geht es um Patente für Mobilfunktechnologien, Antennen-Konstruktion, E-Mail-Übermittlung, Software-Management, ortsbezogene Dienste und das Synchronisieren verschiedener Geräte. Motorola zufolge verletzt Apple die Patente nicht nur beim iPhone, sondern auch beim Tablet-Computer iPad, dem Multimedia-Player iPod touch, einigen Macintosh-Modellen und der Software-Plattform App Store.
Erst vor wenigen Tagen war Motorola selbst von Microsoft wegen angeblicher Verletzungen geschützter Erfindungen verklagt worden. In dem Prozess geht es um die Nutzung von Software auf Multimedia-Handys.
Auch Apple geht gerichtlich wegen Patentverletzungen gegen Konkurrenten vor. So prozessiert das Unternehmen gegen Weltmarktführer Nokia und HTC, das mit einer Gegenklage konterte. Erst am Dienstag hatte Apple eine Niederlage in einem Prozess um Patentverletzungen hinnehmen müssen.
ulz/dpa-AFX
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