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Wegen Terrorangst: Ströbele will besonders laute Böller verbieten

Bombe oder Böller - das lässt sich auf Anhieb kaum unterscheiden. Der Grüne Hans-Christian Ströbele fordert deshalb ein Verbot besonders lauter Feuerwerkskörper. "Die Leute wissen ja nicht, was das ist, was so fürchterlich bumst."

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DPA

Feuerwerkskörper in einem Berliner Geschäft: Nicht die erste Diskussion

Seit den Anschlägen von Paris haben laute Geräusche in Frankreich wiederholt für falschen Alarm gesorgt. Immer wieder standen dabei Feuerwerkskörper im Verdacht, die Unruhe ausgelöst zu haben. Auch an deutsche Fußballfans wurde bereits appelliert, keine Böller mehr ins Stadion zu bringen.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele fordert nun, den Verkauf von Silvesterfeuerwerk generell einzuschränken. "Sinnvoll ist ein Verbot von größeren Feuerwerkskörpern mit der drei- bis zehnfachen Knallkraft normaler Böller", sagte Ströbele dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Viele Menschen seien angesichts der latenten Terrorgefahr auch in Deutschland verunsichert und würden durch extrem laute Silvesterkracher in Schrecken versetzt.

"Die Leute wissen ja nicht, was das ist, was so fürchterlich bumst", begründete Ströbele seine Forderung. Außerdem sprach er sich für die Ausweitung sogenannter knallfreier Zonen aus.

Bereits nach den Anschlägen von New York im Jahr 2001 war in Deutschland ein Verbot von Silvesterfeuerwerk diskutiert worden. 2007 hatte die belgische Hauptstadt Brüssel wegen Terrorgefahr das Zünden von Knallkörpern zum Jahreswechsel untersagt.

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Böller verbieten?

Sollen besonders laute Böller verboten werden, weil sie an die Detonation von Bomben erinnern?

dab

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 125 Beiträge
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1.
hotgorn 01.12.2015
Will er auch Knaller wie Joschka Fischer oder Cem Özdemir verbieten?
2.
mar-kosch 01.12.2015
Ich dachte wir wollten den Terror nicht unser Leben beeinflussen lassen. Nicht dass Böller jetzt so wichtig wären, aber viele Kleinigkeiten machen dann doch den Unterschied. Vorschlag abgelehnt.
3. So ein Schwachsinn...
unglaublich2014 01.12.2015
Die Bundeswehr wird zum Kriegsspielen geschickt und hier haben sie Angst vor Krachern. Die Dinger sollten 24h lang 365 Tage vor dem Bundeskanzleramt gezündet werden, damit Frau Kriegstreiberin das Geräusch auch genießen kann.
4. .
Peter Eckes 01.12.2015
JaJa. Kontrollen an den Grenzen. Vorratsdatenspeicherung. Keine Böller mehr an Sylvester. Die USA verschärfen die Visaregeln weil sie nicht wissen was in Europa alles frei rumlaufen darf. Was kommt als nächstes? Wann werden endlich die europäischen Grenzen geschützt und damit aufgehört die europäische Bevölkerung in Europa zu gängeln?
5. Herr Ströbele...
j.w.pepper 01.12.2015
...den ich im übrigen nicht mag, spricht hier nur unvollkommen eines der wenigen Themen an, wo ich tatsächlich einmal für zusätzliche Verbote plädiere: nämlich die komplett idiotische, überflüssige, feinstaubvervielfachende, terrorisierende, rein pubertäre Ballerei zu Silvester. Von mir aus kann gern die Abgabe von Feuerwerkskörpern an Privatpersonen komplett verboten werden, mindestens aber solcher Explosivkörper, die in weniger als 50 Metern Höhe über dem Erdboden platzen können. Dafür darf dann gern die jeweilige Gemeinde ein professionelles, schönes Höhenfeuerwerk in Auftrag geben. Arbeitsplätze in Deutschland gibt es insoweit sowieso nicht zu retten. Feuerwerkskörper kaufen ernsthaft sowieso nur solche Personen, die es eigentlich nicht dürfen, weil sie unter 18 sind.
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Der aktuelle Ermittlungsstand zu den Täter und Anschlägen von Paris

Fläche: 543.965 km²

Bevölkerung: 64,204 Mio.

Hauptstadt: Paris

Staatsoberhaupt:
François Hollande

Regierungschef: Manuel Valls

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