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Stresstest: EZB verlangt schnelle Krisenpläne von Risiko-Banken

Erstmals hat die Europäische Zentralbank eine Frist für gefährdete Geldhäuser genannt: Wenn sie beim Stresstest Kapitallöcher aufweisen, müssen die Banken binnen zwei Wochen Lösungen präsentieren.

Finanzdistrikt in London: Nervosität bei den Banken Zur Großansicht
REUTERS

Finanzdistrikt in London: Nervosität bei den Banken

Frankfurt am Main - Europas Banken müssen ihre Krisenfestigkeit in einem Stresstest beweisen. Von möglichen Durchfallern erwartet die Europäische Zentralbank (EZB) rasche Lösungen. Erstmals nannte die Notenbank eine Frist: Tun sich bei den Prüfungen Kapitallöcher auf, müssen die betroffenen Banken binnen zwei Wochen nach Veröffentlichung der Ergebnisse Pläne vorlegen, wie sie diese stopfen wollen.

Die Aufseher legten sich zugleich auf eine Veröffentlichung der Resultate von Bilanzcheck und Stresstest in der zweiten Oktoberhälfte fest. Die Institute selbst würden erst kurz zuvor über die endgültigen Resultate informiert, teilte die EZB mit. Allerdings wollen die Aufseher im Laufe des Verfahrens vorläufige Erkenntnisse mit einzelnen der 128 Bankkonzerne diskutieren.

Die Leiterin der künftigen europäischen Bankenaufsicht, Danièle Nouy, sagte, die Aufseher täten ihr Möglichstes, um bei dieser "harten und gründlichen" Prüfung einen reibungslosen Prozess zu gewährleisten. In der Finanzbranche herrscht die Sorge, dass Ergebnisse vorab durchsickern und die Tests so nicht zu mehr Vertrauen in Banken, sondern zu mehr Verunsicherung führen.

EZB verweist auf Sanierungsbemühungen der Banken

Der Bilanzcheck ist nach Angaben der EZB bereits weit fortgeschritten und soll im August abgeschlossen sein. Darauf baut ein Stresstest auf, bei dem die Institute beweisen müssen, dass sie auch im Fall eines Konjunktureinbruchs und Verfalls der Immobilienpreise ausreichend Kapital haben, um ihr Geschäft fortzuführen.

Die EZB übernimmt am 4. November die zentrale Aufsicht über die größten Banken im Euroraum. Darunter sind - nach einer vorläufigen Liste der Notenbank - 21 deutsche Institute.

"Mittlerweile ist viel zur Sanierung der Bankbilanzen getan worden, und es ist ermutigend, dass diese Anstrengungen fortgeführt werden", sagte EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio. So hatte etwa die Deutsche Bank Chart zeigen erst im Juni über eine Kapitalerhöhung 8,5 Milliarden Euro frisches Geld eingesammelt. Die italienischen Großbanken Unicredit Chart zeigen und Intesa Sanpaolo Chart zeigen hatten bereits in der Bilanz 2013 milliardenschwere Abschreibungen auf Altlasten vorgenommen.

Die Ergebnisse der Tests wird die EZB in standardisierten Tabellen veröffentlichen. Dabei wollen sich die Aufseher sowohl auf die Daten der einzelnen Häuser als auch auf eigene Hochrechnungen stützen. Die Resultate werden auf den Bankbilanzen von Ende 2013 basieren. Ergänzt werden die Daten um für die Kapitalbasis wichtige Entwicklungen aus den ersten neun Monaten dieses Jahres. So will die EZB ein möglichst vollständiges und aktuelles Bild vom Zustand der Banken liefern.

mmq/dpa-AFX

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1. Die WM ist vorbei,
captnali 17.07.2014
jetzt kommen die Wahrheiten aus der Dunkelkammer fürs Jubelvolk!
2. Richtig
idealist100 17.07.2014
Zitat von captnalijetzt kommen die Wahrheiten aus der Dunkelkammer fürs Jubelvolk!
und die Pleitebanken darf dann wie immer der Steuerzahler retten, denn wie soll es sonst gehen in ZWEI WOchen.
3. Hallocaptnali Nicht nur die Wahrheiten
axelmueller1976 17.07.2014
Zitat von captnalijetzt kommen die Wahrheiten aus der Dunkelkammer fürs Jubelvolk!
Nein die EURO- Krise denn die Europa-Wahl ist vorbei.Jetzt werden schnell noch die hochbezahlten Pöstchen verteilt und dann wird der Wähler zur Kasse gebeten.Aber sind wir mal ganz ehrlich die Wähler haben es nicht besser verdient.
4. schnelle Krisenpläne von Risiko-Banken
fritzyoski 17.07.2014
Schnelle Krisenpläne von Risiko-Banken. mal sehen ....emmm. Ah ich habs, der Rettungs-Michel darf ran und Draghi druckt was das Zeug haelt! Was sollen die schon an Krisenplaenen haben ausser Draghi druckt Geld und den deutschen Steuerzahler. Dukaten kackende Einhoerner gibt es eben nur im Maerchen.
5. Nicht besser verdient
fritzyoski 17.07.2014
Zitat von axelmueller1976Nein die EURO- Krise denn die Europa-Wahl ist vorbei.Jetzt werden schnell noch die hochbezahlten Pöstchen verteilt und dann wird der Wähler zur Kasse gebeten.Aber sind wir mal ganz ehrlich die Wähler haben es nicht besser verdient.
Sehe ich auch so. Wer lernresistent ist muss entsprechend Lehrgeld zahlen. Ich hoffe das es richtig teuer wird und Sozialleistungen drastisch gekuerzt und Steuern erhoeht werden damit das Dummvolk endlich mal kapiert was hier gespielt wird. Wenn es nicht radikal und teuer genug ist bekommen die das naemlich nicht mit.
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